Die Sache mit den Bären

Also, in Alberta und British Columbia dreht sich ganz viel um Bären. Es gibt Denkmale mit Bären.

Es gibt Elektromatten, so richtig mit Strom und Schlag und so. Rad- und Autofahrer müssen darüber fahren. Bitte nur nicht den Fuß absetzen.

Alle Mülltonnen sind mit einem bärensicheren und gelegentlich auch Traumradler sicheren Verschluss gesichert.

Ok, das ist viel Marketing, aber gibt es denn die Bären wirklich? Wir wollen auch einen Bären sehen.

Dahinten stehen ganz viele Pickups am Straßenrand. Ob da ein Bär ist? Ach nein, da ist ein Columbian Ground Squirrel, ein Columbian Ziesel oder halt Erdhörnchen.

Ein paar Meter weiter kam während das Fotoshootings die Mutter aus dem Bau und stieß hohe Pfeiflaute aus. Unser Model antwortete, rannte aber nicht weg. Der Kleine ist doch ganz süß, oder?

Hey, dahinten bewegt sich was. Das könnte ein Bär sein.

Tatsächlich, ein Bär. Dieser Kumpel ließ uns keine besseren Fotos machen. Nun wissen wir aber, worauf wir achten müssen und halten die Augen offen. Es gibt bestimmt noch bessere Fotos. Versprochen.

Bitte bleibt neugierig.

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Wir sind von Jasper nach Tete Jaune Cache geradelt.

Statistik:
Tageskilometer Tag 7: 106
Tageshöhenmeter Tag 7: 450
Gesamtkilometer: 579
Spenden: 57,90 Euro

Icefields Parkway #2

„Schatz, haben wir eigentlich Winterreifen drauf?“
„Nein.“
„Schatz, haben wir Schneeketten eingepackt?“
„Nein. Wieso fragst du denn im Sommer solche Sachen?“
„Ach, war nur so ein Gedanke.“

Wir schlafen in Saskatchewan River Crossing am Saskatchewan River. Auch hier ist wieder „Landschaft“.

Für eine Übernachtung gäbe auch keine andere Möglichkeit. Beim Frühstück bekamen wir dann noch einen tollen Tipp. An der zweiten Parkfläche hinter der Kurve, neben dem Berg ist ein nicht ausgeschilderter schöner Wasserfall.

Wir haben ihn gefunden. Danke, liebe Franziska für den Tipp.

Langsam und gemächlich klettern wir wieder auf über 2.000 Höhenmeter. Da kann man Gletscher gucken.

Auf der einen Seite wird der Gletscher Jahr für Jahr kleiner. Auf der anderen Seite fahren die Kanadier mit Bussen und LKW die Touristen auf dem Gletscher spazieren. Das ist verrückt. Wir verzichteten auf das Herumlaufen auf dem Gletscher und bewegten uns muskelgetrieben talwärts zu den Sunwapta Falls und nach Jasper.

Ob wir wohl Bären gesehen haben?

Bitte bleibt neugierig.

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Statistik:
Tageskilometer Tag 5 und 6: 175
Tageshöhenmeter Tag 5 und 6: 1.900
Gesamtkilometer: 473
Spenden: 47,30 Euro

Icefields Parkway

Guten Morgen. Wir treten an diesem Sommertag auf unsere Veranda. Wir haben uns für „Beinlinge“ entschieden. Der Blick auf das Thermometer bestätigt unsere Entscheidung. So ist der Sommer.

Wir wollen Gletscher gucken. Unser Weg heißt Icefields Parkway. Der Icefields Parkway beginnt hinter Lake Louise und endet vor Jasper. Er ist 230 Kilometer lang. Der Parkway gilt als eine der schönsten Fernstraßen der Welt und führt durch die Berglandschaft der kanadischen Rocky Mountains.

Wir hoffen auf ein Foto mit toller Spiegelung vom Bow Lake.

In der Nähe des Bow Summit liegt der Peyto Lake. Dieser See ist extrem azurblau. Das müsste dann ungefähr so aussehen.

Das Wasser des Peyto Lake wird durch Schmelzwasser aus dem Gletscher gespeist. Die Wasserfärbung wird durch feine Gesteinspartikel verursacht, die das Schmelzwasser mitbringt.

