1. Mai 1886, in den USA streikten Arbeiter für den Achtstundentag. Es kam zu Unruhen und Toten.
Drei Jahre später, auf dem Gründungskongress der Zweiten Internationale, wurde der 1. Mai zum Gedenken an die Opfer als „Kampftag der Arbeiterbewegung“ ausgerufen.
Auch heute sind Solidarität und Gemeinschaft wichtig. Falls ihr Fotos mit Schildern zu dem Thema habt, würden wir uns darüber freuen.
Für Mitte April ist es sehr kalt. Im Salzlandkreis rütteln unsere Räder über die alte Kopfsteinpflasterstraße, die uns am Rand von Westeregeln zur „Alten Ziegelei“ bringt. Seit 1803 gibt es diese Ziegelei. Selbst vor dieser Zeit wurde hier schon Gips gebrannt.
Das Tor ist verschlossen und wir schauen über den Zaun.
2013 waren wir letztes Mal hier. Wir kamen wegen eines Geocaching-Events. Damals hatten wir sogar eine tolle Führung mit vielen Menschen. Das ist aktuell irgendwie nur schwer vorstellbar.
In langen Reihen stehen Regale zum Trocknen der Ziegel.
Für den Transport sind Ketten durch den Saal gespannt.
An den Ketten hängen Transportgondeln für je vier Ziegel. Wir mögen solche Technik.
Entlang der ehemaligen Grenze erinnern große Schilder an die Teilung Europas.
bei HohnslebenBrockenzwischen Beendorf und HelmstedtHeerstraße in Berlin
Wir freuen uns über jedes dieser Schilder und das Gefühl, einfach vorbeizugehen oder vorbeizurollen. Wann habt ihr das letzte Mal ein solches Schild gesehen? Erinnert ihr euch daran?
Wenn wir durch unsere Umgebung radeln, finden wir Schilder, die auf die preußische optische Telegrafenlinie hinweisen.
Station 11, ZiegelsdorfStation 15, Hohendodeleben
Die Preußen waren sich ihrer westlichen Provinzen am Rhein nicht sicher. Sie dachten damals auch anders als unsere Regierung. Die Preußen wollten die schnellste und beste Infrastruktur besitzen.
So bauten sie durchschnittlich alle 11 Kilometer von Berlin bis Koblenz optische Telegrafenstationen.
Die Stationen standen auf erhöhten Punkten. Das heißt, es musste Sichtkontakt zwischen den Stationen bestehen. Oben auf den Stationen gab es ein Holzgestell mit sechs „Winkarmen“.
Station 18, Neuwegersleben
Jede Stellung der Arme hatte eine Bedeutung. Diese Stellung wurde von Station zu Station optisch weitergegeben. So konnte der Kaiser in eineinhalb Stunden eine Nachricht von Berlin nach Köln übermitteln. Das war im Vergleich zu einer Depeche per Pferd eine unglaubliche Geschwindigkeit. Wir sehen das coolste Handy der damaligen Zeit. Wir finden das großartig.
Die meisten Stationen gibt es heute nicht mehr. Aber Schilder kann man noch häufig finden. Gibt es in eurer Nähe auch ein Schild oder sogar noch eine Station? Wir freuen uns immer über Fotos.
Bitte habt einen schönen Sonntag und bleibt neugierig.
In Hoyerswerda wandelten wir auf Gundermanns Spuren. Wir können die schöne Melancholie in seinen Texten nachvollziehen:
man konnte hier klaus oder janek heissen das war egal warn alle nur teig fürs waffeleisen das war egal dick oder doof schnell oder arm das war egal hier war ja nur ne maschinistenfarm das war egal hier in hoywoy
die wecker klingeln hier früh um vier alle zugleich am zahltag gabs immer radeberger bier für alle gleich und schlief der janek mit der frau vom klaus alles gleich das fiel nicht weiter auf hier sehn ja alle aus wie klaus alle gleich hier in hoywoy
Natürlich besuchten wir Feuersteins Musikpalast.
nur eins war seltsam hier gleich hinter dem ortseingangsschild war es plötzlich ganze vier grad wärmer und der wind so mild ich riss mein helmvisier hier immer weit auf weil ich nicht mehr so fror du lachtest hinter mir und die kinder krochen kichernd unter der seitenwagenplane vor
nur eins war seltsam hier gleich hinter dem ortseingangsschild war es plötzlich ganze vier grad wärmer und der wind so mild ich riss mein helmvisier hier immer weit auf weil ich nicht mehr so fror du lachtest hinter mir und die kinder krochen kichernd unter der seitenwagenplane vor
das war hoywoy das ist hoywoy aber nur für uns
Warum „Feuerstein“? Alle lebten vom Braunkohletagebau und die Braunkohle war der Feuerstein.
Es gibt viele tolle Organisatoren und Vereine. Mit Engagement und Herzblut stellen sie für uns Veranstaltungen auf die Beine. Durch die Pandemie ist alles in Frage gestellt. Wir hatten 2019 bei der Schneeglöckchenrunde in Ortrand (Lausitz, Brandenburg) viel Spaß.
Die Schneeglöckchenrunde wird dieses Jahr auch wieder angeboten, virtuell. Wir haben uns für die kleine 40 Kilometerrunde angemeldet und hatten in unserer Heimatzone einen schönen Tag.
Als Belohnung gab es einen Funktionsschal und ein grünes Porzellan-Schneeglöckchen. Bimmelt echt schön.
Liebe Organisatoren, vielen Dank für euer Engagement.
Habt ihr auch schon mal an einem virtuellen Lauf oder Rennen teilgenommen und damit das Event unterstützt?
„Schatz, bis zum 31. März kann man für 2021 noch teilnehmen. So ein silbernes Schneeglöckchen für eine 70-Kilometerrunde wäre doch auch hübsch. Hast du Samstag schon was vor?“
Das Verkehrszeichen 101-10 ist ein Gefahrenzeichen. Es zeigt Flugbetrieb an. Übernachtungen an der Ostsee sind verboten, aber nach Mallorca fliegen ist fein. Verrückte Zeit.
Letzte Woche hatten wir schon Spaß mit Flussschildern. Da geht noch was. Wie wäre es mit dem längsten Fluss in Europa?
Der „Reka Wolga“ ist an dieser Stelle schon mal einen Kilometer breit. In der Heimat gibt es natürlich kleinere und auch sehr hübsche Flüsse.
Wir sind auch schon mal über den Jordan gegangen.
Wobei wir auf der anderen Seite nicht wirklich gestorben sind und auch kein Himmelreich gefunden haben. Wir hatten uns den Jordan auch größer vorgestellt. Vielleicht liegt das daran, dass unser Jordan in Schleswig-Holstein und nicht im Nahen Osten lag.
Passend zur Jahreszeit haben wir noch ein Quellenschild.
Habt einen schönen Sonntag und bitte bleibt neugierig.