Sind wir nicht alle Schildbürger? #1

Schilder am Wegesrand sind wichtig. Ich habe festgestellt, dass wir immer wieder Schilder fotografiert haben.

Warum?

Schilder lösen Emotionen aus.

Wenn man das erste Mal mit dem Rad in Russland hineinradelt ist das Emotion pur. Hinter einem ist die Grenzübergangsstelle, an der gerade noch ein Grenzer mit MPi neben einem stand. Dort war fotografieren verboten und als Radtourist hält man sich natürlich daran. Nun sieht man das erste Schild und wird begrüßt.

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Wenn man das erste Mal in Norwegen ganz weit oben im Norden, aus Finnland kommend, hineinradelt ist das Emotion pur.

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Aber es gibt natürlich auch Schilder, die einem aus anderen Gründen auffallen. Sie haben eine Botschaft.

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Aber ihr müsst nicht immer weit wegfahren, um tolle Schilder zu finden. Wir fanden in der heimatlichen Börde, ihr erkennt das an den Windrädern im Hintergrund,  folgenden  „Fernwegweiser“. Ich musste schmunzeln und habe keinen Plan, wie wir da mit dem Rad hinkommen sollen.

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Wer auch tolle Schilder fotografiert hat, kann sich gerne melden. Wir wünschen euch, dass ihr immer neugierig bleibt.

Bitte bleibt neugierig :-).

Rahmenbruch – auch Schutzengel haben zu tun

Vor ein paar Tagen gab es hier ein Bild zum Pedalarmbruch an Susannes Rad. Gestern berichtete ein Freund, dass an seinem top gewarteten Rad während der Fahrt der Rahmen brach (danke für das Foto).

Rahmenbruch

In dem Moment wurde alles schwammig. Instinktiv bremste er vorne und dadurch schob sich das Rad zusammen und er kam zum Stehen und nichts weiter ist passiert. So ein Rahmenbruch kann in voller Fahrt auch deutlich schlechter ausgehen. Das ist dann wohl der Moment, wo man seinem Schutzengel danken sollte.

Die Moral von der Geschichte ist, dass man rechtzeitig in ein neues Fahrrad investiert. Dann macht man seinem Schutzengel nicht so viel Arbeit. Fahrt schön vorsichtig und falls ihr auch solche Bilder oder Geschichten habt, sendet sie uns.

Epilog zu unserer „Vuelta a Cuba“

Wir sind wieder zu Hause. In Kuba hatten wir in 13 Tagen 2,5 Stunden Internet. Zu Hause ist Internet kein Thema und wir können eine Karte unserer Vuelta posten. Kuba ist ein sehr großes Land. Alleine von Havanna bis Santiago de Cuba sind es mehr als 1.300 Kilometer. Mit unserer Vuelta haben wir die Mitte dieses schönen Karibikstaates ein ganz klein wenig kennen gelernt.

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Wir sind 875 Kilometer durch Kuba geradelt. Unsere 25 mm Rennradbereifung war völlig ausreichend. Das heißt, die Straßen auf Kuba waren sehr gut.

Das Land war für uns sehr befremdlich. Kuba ist extrem arm. Im absoluten Zentrum von Havanna, gegenüber vom Kapitol …

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… haben wir dieses „Baumhaus“ aufgenommen.

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Ach ja, im Spiel Monkey Island sieht man ja öfter Hühner. Dies ist auch auf Kuba der Fall. Ständig sieht man Hühner und was gibt es überall und immer zu essen? Richtig, Pollo, also Huhn. Ich sage es ja, verrückte Insel.

Wir haben viele Menschen ohne Neugier und mit leerem Blick gesehen. Wir haben aber auch Menschen getroffen, die mit großer Überzeugung daran glauben, dass jetzt ein neuer besserer Sozialismus geschaffen wird. Eines ist aber auch sicher, wenn die Kubaner Musik haben, dann stimmen alle Klischees. Sie tanzen und singen und das verdammt gut.

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Abschließen möchte ich mit der Bestätigung eines weiteren Klischees. Ja, die Kubaner lieben ihre Zigarren.

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Shininghotel und Zuckerrohr

Am Ende der 7 Kilometer Sackgasse in Banos del Elguea in Kuba, im absoluten Nirgendwo bogen wir um die letzte Ecke und sahen einen riesigen Parkplatz mit genau einem Auto und ein gut aussehendes Hotelportal.

