Diese Woche entdeckten wir das Gefahrenzeichen „Achtung Hühner“.
Wer sein Federvieh liebt, der schützt es. Gut, dass es so ist. In unserer kleinen Serie stießen wir schon auf die Gefahren durch Pferdegespanne, Schafe und Wildwechsel. Ob es noch mehr tierische „Gefahrenzeichen“ gibt?
Für diejenigen, die mehr über Hühner wissen möchten, wie wäre es mit diesem mehr als 100 Jahre alten Vierzeiler von Joachim Rngelnatz:
Ein Huhn, das fraß, man glaubt es kaum, ein Blatt von einem Gummibaum, dann ging es in den Hühnerstall, und legte einen Gummiball.
Wir wünschen ein schönes Wochenende und bitte bleibt neugierig.
In den Gebäuden des ehemaligen Schönebecker Gas- und Elektrizitätswerkes wurde 2013 das Schönebecker Industriemuseum eröffnet. Das Museum nutzt das besonders schöne 1908 im Jugendstil errichtete historische Maschinenhaus.
Elektrotechnik (Quecksilberdampfgleichrichter), Metallverarbeitung, Traktoren und Sprengstofftechnik sind die Schwerpunkte des iMUSEt (Industrie Museum Schönebeck und Erlebniswelt Technik).
Die Sprengstofftechnik spielte in Schönebeck eine große Rolle. 1829 eröffneten Sellier und Bellot eine Zündhütchenfabrik für das preußische Militär. Das daraus hervorgegangene Sprengstoffwerk ist heute ein „lost place“, aber das ist eine andere Geschichte.
Der Stempelkasten befindet sich im Museumsinneren und ist leider nur während der Öffnungszeiten zugänglich. In Coronazeiten können wir dazu gerade nichts schreiben. Davor war das Museum von April bis Oktober geöffnet.
Das große Tor war offen und ich ging um das Gebäude. Eine Tür gab Einlass und einige Vereinsmitglieder waren fleißig beim Filmen. Ein Film für Youtube sollte es werden. Freundlich zeigten sie mir den Stempelkasten. So hatte ich Glück. Vielen Dank dafür.
1. Mai 1886, in den USA streikten Arbeiter für den Achtstundentag. Es kam zu Unruhen und Toten.
Drei Jahre später, auf dem Gründungskongress der Zweiten Internationale, wurde der 1. Mai zum Gedenken an die Opfer als „Kampftag der Arbeiterbewegung“ ausgerufen.
Auch heute sind Solidarität und Gemeinschaft wichtig. Falls ihr Fotos mit Schildern zu dem Thema habt, würden wir uns darüber freuen.
Für Mitte April ist es sehr kalt. Im Salzlandkreis rütteln unsere Räder über die alte Kopfsteinpflasterstraße, die uns am Rand von Westeregeln zur „Alten Ziegelei“ bringt. Seit 1803 gibt es diese Ziegelei. Selbst vor dieser Zeit wurde hier schon Gips gebrannt.
Das Tor ist verschlossen und wir schauen über den Zaun.
2013 waren wir letztes Mal hier. Wir kamen wegen eines Geocaching-Events. Damals hatten wir sogar eine tolle Führung mit vielen Menschen. Das ist aktuell irgendwie nur schwer vorstellbar.
In langen Reihen stehen Regale zum Trocknen der Ziegel.
Für den Transport sind Ketten durch den Saal gespannt.
An den Ketten hängen Transportgondeln für je vier Ziegel. Wir mögen solche Technik.
Entlang der ehemaligen Grenze erinnern große Schilder an die Teilung Europas.
bei HohnslebenBrockenzwischen Beendorf und HelmstedtHeerstraße in Berlin
Wir freuen uns über jedes dieser Schilder und das Gefühl, einfach vorbeizugehen oder vorbeizurollen. Wann habt ihr das letzte Mal ein solches Schild gesehen? Erinnert ihr euch daran?
Wenn wir durch unsere Umgebung radeln, finden wir Schilder, die auf die preußische optische Telegrafenlinie hinweisen.