Was für Aussichten! Dann lass uns losradeln! Traumradeln 🙂

Bitte bleibt neugierig.

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Statistik:
Tageskilometer Tag 4: 83
Tageshöhenmeter Tag 4: 850
Gesamtkilometer: 298
Spenden: 29,80 Euro

Jugendherbergen und Lake Louise

Wir schaffen es immer wieder in Gegenden zu radeln, in denen es nur wenige oder sogar keine Unterkünfte gibt oder es doch sehr „hochpreisig“ zugeht. Dem sind wir auch in diesem Jahr treu.

Banff, Lake Louise, Jasper sind klangvolle Namen und echte „Touriorte“. Und wir mitten drin.

So kam Frau Traumradlerin auf die Idee einer Jugendherbergsmitgliedschaft. Vor vielen Jahren ließen wir still und leise unsere DJH-Mitgliedschaft auslaufen. Und nun sind wir wieder Neumitglied :-).

Natürlich haben wir unsere Mitgliedsausweise zu Hause vergessen. Das war aber nicht schlimm, denn der DJH- Service schickte uns den Mitgliedsnachweis per Mail. Danke schön.

Nun stehen wir nach knapp 60 Radkilometern mittags in Lake Louise vor einer superschönen idyllisch gelegenen Jugendherberge.

Wir können noch nicht ins Zimmer, also essen wir erst einmal lecker und rustikal im angeschlossenen Restaurant. Unsere Taschen verstauen wir im „locker room“. Dann machen wir uns mit leichtem Gepäck auf den Weg zum höher gelegen Lake Louise.

Ein klein wenig waren wir noch in der Mitteleuropäischen Zeit und nach einem langen Tag an der frischen Luft störte es uns gar nicht, dass wir zu fünft im Zimmer waren.

Morgen geht es richtig in den Banff Nationalpark und auf den Icefields Parkway.

Bitte bleibt neugierig.

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Statistik:
Tageskilometer Tag 3: 72
Tageshöhenmeter Tag 3: 600
Gesamtkilometer: 215
Spenden: 21,50 Euro

Traumradler crossing the Rockies

Von Calgary radelten wir auf dem Bow Valley Trail bis Banff.

Auf dieser Tour wird nicht so viel Geschichte oder Kultur zu erradeln sein. Dieses Jahr werden wir Landschaft sehen und zwar nicht zu knapp. Vor uns liegen die Rocky Mountains.

Ein sehr frischer Wind weht. Alles fühlt sich wie an einem klaren Wintertag an. Rockies, wir kommen!

Uns geht es gut. Wir werden für jeden Kilometer, den wir durch diese atemberaubende Landschaften radeln …

…. 10 Cent für Familien spenden, die in schwierigen Lebenslagen oder Krisen geraten sind. Das Familienhaus in Magdeburg hilft genau dort, also wird unsere Spende an das Familienhaus gehen.

Wir mögen Statistik und nun haben wir auch einen Grund, unsere Kilometer zu zählen.

Statistik:
Tageskilometer Tag 2: 95
Tageshöhenmeter Tag 2: 670
Gesamtkilometer: 143
Spendenstand: 10 Cent 143 = 14,30 Euro

Unsere GPX-Tourdaten und eine interaktive Karte ergänzen wir nachträglich am heimischen PC. Vielleicht möchte ja jemand die Tour nachradeln 😉.

Morgen geht es an den Lake Louise, einem UNESCO Weltkulturerbe. Wir freuen uns schon. Wir machen Fotos, versprochen.

Bitte bleibt neugierig.

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First Nations

In Calgary fielen uns zwei Denkmale auf. Beide erinnern an die First Nations, wir würden Indianer sagen. Zwischen den Wolkenkratzern werden die ehemals in Massen wildlebenden Büffel dargestellt.

Man schätzt, dass vor Ankunft der europäischen Siedler ca. 30 Millionen Bisons in Nordamerika lebten. Der Bestand ging bis zum Ende des 19. Jahrhunderts durch extreme Bejagung auf nur noch ca. 1.000 Tiere zurück.

Nicht weit davon steht vor einem Wolkenkratzer Sitting Eagle, Häuptling der Nakoda.

In Downtown einer modernen Millionenstadt ist für uns klar, die Indianer hatten gegen die Einwanderer nie eine Chance.