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Ein Türsteher begrüßte uns. An der Rezeption nickte man uns freundlich zu. Ja, man hätte noch ein Zimmer frei. Es war nicht nur ein Zimmer frei, es waren Hunderte. Das ganze Hotel war mit unendlich viel Personal ausgestattet und komplett in Betrieb. Die Bar, das Restaurant, der Pool und natürlich auch Tennis, Sauna und Massagen waren möglich. Irgendwann fanden wir heraus, dass das Auto einem Tschechen gehörte. Das Hotel hatte also genau drei Gäste.

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Wir wandelten durch die leeren Zimmerfluchten und fragten uns, wie das alles funktionieren kann. Der Tscheche verzichtete auf das Abendbrot, so dass wir die Kellner und die Küche alleine beschäftigten. Nachts wurde gegen 22 Uhr das Wasser abgestellt. Das war prima, denn so waren die tropfenden Wasserhähne kein Problem mehr. Alles hier machte den Eindruck eines Lost Places mit Lost Staff. Wir hätten uns nicht gewundert, wenn Jack Nicolson aus Shining mit seiner Axt an die Tür klopfen würde.

So ist Kuba. Man hat hier bestimmt 100 Leute beschäftigt. Es kommen zwar keine Gäste, aber das Personal wartet halt. Einer von ihnen kannte einen, der eine Zange hatte und so konnten wir auch unsere lockere Speiche festziehen. Probleme lösen sich. Super.

Wir erreichten Varadero und waren in einer absoluten Touristenhochburg. Wir blieben zwei Nächte und genossen, wie unser Deichbiber, den Strand

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Kuba ist die Insel des Zuckerrohrs.

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An den Straßen pressen die Kubaner das Zuckerrohr aus, …

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… geben Eis dazu und verkaufen diesen Saft als Jugo de Caña für 1 Peso, die Währung für die Kubaner. Für Radfahrer ideal.

Unser letztes Etappenziel war dann wieder Havanna.  Diesmal nahmen wir den Zug, den Hershey- Train.

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Wir glauben, dass dies die einzige elektrifizierte Eisenbahnverbindung in Kuba ist. Ungefähr in der Mitte der schaukelnden Strecke  befindet sich Hershey. Hier warten schon die fliegenden Händler und man kauft sich für 10 Peso eine Pizza oder für 2 Peso einen Kuchen.

Ein paar Kilometer weiter war dann Schluss. Es gab Probleme mit der Elektrizität. Alle stiegen aus und man läuft auf den Schienen bis zur nächsten Straße. Unten hilft Martin aus Tschechen Susanne beim ausladen unserer Räder. Man achte auf die Höhe der Bahnsteigkante :-).

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Das ist Kuba- verrückte Insel. Morgen fliegen wir wieder nach Hause und dann werden wir die vielen Eindrücke verarbeiten. Falls es Hinweise oder Fragen gibt, nur zu (entweder als Kommentar zum Blog oder an info@jedes-jahr-ein-treffer.de

Wenn wir zu Hause sind, werden wir unsere GPX-Tracks (Pssst, Navigationsgeräte sind auf Kuba verboten.) auswerten und dann noch einen letzten Beitrag schreiben. Danke für euer Interesse – Finito und Adios Cuba.

Vom Netzwerken, einer Panne und Unsicherheit

Susanne kommt echt mit einem blauen Knie davon. Wenn sie stürzt, hat die Straße Schorf. Puh, was für ein Glück.

Wenn wir am frühen Nachmittag eine Casa suchen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Man kann sich von den Schleppern fangen und zu einer Casa bringen lassen. Das ist nicht unser Ding.

Wir lassen uns in der Casa vom Vortag einen Tipp geben und dann suchen wir gezielt. Ist man länger unterwegs, trifft man andere Individualtouristen. Dann tauscht man sich aus. Gute Casas werden weiterempfohlen und wenn man nur eine Visitenkarte hat und sie nicht weggeben will, lässt man sie halt abfotografieren.

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So weiß man im kommenden Ort schon Bescheid.

Toll ist es auch, wenn man manche Pärchen mehrfach trifft. So wurden wir gestern mitten auf der Plaza in deutsch von einem holländischen Pärchen  angesprochen, welches wir vor fünf Tage auf dem Weg nach Cienfuegos getroffen hatten. Nun mussten wir uns gegenseitig erzählen, was wir in den letzten Tagen erlebt haben. Unbezahlbar.

