von, über und nach Gottesgnaden

Gottesgnaden ist eine Insel. Diese Insel wird von der Saale umflossen und ist Teil der Stadt Calbe. In Calbe bewundern wir den stolzen Roland. Er steht mit blankem Schwert auf dem Marktplatz. Der Roland ist ein Ritter, der für städtische Freiheit, das Marktrecht und eine eigene Gerichtsbarkeit steht.

Roland von Calbe
Roland von Calbe

Gerne drücken wir den Salzländer Kulturstempel #17 in unser Stempelheft.

Nach Gottesgnaden kommen wir mit Hilfe einer Gierfähre. Fährmann, hol über!

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Eine Gierfähre hängt an einem Drahtseil, das sich vor der Fähre aufteilt. Ein Seilende ist am Bug und ein Seilende am Heck der Fähre befestigt. Verkürzt man ein Seilende und verlängert man das andere, verändert man den Anstellwinkel der Fähre zum Strom. Der Druck des anströmenden Wassers drückt die Fähre dann an das andere Ufer. Das Drahtseil wird im Fluss verankert und für die anderen Schiffe mit Bojen markiert.

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Ja, so haben wir das in Calbe gesehen. Die Gierfähre bringt uns ohne Motorkraft auf das andere Ufer.

Norbert von Xanten, Erzbischof von Magdeburg gründete 1131 das Stiftskloster Gottesgnaden. Es wurde groß und mächtig. Im 16. Jahrhundert verlor es während der Glaubenskriege an Bedeutung. Heute ist nur noch die kleine Hospitalkirche St. Mariae und Johannis in einem verwunschen anmutenden Park übrig.

Vor der Kirche finden wir die Salzländer Kulturstempelstelle #18.

Obwohl wir mit dem Fahrrad viel in unserer näheren Umgebung unterwegs sind, kannten wir das schöne Plätzchen von „Gottesgnaden“ noch nicht.

Bitte bleibt neugierig.

mehr Salzländer Kulturstempel

Lenin ist immer noch da

Am 22. April 1870 wurde Wladimir Iljitsch Uljanow in Simbirsk an der Wolga geboren. Als Lenin ging er in die Geschichte ein. Gestern wäre Wladimir Iljitsch Lenin 150 Jahre alt geworden. Schauen wir uns um, treffen wir auf Spuren von Lenin. Da radelten wir nach Oschersleben und trafen Lenin etwas verkitscht in der Ostalgiekantine.

Oschersleben
Lenin weist den Weg

In der Fachhochschule Brandenburg begegneten wir im Treppenhaus ebenfalls dem Genossen.

Auf unserer Tour „Auf nach Balkanien“ unterhielten wir uns mit Herrn Lenin und anderen Genossen, die etwas abgestellt wirkten, auf einem Hinterhof.

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Lenin in Tirana

Egal, wie man zu Lenin steht. Er ist Teil der Weltgeschichte. Der eine oder andere seiner Sprüche ist vielleicht auch bekannt.

„Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser.“

Falls ihr Spuren von Lenin begegnet, freuen wir uns über ein Bild oder einen Kommentar.

Bitte bleibt munter und neugierig.

Übrigens trafen wir auf Kuba auch auf „Lenin“.

 

Corona und Himmelblau

Was haben Corona und Himmelblau miteinander zu tun? Uns ist aufgefallen, dass unser Himmel bei wolkenfreiem Wetter einfach nur himmelblau ist.

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Vor den Pandemiemaßnahmen war unser Himmel über Magdeburg von zwei, vier, sechs oder noch mehr Flugzeugkondensstreifen zerschnitten. Wenn wir das nach der Pandemie wieder so sehen, fügen wir hier ein Vergleichsfoto ein. Jetzt ist unser Himmel bei fehlenden Wolken einfach nur himmelblau.

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Über uns liegt ein Luftkorridor. Ist euch das Fehlen der vielen Kondensstreifen auch aufgefallen? Wird der Flugverkehr wieder dasselbe Niveau erreichen wie vor der Pandemie? Soll der Flugverkehr dasselbe Niveau erreichen wie vor der Pandemie?

Bitte bleibt munter und neugierig.

Schmalspurbahn, Kulturstempel und Frühblüher

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Wir verlassen die Landstraße und nehmen einen Feldweg.

„Gucke mal, hier fährt eine Schmalspurbahn. Ich wusste gar nicht, dass Staßfurt eine Schmalspurbahn hat.“

Da scheppert auch schon eine Elektrolok mit Tempo und leeren Hängern an uns vorbei.

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Diese einmalige 600 Millimeter Feldbahn im E-Betrieb befördert Sodakalk vom werkseigenen Steinbruch in das Sodawerk. Die ca. 2 Kilometer lange eingleisige Strecke wird täglich von zwei Zügen befahren. Großes Kino.

Wir radeln weiter nach Staßfurt und besuchen das Strandsolbad. Dort gibt es auch die Stempelstelle #35 des Salzländer Kulturstempels.

Ende des 19. Jahrhunderts entstand das Strandsolbad durch einen Tagesbruch. Das klare Wasser hat einen hohen Salzgehalt.

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Dieses Freibad ist das einzige Binnensolfreibad in Mitteleuropa und erfreut sich wegen seiner gesundheitsfördernden Wirkung großer Beliebtheit. Aha, wieder etwas gelernt.

Wir verlassen Staßfurt und radeln auf dem Boderadweg entlang der Bode.

Das Frühjahrssonnenlicht fällt durch noch unbelaubte Baumkronen auf den Waldboden. Die kurze Spanne bis zur Belaubung nutzen Frühblüher hektisch. Am Boderadweg finden wir das gelb blühende Scharbockskraut.

Scharbockskraut

Wir entdeckten sogar mitten im Wald diese prächtige Kaiserkrone.

Kaiserkrone

Am Rothenförder Wehr machen wir ganz einsam eine Pause.

Wir wünschen euch Frohe Ostern. Bitte bleibt munter und neugierig.

Hier gibt es mehr zum Salzländer Kulturstempel.

Bettelampeln – umdenken?!

Die Sächsische Zeitung titelt am 8. April „Corona: Ampeltaster werden abgeschaltet“. Dresden will die „Bettelampeln“ abschaffen. Das ist eine gute Idee.

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„Bitte Berühren“ und demütig warten, ob man bei der nächsten oder manchmal erst bei der übernächsten Phase Grün erhält. Das macht keinen Spaß. Von Hygiene schreiben wir gar nicht.

Gibt es in eurer Stadt auch Pläne „Bedarfsampeln“ abzuschaffen? … oder sind sie gar schon umgesetzt. Wenn ja, über einen Kommentar würden wir uns freuen.

Bitte bleibt munter und neugierig.

 

am Wegesrand #2

Gestern radelten wir an unserer Schrote. Die Schrote ist ein kleiner Bach. Uns fiel dieses Grafitti auf.

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Obwohl wir Grafittis oft als Verschmutzung sehen, schmunzelten wir bei dieser „street art“. Ja, wir mögen Wortspiele und ja, wir freuen uns auf den Frühling.

Bitte bleibt munter und neugierig.

am Wegesrand #1