Diese Woche lernten wir eine uns unbekannte Zeitrechnung kennen. Ab 1922, dem Jahr der Vereidigung von Mussolini in Italien, ersetzten die Italiener die Zeitrechnung nach dem Gregorianischen Kalender durch eine neue Zeitrechnung, die Era Fascista, E.F..
Wir entdeckten an einem Wasserreservoir die Jahreszahl Anno 12 Era Fascista. Das bedeutet Anno 1934. Verrückt.
Wir fanden die Tafel an der Amalfiküste südlich von Neapel. Mehr dazu gibt es hier.
Pilgern liegt im Trend. Man muss dafür nicht unbedingt nach Santiago de Compostella laufen. Heute sammelten wir drei weitere Stempel auf dem 116 Kilometer langen Klosterwanderweges im Harz.
Unser Auto parkten wir im Schatten des Münzberges in Quedlinburg. Die Fahrräder montierten wir und radelten den knappen Kilometer bis zum ehemaligen Marienkloster auf dem Münzberg.
Danach ging es auf dem Klosterwanderweg direkt nach Gernrode zu unserem zweiten Tagesstempel.
Inzwischen hatten wir von Wander- und Feldwegen genug, so dass wir uns für die Straße nach Thale entschieden. Dort wartete am Kloster Wendhusen unser dritter Klosterwanderwegsstempel.
Dann fuhren wir zurück nach Quedlinburg. Die Strecke war ca. 32 Kilometer lang.
Wir waren mit Pausen, ein wenig Geocachen und Klöstergucken vier Stunden unterwegs. Die Tour hat uns sehr gefallen.
Im Speiseraum der Jugendherberge Schierke im Harz hängt ein großes Wandbild.
Das Bild stammt aus der Zeit der DDR und wurde auf einer Aluplatte erstellt. Es wurde zu Zeiten, als die jetzige Jugendherberge noch ein NVA-Erholungsheim war, aufgehängt. Das in Schierke neuerbaute NVA-Erholungsheim „An der Bode“ ist am 16. November 1977 eröffnet worden. Am Fuße des Brockens gelegen, bot es mit seinen 240 Betten jährlich mehr als 5000 Urlaubern Platz. Nach der „Wende“ wurde das NVA-Erholungsheim zur heutigen Jugendherberge.
Das Bild soll die vier Jahreszeiten darstellen. Auch ältere Mitarbeiter der Jugendherberge können nicht sagen, wer der Maler ist oder war. Es ist unbekannt, wann das Bild entstanden ist.
Es soll noch mindestens ein weiteres Bild in dieser Art geben. Dieses ähnliche Bild, vielleicht vom selben Künstler, soll sich in der Gegend von Oberhof in einem Hotel o.ä. befinden. Wo genau, wissen wir nicht. Diese Informationen erhielten wir von der Jugendherberge Schierke. Danke schön.
Weiß jemand von euch mehr? Wer ist der Künstler? Wo befindet sich das Bild in oder bei Oberhof? Hat jemand eine Idee, wo man nachfragen könnte?
Wir würden uns, auch über kleine Informationen, sehr freuen.
Pilgern liegt im Trend. Man muss dafür nicht unbedingt nach Santiago de Compostella laufen. Wir haben uns heute für einen Teil des 116 Kilometer langen Klosterwanderweges im Harz entschieden.
Wir parkten an der Autobahnabfahrt in Vienenburg, montierten unsere Crossräder und radelten zum Kloster Wöltingerode bei Vienenburg.
Danach war die Stiftskirche Sankt Georg in Grauhof bei Goslar unser Ziel.
Eigentlich wäre die Neuwerkkirche im Stadtzentrum von Goslar die nächste Stempelstelle, doch wir hatten keine Lust auf den Auto-Stadtverkehr von Goslar.
So radelten wir gemütlich zum Auto zurück und genossen die ersten Frühlingssonnenstrahlen. Da wir am nächsten Tag mit Freunden wandern wollten, hatten wir Quartier in Ilsenburg genommen. So war uns der dritte Harzer Klosterwanderwegsstempel am Kloster Ilsenburg ein Leichtes.
Pilgern liegt im Trend. Die anderen Stempel des Harzer Klosterwanderweges holen wir uns auch noch.
Auf unserem Familienwochenende in Finsterbergen, einem Ortsteil von Friedrichroda, in Thüringen haben wir nach der verlassenen Bobbahn am Fichtelberg eine weitere Lostplace Bobbahn entdeckt.
Auf einer Höhe von 748 Metern beginnt die Spießbergbahn direkt gegenüber dem Spießberghaus, einem ehemaligen Forsthaus am Rennsteig.
Die Spießbergbahn ist eine Natureisbahn und ist eine der ältesten deutschen Bob- und Rennschlittenbahnen. Im Winter von 1901 zu 1902 fand genau auf dieser Strecke, dem Roten Weg vom Spießberghaus hinunter nach Friedrichroda, vermutlich das erste Bobrennen in Deutschland überhaupt statt.
1983 wurde die Bob- und Rodelbahn im unteren Teil modernisiert. Die oberen 1000 Meter sind aber ein Lost Place.
Ab dem ehemaligen Damenstart ist die Bahn moderner, man hat sogar Flutlich installiert.
Definitiv ist diese Bahn eine kleine Wanderung wert. Man kann sich gut vorstellen, wie die Kinder und Jugendlichen hier zu ihren Spartakiaden Rennen gefahren sind.
Einen kleines Video zur alten Bobbahn gibt es hier.
Wir sind auf der Winterflucht. Eine Woche Radeln auf Lanzarote ist ein Traum. Die Tour durch die Lavafelder, an Vulkankegeln vorbei ist super.
Die Spanier sparen nicht mit Schildern. Innerhalb einer Stunde hatten wir diese Fotos auf unserem Smartphone.
Bei unserem Trainingszustand sind wir sicher, dass man uns keine Geschwindigkeitsüberschreitung vorwerfen kann oder etwa doch?
Unsere Räder haben wir, wie 2017, in der Radstation von Huerzeler in Costa Teguise gemietet. Das Foto an der Wand ist 2025 noch dasselbe wie 2017.
20172025
Unterschiedlich sind der Preis (2017 – 130 Euro, 2025 – 185 Euro für die Miete eines Rennrades) und die Leistungen. Es gibt keine Sandwiches, keine Riegel, keine Bananen, keine Trinkflaschen und auch kein Trikot dazu, wenn man ein Rennrad für eine Woche mietet. Das muss wohl so etwas wie Inflation sein. „Früher war mehr Lametta.“
Trotzdem hatten wir richtig Spaß und wollen keinen einzigen Sonnen- und Windradkilometer missen.
Wir wünschen euch und uns auch in Deutschland bald wieder Frühling und Kurztrikotwetter.