Von Santa Clara wollen wir Richtung Varadero radeln. Dazwischen ist viel touristisch unerschlossenes Land. So  ließen wir uns zu einem Weg und einer Übernachtung in Baños de Elguea an der Nordküste in gut 100 Kilometern raten. Weiß der Geier, ….

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… es lief zu gut. Pling, wir kannten das Geräusch schon, eine Speiche an Susannes Hinterrad war 60 Kilometer vor dem Tagesziel gerissen. Wie üblich, haben wir Ersatzspeichen dabei. Leider hatte ich bei der Werkzeugselektion etwas vergessen. Der kleine Schlüssel zum Festziehen der neuen Speiche oder eine Zange lagen nutzlos und zu weit weg in Magdeburg in einem Schrank. Trotzdem ersetzte ich die Speiche. Übrigens kann man die Speichen gut nach Gehör festziehen. Wenn alle gleich klingen, dann ist es schon fast perfekt und genau das bekamen wir nicht hin.

Irgendwann ließen wir es gut sein. Susannes Hinterrad eierte so stark, dass selbst das Öffnen der Bremse nicht genügte. Der Bremsbowdenzug war schnell gelöst und so gab es das zweite Bremssystem nicht mehr. A la riba war das kein Problem aber a la bajo?

Die Idee war nun die Kubaner um Hilfe zu bitten. Man sieht sie ja permanent beim Reparieren. Allerdings reparieren sie einen Truck, einen Trecker oder mindestens ein Motorad. Als wir sie ansprachen, stürzten sie sich sofort hilfsbereit auf unsere im Verhältnis zu einem Trecker fragilen Räder. Wir bekamen Angst, dass die groben Hilfsversuche mehr schaden. Dann fragten wir nur noch nach einer Zange. Zange heißt übrigens Pinza. Dass wir da nicht selber drauf gekommen sind. Leider hatten wir kein Glück. Nachdem wir durch die mehrfachen Reparaturversuche, die ja bei den Kubanern auch immer mit großem Palaver verbunden sind, mehr als zwei Stunden verloren hatten, akzeptierten wir das Eiern und legten den Fokus auf unser Tagesziel.

Als wir 103 Kilometer geschafft hatten, drei mehr als kalkuliert, wies uns ein Schild auf eine absolute Nebenstraße. 7 weitere Kilometer sollen es nun noch sein. Alle Dörfer hier in der Gegend bestanden aus ärmlichen Hütten. Das Hotel war unsere einzige Chance. Wir hatten keine Alternative. Die Speichenaktion hat Kraft gekostet, so dass doch eine gewisse Unsicherheit über unsere Gesamtsituation in der Luft lag. Was ist, wenn das Hotel gar nicht offen hat? Was, wenn es voll ist?

Wir schauten die schnurgerade Nebenstraße entlang und sahen nichts als Landschaft. Was würden wir am Ende der 7 Kilometer langen Sackgasse vorfinden?

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Leere Autobahn und Ches größter Sieg

Das Wichtigste zuerst. Susanne geht es so gut, dass wir nach Santa Clara mit dem Rad fahren konnten. Unterwegs überquerten wir die Autobahn.

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Während der kubanischen Revolution gegen das Batista-Regime wurde die strategisch wichtige Stadt Santa Clara am 31. Dezember 1958 von einer Guerilla-Einheit unter dem Kommando von Che Guevara eingenommen. Eine kleine Einheit von nur 18 Männern hatte zuvor, am 29. Dezember, mit einem Bulldozer Eisenbahnschienen zerstört und so einen Zug, bestehend aus zwei Lokomotiven und 18 Wagen, zum Entgleisen gebracht.

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Beladen war der Zug mit 408 Männern (Offizielle und Soldaten), Kanonen, Granatwerfern und Gewehren von Batista. Nach eineinhalb Stunden hatten die Revolutionäre gesiegt. Ein grandioser Sieg, der die Batista-Soldaten demoralisierte.
Nach zweijährigem Guerillakampf gegen die zahlenmäßig weit überlegene und von den USA unterstützte Batista- Armee in den Bergen der Sierra Maestra war nun der Weg in die Ebene und damit nach Havanna frei.
Die Einnahme Santa Claras gilt als größte militärische Leistung Che Guevaras.

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Keine 12 Stunden später floh der verhasste Diktator Batista und die Revolution hatte gesiegt.
Als man in den 1990-ern Ches Gebeine in Bolivien fand, baute man ihm in Santa Clara ein Mausoleum und überführte ihn nach Santa Clara.