Calgary liegt am Bow River. Die Skyline ist beeindruckend.

Wir folgen dem Bow Riwer Pathway und radeln auf perfekter Infrastruktur nach Westen.

Ob wir bald die Rocky Mountains sehen?

Bitte bleibt neugierig.

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Calgary Stampede

Die Calgary Stampede ist eine Landwirtschaftsausstellung. Die Stampede gilt als die größte Rodeoshow der Welt. Sie wird auch als „The Greatest Outdoor Show on Earth“ bezeichnet.

So hieß uns dann Calgary auch willkommen. Na, das kann ja toll werden. Dann schob Frau Traumradlerin unsere Räder zum Bus nach Calgary Downtown.

Eigentlich hätten wir die Räder gleich zusammen gebaut, doch es regnete heftig und 10 kanadische Dollar für den Bustransfer zum Hotel waren auch ok. Im Hotel konnte ich dann die Räder für unsere Kanada-Traumradeltour ganz entspannt zusammen bauen.

Übrigens, so passen die Räder in die Kartons. Die Kartons überlassen uns die Fahrradhändler der Heimatstadt gerne.

Etwas „gejetlagt“ ging es am nächsten Morgen zur Parade der Stampede.

Zwei Stunden lang zogen Musikkapellen, hunderte Pferde mit und ohne Cowboys, indianische Tänzer, Royal Canadian Mounties, Clowns und toll geschmückte Fahrzeuge und Kutschen an uns vorbei.

Dann setzten wir uns auf die Räder und suchten den Bow River. Noch nie vorher im Leben waren wir so weit im Westen. Mal schauen, wohin uns unsere Räder tragen?

Bitte bleibt neugierig.

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Doctor Who, die am längsten laufende Serie der Welt

Wir fahren gerne Fahrrad. … wir gucken aber auch gerne kultige Serien.

2016 entdeckten wir in Glasgow diese blaue Polizei-Zelle:

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Wir dachten sofort an die „Tardis“.

Britischen Polizei-Zellen hatten außen ein Telefon für die Bürger. Die Bürger konnten damit die Polizei rufen. Im Inneren hatten die Polizisten ebenfalls ein Telefon, um Kontakt zur nächsten Polizeistation aufzunehmen. Sie konnten Straftäter im Inneren festsetzen oder konnten auf Strafverzeichnisse oder Erste-Hilfe-Ausrüstung zugreifen.

Ist „Tardis“ inzwischen Allgemeinwissen? Gleich wird es etwas Dr. Who- und Game of Thrones-nerdig.

Die Tardis (Time and relative Dimension in Space) ist die Zeitmaschine von „Doctor Who“. Wegen eines Defektes der Tarneinrichtung sieht sie exakt wie eine blaue Polizei-Zelle aus.

Doctor Who ist die am längsten laufende Fernsehserie der Welt. Diese britische Science-fiction-Serie wird seit 1963 bis heute produziert. Sie ist in die Pop-Kultur eingegangen.

Vor ein paar Tagen schauten wir die zwölfte und letzte Folge der 9. Staffel „Doctor Who“. In der Folge „Hell Bent“ sagte Maisie Williams, die in Game of Thrones Aria Stark spielte, zum Doktor: „Wir beide wissen, dass der Sommer nicht ewig dauern kann.“ Sofort dachten wir an den Spruch aus Game of Thrones „The winter is coming“. Wir mögen solche Anspielungen.

Und hier ist ein Foto einer blauen Polizei-Zelle auf der Earls Court Road aus London.

Ob wir damit mal eben durch Raum und Zeit reisen?

Welche Zeit und an welchen Ort würdet ihr besuchen?

Bitte bleibt neugierig.

zu einem Drehort von Game of Thrones?

Unsere salzige Tour

Gigantische Abraumberge des Kalibergbaus sind nördlich von Magdeburg als Landmarke weithin sichtbar. Die höchste Abraumhalde heißt Kalimandscharo. Der Kalimandscharo erhebt sich ca. 120 Meter über dem Gelände.

Mit Freunden erkundeten wir auf eine Führung diese Welt. Nach einem ca. 3 Kilometer langen Aufstieg erreichten wir das Gipfelplateau.


40.000 Tonnen neuen Abraum setzt der „Absetzer“ hier jeden Tag ab. So wird der Kalimandscharo bis auf ca. 150 Meter anwachsen. Verrückt.

