Fahrradfahren in Kanada

Auf den vielen Kilometern, die wir durch Kanada (Alberta und British Columbia) geradelt sind, hatten wir beinahe immer eine breite „Schulter“ am Straßenrand, auf der wir ohne Schlaglöcher und unbedrängt radeln konnten.

Auffällig und sehr gut fühlbar war, dass es zwischen dem Randstreifen und der Fahrbahn oft eine eingeprägte Struktur gibt.

Somit fällt es den Autofahrern, aber auch uns Radfahrern sofort auf, wenn man unbeabsichtigt in den anderen Bereich kommt.

In Kanada darf man maximal 110 km/h, in manchen Provinzen auch nur 100 km/h fahren. Die Limits sind in Kilometer je Stunde ausgeschildert. Obwohl die Geschichte britisch ist und der große Nachbar in Meilen ausschildert sind die Limits in Kilometer je Stunde ausgeschildert. Das hat uns überrascht. Weiß jemand, warum das so ist?

Die Autofahrer halten sich an die Limits und halten auch ganz überwiegend Abstand zu uns Radfahrern. Das ist sehr beruhigend.

In Deutschland erleben wir die Einhaltung von Tempolimits, angemessenen Abstand und Rücksichtnahme leider oft anders. Deutschland ist übrigens neben Afganistan und Nordkorea eines der wenigen Länder ohne Tempolimit.

Highway speed limits europe with indicator colors

Die Rücksichtnahme haben wir nicht nur in den dünn besiedelten Weiten, sondern auch im dichten Verkehr von Millionenstädten erfahren.

In Vancouver haben wir mehrfach erlebt, dass ein bloßes Halten von uns am rechten Straßenrand den Verkehrsfluss auf einer vierspurigen Straße gestoppt hat. Wir wollten uns am Straßenrand klein machen und stille vor der nächsten Kreuzung orientieren. Die kanadischen Autofahrer dachten, dass wir Radfahrer zwischen zwei Blocks die Straße überqueren wollten und hielten höflich an.

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Stellt euch vor, in Berlin, Köln oder Hamburg halten die Autofahrer 80 Meter vor einer Ampel um rücksichtsvoll Fußgängern oder Radlern das Queren der Straße zu ermöglichen. Sehr cool.

Das absolute Stadtzentrum von Vancouver ist für den Autoinduvidualverkehr gesperrt. Hier ist Platz für den ÖPNV, Fußgänger und Fahrradfahrer.

Wie schon berichtet, können die Bürger ihre Räder kostenfrei an den Bussen mitnehmen. Ebenfalls sehr cool.

Fazit: Wir haben uns als Radler in Kanada immer sicher und gut beachtet gefühlt. Es war halt nur manchmal verdammt weit bis in das nächste Dorf.

Bitte bleibt neugierig.

2 Kommentare zu „Fahrradfahren in Kanada“

  1. Nordkorea und Tempolimit ? Wofür ? Sie haben ja nicht mal wirklich viele Autos und wenn, dann brauchen sie auch den Sprit dafür.

    Ich meine das es im Ausland auch deutlich teurer ist, einen Verstoß zu begehen ( ich meine in Kanda oder einem nordischen Land, werden Strafen nach dem Gehalt ausgelobt ). Die Beamten dort sind noch regelmäßig im Verkehr anwesend und werden auch als Respektperson geachtet. Hier in der BRD ? Fehlanzeige.

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  2. Als wir einmal von kanadischen Gastfreunden chauffiert wurden, kamen wir an eine Kreuzung – vier gleichrangige Straßen. Kein Verkehrsschild! Auf 3 Straßen kamen gleichzeitig Autos.
    Wir erstarrten. In Deutschland würde das oft genug nach dem Motto ablaufen „Treffen sich 2 Autofahrer – xxxxyyyyzzz“.
    Unglaublich dort – gegenseitiges Orientieren, Fahren, Passieren – vorbei. Wir wundern uns heute noch.

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