Station 11, ZiegelsdorfStation 15, Hohendodeleben
Die Preußen waren sich ihrer westlichen Provinzen am Rhein nicht sicher. Sie dachten damals auch anders als unsere Regierung. Die Preußen wollten die schnellste und beste Infrastruktur besitzen.
So bauten sie durchschnittlich alle 11 Kilometer von Berlin bis Koblenz optische Telegrafenstationen.
Die Stationen standen auf erhöhten Punkten. Das heißt, es musste Sichtkontakt zwischen den Stationen bestehen. Oben auf den Stationen gab es ein Holzgestell mit sechs „Winkarmen“.
Station 18, Neuwegersleben
Jede Stellung der Arme hatte eine Bedeutung. Diese Stellung wurde von Station zu Station optisch weitergegeben. So konnte der Kaiser in eineinhalb Stunden eine Nachricht von Berlin nach Köln übermitteln. Das war im Vergleich zu einer Depeche per Pferd eine unglaubliche Geschwindigkeit. Wir sehen das coolste Handy der damaligen Zeit. Wir finden das großartig.
Die meisten Stationen gibt es heute nicht mehr. Aber Schilder kann man noch häufig finden. Gibt es in eurer Nähe auch ein Schild oder sogar noch eine Station? Wir freuen uns immer über Fotos.
Bitte habt einen schönen Sonntag und bleibt neugierig.
In Hoyerswerda wandelten wir auf Gundermanns Spuren. Wir können die schöne Melancholie in seinen Texten nachvollziehen:
man konnte hier klaus oder janek heissen das war egal warn alle nur teig fürs waffeleisen das war egal dick oder doof schnell oder arm das war egal hier war ja nur ne maschinistenfarm das war egal hier in hoywoy
die wecker klingeln hier früh um vier alle zugleich am zahltag gabs immer radeberger bier für alle gleich und schlief der janek mit der frau vom klaus alles gleich das fiel nicht weiter auf hier sehn ja alle aus wie klaus alle gleich hier in hoywoy
Natürlich besuchten wir Feuersteins Musikpalast.
nur eins war seltsam hier gleich hinter dem ortseingangsschild war es plötzlich ganze vier grad wärmer und der wind so mild ich riss mein helmvisier hier immer weit auf weil ich nicht mehr so fror du lachtest hinter mir und die kinder krochen kichernd unter der seitenwagenplane vor
nur eins war seltsam hier gleich hinter dem ortseingangsschild war es plötzlich ganze vier grad wärmer und der wind so mild ich riss mein helmvisier hier immer weit auf weil ich nicht mehr so fror du lachtest hinter mir und die kinder krochen kichernd unter der seitenwagenplane vor
das war hoywoy das ist hoywoy aber nur für uns
Warum „Feuerstein“? Alle lebten vom Braunkohletagebau und die Braunkohle war der Feuerstein.
Es gibt viele tolle Organisatoren und Vereine. Mit Engagement und Herzblut stellen sie für uns Veranstaltungen auf die Beine. Durch die Pandemie ist alles in Frage gestellt. Wir hatten 2019 bei der Schneeglöckchenrunde in Ortrand (Lausitz, Brandenburg) viel Spaß.
Die Schneeglöckchenrunde wird dieses Jahr auch wieder angeboten, virtuell. Wir haben uns für die kleine 40 Kilometerrunde angemeldet und hatten in unserer Heimatzone einen schönen Tag.
Als Belohnung gab es einen Funktionsschal und ein grünes Porzellan-Schneeglöckchen. Bimmelt echt schön.
Liebe Organisatoren, vielen Dank für euer Engagement.
Habt ihr auch schon mal an einem virtuellen Lauf oder Rennen teilgenommen und damit das Event unterstützt?
„Schatz, bis zum 31. März kann man für 2021 noch teilnehmen. So ein silbernes Schneeglöckchen für eine 70-Kilometerrunde wäre doch auch hübsch. Hast du Samstag schon was vor?“
Das Verkehrszeichen 101-10 ist ein Gefahrenzeichen. Es zeigt Flugbetrieb an. Übernachtungen an der Ostsee sind verboten, aber nach Mallorca fliegen ist fein. Verrückte Zeit.