Diesen Sonntag bleiben wir im militärischen Bereich. In Storkow bei Berlin gibt es einen Bundeswehrstützpunkt, der sich gut beschildert mit Tarnen und Täuschen beschäftigt.
„Das erste Opfer eines jeden Krieges ist die Wahrheit“ (Hiram Johnson)
Wir wünschen uns so sehr, dass der Krieg in der Ukraine schnell beendet wird und niemand mehr tarnen und täuschen muss.
In der Otto- Nuschke- Straße in Tangerhütte fanden wir ein etwa 7 mal 10 Meter großes Mosaik am Giebel eines Wohnblocks. Es wurde vom Berliner Künstler Erhard Schreier 1984 aus vielleicht Millionen Mosaiksteinen zusammengesetzt. Wir meinen, dabei handelt es sich um „sozialistischen Realismus“.
Auf dem Mosaik gibt es viel zu entdecken. Der Eisenwerker mit kleinem Mädchen und eine Bäuerin mit Ferkel stehen groß im Mittelpunkt.
Zu Hause schauten wir uns den Text an.
Der Setzling wird ein Baum Der Grundstein wird ein Haus Und haben wir erst Haus und Baum Wird Stadt und Garten daraus Und weil uns unsere Mütter Nicht für das Leid geborn Haben wir alle gemeinsam Glücklich zu leben geschworn!
Das „Lied vom Glück“ schrieben Bertolt Brecht und Hanns Eisler 1952 für den DEFA-Film „Frauenschicksale“.
Viele solcher Darstellungen wurden nach dem Zusammenbruch der DDR reflexartig getilgt. Schön, dass die Tangerhütter Wohnungsbaugesellschaft das nicht so handhabte. So regt uns das Mosaik heute noch zum Nachdenken an. Gibt es bei euch auch solche Kunst am Bau?