Das geförderte Salzgestein hat im Durchschnitt 10,6 % Kalisalzanteil. Unter 8 % wäre es nicht mehr förderwürdig. (Danke Ronny für den Hinweis.) In riesigen Becken wird dann das Nutzsalz ausgewaschen. 4,2 Kilometer Förderband befördern ununterbrochen den Abraum auf die Halde.

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Zwei Kalikumpel führten uns. Einer zeigte uns, dass der Abraum nass ist. Diese Nässe ist auch die Antwort auf meine Frage, warum man den Abraum nicht wieder zum Verfüllen der geschaffenen Hohlräume unter Tage nutzt. Salz ist hygroskopisch und Feuchtigkeit ist der Untergang eines jeden Schachtes, erklärte der Kumpel.

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Nach ca. 3 Stunden kamen wir nach unserer „salzigen Tour“ wieder am Fuße der Halde an. Es war beeindruckend. Danke für das Zeigen.

Salz bedeutet Leben. Bitte bleibt neugierig.

Friedensfahrtmuseum – Salzländer Kulturstempel #36

Neulich brachte mich meine kleine Radrunde nach Kleinmühlingen. Wer kennt es nicht? Eigentlich wollte ich nur den „Salzländer Kulturstempel #36“ einsammeln.

In Kleinmühlingen gibt es den Kulturstempel wegen des Friedensfahrtmuseums. Ich stand verschwitzt vor dem Museum und wusste, es hat zu. Ich hatte keine Erwartung hinein zu kommen. Da ging die Tür auf und eine Frau bat mich herein. Sie hätte mich gerade auf der Landstraße überholt.

Was soll ich sagen, ich bekam eine Privatführung. Nebenbei erfuhr ich, dass die nette Frau aus Hamburg stammt und über eine ABM das Museum kennen und lieben gelernt hat. Nun ist die Leidenschaft so groß, dass sie heute im Ehrenamt das Museum weiter betreut.

Die Geschichte der Friedensfahrt begann 1948 in der Tschechoslowakai und Polen. Anfangs gab es jährlich zwei Radrennen und demzufolge zwei Sieger. Einmal ging es von Warschau nach Prag und dann umgekehrt. So konnten in beiden Hauptstädten Sieger geehrt werden.

1952 kam die DDR und damit Berlin hinzu. Abwechselnd waren Prag, Warschau oder Berlin die Start- oder Zielorte. Nach 1989 begann der Niedergang der Internationalen Friedensfahrt. 2006 fand nach 58 Austragungen die letzte Friedensfahrt statt.

Im Museum sind viele Radsportexponate zu bewundern. Früher wurden Felgen und Schutzbleche sogar aus Holz hergestellt.

Täve Schur war ein Held der Friedensfahrt. Offensichtlich schrieben auch ganz viele Menschen an Täve. Hier ist ein Blick in den Sack noch ungeöffneter Post. Verrückt.

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Täve ist übrigens immer noch mit dem Rennrad unterwegs. Wir treffen ihn immer wieder und wechseln ein paar Worte.

Wir erinnern uns auch noch sehr gut an die Friedensfahrt. Sie fand im Mai statt und ging über zwei Wochen. Um 19 Uhr gab es dann jeden Tag eine halbe Stunde Zusammenfassung der aktuellen Etappe. Die Friedensfahrthymne ist unvergessen. In manchen Jahren war Magdeburg Start- und Zielort. Dann waren wir Kinder natürlich an der Strecke und jubelten den Rennradsportlern zu.

Draußen am Museum zeigte mir die nette Frau noch das Bild mit Täve, den Siegern der Friedensfahrt und der zum Kult gewordenen steilen Wand von Meerane.

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Olaf Ludwig oder Jens Voigt sind deutsche Friedensfahrtsieger, die ihr vielleicht kennt.

Dieser Besuch in Kleinmühlingen war total schön. Direkt draußen, frei zugänglich vor dem Museum steht der rote Stempelkasten. Ich stempelte und radelte glücklich und mit vielen schönen Eindrücken nach Hause.

Habt ihr auch Erinnerungen an die Friedensfahrt oder an andere Sportereignisse, die euch als Kinder total beeindruckt haben?

Bitte bleibt neugierig.

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