Heute blühen auf der Plaza Major die Bäume und natürlich hört man überall Musik.

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Wir hatten schon vor mehreren Tagen eine Visitenkarte von einer Unterkunft erhalten. Diese war voll und wie üblich wurde sofort telefoniert. Kurze Zeit später stand ein Mann mit einem modernen Auto vor uns und meinte wir sollten folgen. So fuhren wir einige Straßenzüge hinter dem Auto her und erreichten eine wirklich schöne Casa. Der Hausherr sprach ein perfektes Englisch und schwärmte von seinem Land und der sozialistischen Zukunft. Es gibt sie also doch noch. Übrigens hätten wir beinahe Internet gehabt. Vor ein paar Tagen ging es noch und gerade jetzt hätte er kein WLAN, da er gerade auf das superschnelle Internet umgestellt wird.

Übernachtung: Casa particular: Hostel Familia Sarmiento Lorda #61-1 e/Marti y Boulevard, Santa Clara, Villa Clara, Cuba

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Über Kaffee, einen Unfall mit Pferd und die Zeit

„Miss Ochun“ ist ein geeister Kaffee mit braunem Rum, Bananenlikör, Milchkreme und Honig. „Miss Ochun“ bekommt man bei Don Pepe in Trinidad, der besten Kaffeebar der Karibik.

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Unser Deichbiber hat sich dort sehr wohl gefühlt. Nach Trinidad war Sancti Spiritus unser Ziel.

Wir können als Radfahrer das Verhalten von Autofahrern ganz gut einschätzen. Leider mussten wir heute auf dem Weg nach Sancti Spiritus die Erfahrung machen, dass dies auf Pferde noch nicht zutrifft. Je weiter man in den Osten Kubas kommt, desto mehr sieht man  Pferde und Pferdefuhrwerke aller Bauarten. Unmittelbar vor mir stellte sich plötzlich ein Pferd quer und scheute. Reflexartig bremste ich. Die Reaktionszeit für Susanne war zu kurz. Sie fuhr auf und stürzte ziemlich heftig. Der kubanische Reiter guckte nur kurz. Als Susanne sich bewegte ritt er seiner Wege. Nachdem der erste Schock überwunden war und die üblichen Radfahrerverletzungen an Knie und Handgelenk diagnostiziert waren, schnitten wir einen Socken in Streifen. Diesen zogen wir über das Knie und gaben immer wieder Wasser zur Kühlung darüber. Da die Beweglichkeit gegeben war, ging es weiter. Wir hatten also noch Glück im Unglück.

Nach dem Schreck gibt es zum Runterkommen ein Foto von einem blühenden Mandelbaum vor Palmen vor Gebirge vor Wolken.

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Kuba ist übrigens ein Land, welches Fußgängerwege und Bushaltestellen hat. Wenn ihr mögt, könnt ihr ja mal im Urlaub darauf achten. Das ist nicht in jedem Land selbstverständlich. Wir nutzen die Bushaltestellen gerne zum Pausieren. Dann beobachten wir die Menschen. Die Zeit hat hier auf Kuba eine andere Geschwindigkeit. Überall warten die Menschen und das oft stundenlang. An Bushaltestellen und eigentlich an allen Kreuzungen warten die Menschen auf Mitfahrgelegenheiten. Sie warten, wenn wir ankommen und freuen sich über die verrückten Fahrradfahrer aus Alemania und warten weiter, wenn wir wieder losfahren.

Auf einem Kirchturm in Sancti Spiritus…

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… trafen wir einen Uhrmacher aus Havanna.  Er reparierte gerade die Kirchturmuhr. Kirchturmuhren waren die ersten Zeitzähler für das einfache Volk.

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Ist das nicht tolle Mechanik?

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Ja, die Zeit vergeht in Kuba anders. Das komplette Land scheint im Wartemodus zu sein. In jedem Fall gibt es während des Wartens ganz viel Musik. Ständig hört man Rhythmen. Hier auf dem Kirchturm hörten wir mitreißende Kirchenmusik direkt aus dem Kirchenschiff die sich mit den Salsa- Rhythmen einer Band auf der Plaza Major vermischten. Eine unglaubliche Stimmung.

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Übernachtung in: La Casa Azul Calle Maceo No 4 Sur e/ Avenida de los Martines y Doll, Sancti Spiritus, Tel. 053-41-324336

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