Am 6. Februar bebte im Südosten der Türkei und im Norden Syriens die Erde. Über 40.000 Menschen verloren ihr Leben. Ein Beben im Meer kann einen Tsunami auslösen. Dann heißt es um das eigene Leben laufen. Wohin?
In der Türkei und in Japan haben wir diese Tsunamischilder gesehen.
Wir schaffen es sowieso nicht zu lesen. Der Platz in den Reisetaschen ist zu kostbar. Das Gewicht ist zu groß. Das Handy reicht zum Lesen. Das sind gute Gründe gegen die Mitnahme eines Buches.
Trotzdem haben wir manchmal auf unseren Touren genau ein Buch mit. Mit diesem saßen wir einst auf einer Bank an der Ostsee in Kühlungsborn unweit der Villa Baltic. Da wir nur ein Buch hatten, las ich laut vor.
Es war „Ich bin dann mal weg.“ von Hape Kerkeling. Auf der Nachbarbank hatten wir einen geduldigen Zuhörer. Beim Lautlesen ist das Verständnis für das Gelesene intensiver als beim stillen Lesen.
1.000 Kilometer für ein Länderschild: Die Dänemark- Reisenotiz
Vor Kurzem hatte ich ein Déjà-vu. Am Handy las ich den Beitrag von Takeshi.
Ein schöner Beitrag. Abends fragte ich Frau Traumradlerin:
„Hast du schon gelesen? Die Takeshi ist für ein Schilderfoto 1.000 Kilometer geradelt. Total krass.“
„Nö, habe ich noch nicht gelesen.“
„Ich lese es dir mal vor.“
Das laute Vorlesen, hat mir die Emotionen im Text erst richtig bewusst gemacht. Probiert es selber aus. Hier ist der Link:
Die Traumradler haben mich auf eine neue Idee gebracht, die Welt-Challenge
Der Name ist für mich etwas hochgegriffen, weil ich so weit gar nicht rumkomme. Aber trotzdem ein schöner Anlass, mal die eigenen Fotos durchzuschauen und ganz sicher eine Anregung für die Zukunft.
Ziel ist es, möglichst viele Fotos von Grenzübergängen mitsamt aussagekräftigen Schildern und dem eigenen Rad als Beweis für den Grenzübertritt einzureichen. Gegen Jesko mit 17 Ländern oder die liebenswert durchgeknallte Takeshi mit 12 Ländern habe ich keine Chance. Aber egal.
Ich habe mich mit folgenden Fotos „beworben“:
Frankreich
Am ehesten erfüllt wohl das Foto vom Grenzübergang Scheibenhard/Scheibenhardt nach Frankreich die Bedingungen.
24. bis 31. Dezember: Weihnachten feiern, Familie treffen, festschmausen, Silvester feiern. Gibt es noch etwas anderes?
RAPHA FESTIVE 500 – Zwischen dem 24. und 31. Dezember500 soll man Fahrrad fahren. In nur 8 Tagen soll man 500 Kilometer radeln, das ist die weltweit beliebteste weihnachtliche Radsport-Challenge. Diese Challenge wurde vom britischen Sportbekleidungshersteller Rapha initiiert.
Am 24. Dezember stehen die Enkel im Mittelpunkt. Am 25. Dezember gibt es Kaffee und Kuchen mit den Eltern. Nach dem 26. Dezember standen kaum 100 Kilometer auf dem Tacho. Gibt es eine Chance, die 500 Kilometer noch zu schaffen?
Das schaffen wir nicht mehr. Wir zweifelten an uns. Wir besaßen noch einen Trumpf.
Wir hatten Urlaub und flogen nach Zypern ins Warme. Zwar verloren wir einen der 8 Tage an die Reisezeit, doch dann hieß es Hose kurz und Lachen ins Gesicht.
Wir hatten ein schönes Hotel in Kalavasos und der Radverleih von Matthias war gleich um die Ecke. Das haben wir extra so gebucht. An den vier verbleibenden Tagen war die Aufgabe klar. Wir machten an der Küste zwischen Larnaka und Limassol Strecke. So fuhren wir nicht in die Berge.
Am 31. Dezember luden wir gegen 17 Uhr mit den letzten Sonnenstrahlen unsere Tageskilometer zu Strava hoch. Wir haben seit dem 24. Dezember 501 Kilometer gesammelt. Es war eine harte Challenge und es hat auch weh getan, aber wir waren glücklich und freuten uns an diesem guten Moment. Wir haben unsere vierte Festive500 erfolgreich abgeschlossen.
Möge euch das Jahr 2023 viele gute Momente bescheren. Bitte bleibt neugierig.
Kennt ihr Brockenbenno? Er war nach der Wende unter den ersten, die das Brockenplateau friedlich in Besitz nahmen. Fast täglich, über 9.000 mal, ist er in den folgenden Jahren auf den Brocken gewandert. Das ist Rekord.
Brockenbenno, so manches mal haben wir uns getroffen. Neulich erst hast du uns deinen Stempel ins Heft gedrückt.
Nun wirst du nie wieder den Brocken besteigen.
23. Dezember 2022 – Tschüß, Brockenbenno.
Wir wünschen schöne Festtage und bitte bleibt neugierig.
Wir müssen nicht nach Brasilien schauen. In einem Artikel der Zeitschrift GEO war am 22.02.2022 zu lesen, dass unser Waldverlust in Deutschland erheblich größer als bisher angenommen ist. Von Januar 2018 bis April 2021 haben wir rund 501.000 Hektar Fläche Baumbestände verloren, das entspricht fast fünf Prozent des Waldes.
Blick aus der Nähe des Ottofelsens Richtung Wernigerode
Das Transparent sahen wir in Schierke.
Vielleicht sollten wir ganz einfach ein Tempolimit einführen oder die stark steigende Versiegelung von Naturflächen in unserem Land bremsen. Möge überall neuer und guter Wald gedeihen.
Manchmal ist es wie im Märchen. Gerade hatten wir auf unserer Herbstradtour Appetit auf Äpfel und schon lesen wir dieses Schild. Unser Wunsch ward erfüllt. Danke liebe gute Menschen.