Am 1. Oktober ist Welt-Postkartentag.

Der Weltpostkartentag wurde 2019 ins Leben gerufen, um zum Schreiben von Postkarten zu animieren.

In einem Buchladen in Erfurt sahen wir dieses Schild.

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Früher (vor gerade mal 25 Jahren – ups), haben wir auf unserer Fahrradtour durch Schleswig-Holstein und Dänemark neun Übernachtungen in Jugendherbergen jeweils nacheinander mit Postkarten verabredet.

Wir haben ein halbes Jahr im voraus an Weihnachten im Jahr 2000 die erste Jugendherberge mit der Bitte um eine Übernachtung vom 30. Juni bis zum 1. Juli 2001 angeschrieben.

Nachdem wir die positive Bestätigung erhalten haben, schrieben wir die nächste Jugendherberge an. So waren wir mehrere Wochen mit der Planung beschäftigt. Beispiel gefällig?


Heute gibt es Buchungsportale und ein derartiger Papierprozess ist schier undenkbar.

Auch der einfache Urlaubsgruß per Postkarte wird in Zeiten der e-Mail und des Instant Messaging immer seltener.

Auf unseren großen Touren gönnen wir uns und unseren Freunden „old fashioned“  einen Gruß mit echten handgeschriebenen Postkarten.

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So eine Postkarte kann man dann vielleicht Wochen später bei Freunden noch am Spiegel stecken oder auf dem Schrank stehen sehen. Das ist schön.

Rettet eure Handschrift und schreibt an eure Liebsten Postkarten, gerne auch am 1. Oktober, am Weltpostkartentag.

Bitte bleibt neugierig.

Ampelmännchen und Ampelfrauchen – Schildersonntag #102

Magdeburger Jungfrau und Magdeburger Reiter, willkommen in Magdeburg.

Seit Dienstag, den 16. September gibt es in Magdeburg lokale Ampelmännchen. Wir finden die beiden gelungen.

Wir haben schon einige individuelle Ampelmännchen gesehen, aber wirklich gefallen hat uns bisher nur der Otto in Emden.

Gibt es bei euch auch lokale Ampellichtzeichen? Und wie gefallen sie euch?

Bitte bleibt neugierig.

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von Zeit zu Zeit – Schildersonntag #101

Just zur rechten Zeit steht eine Bank zu unserer Rechten.

Gut zu wissen, dass diese Bank GPS-überwacht wird. Derjenige der wacht, weiß so immer, wo seine Bank ist. Gut zu wissen, von Zeit zu Zeit.

Bitte bleibt neugierig.

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Der Bismarckturm Viersen und ein Lost Place, Fliegerhorst Venlo

Es ist wieder einmal an der Zeit, ein weiteres Kapitel unserer „unendlichen Rundfahrt“ (Idee Guter Bubi) aufzuschlagen. Dabei besuchen wir Bismarcktürme mit dem Fahrrad. In diesem Kapitel zeigen wir euch unseren 36. Bismarckturm.

Der Bismarckturm Viersen befindet sich auf dem höchsten Punkt im Waldgebiet „Hoher Busch“ im Westen von Viersen. Er ist nach „Aachen“ der am weitesten im Westen liegende Bismarckturm.

Unweit des Bismarckturms, östlich von Venlo und westlich der B 122 fanden wir Hangerreste des ehemaligen Fliegerhosts Venlo.

Bis zu 100 Flugzeuge waren während des Zweiten Weltkrieges auf dem Venloer Fliegerhorst stationiert, darunter waren auch die Me 163, die ersten Düsenflieger mit Strahlantrieb.

Wie weit ist der nächste Bismarckturm von eurem zu Hause entfernt?

Bitte bleibt neugierig.

zu noch viel mehr Bismarcktürmen

Bikepacking mit Ida

Unsere Enkelin ist 9 Jahre alt. Sie ist groß genug für eine richtige Fahrradtour.

Brandenburg ist schön, aber nach dem Start müssen wir erst einmal durch Berlin. Das war nicht schön.

Das erste Tagesziel kommt in Sicht. Tag zwei startet mit bestem Wetter am friedlich ruhenden Wandlitzsee.

Der Werbelinsee hat einen tollen Zeltplatz, schöne Aussichten und einen Kaiserbahnhof.

Bevor wir den Campingplatz am Großen Plötzsee genießen konnten, verirrten wir uns im unendlichen Sandmeer von Brandenburg.

Abends im Zelt war Vorlesezeit. Ein dickes Buch über eine Kuh, die erst Beethoven mochte und dann später sogar spielte, war ein echter Spaß.

Bikepacking mit Enkelkind ist cool.

Die Erkenntnis aus fünf Tagen Bikepacking mit Ida: Man radelt viel zu selten mit seinen Enkeln.

Bitte bleibt neugierig.

Frieden – Schildersonntag #100

An unserem Schildersonntag #100 seht ihr kein lustiges Foto.

Entschieden haben wir uns für die „Osnabrücker Friedensklinke“.

Mögen keine weiteren ukrainischen oder russischen Mütter um ihre Söhne trauern müssen. Wir hoffen, dass jede Chance auf Frieden genutzt wird.

Bitte bleibt neugierig.

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August ’25 – Update Weltchallenge

Wir haben schon wieder August und in einigen Bundesländern gehen die Ferien zu Ende.

Schön, dass einige von euch wieder Grenzen überradelt haben. Natürlich sind unsere Nachbarn die leichtesten Ziele. „Hallo Lissa, hallo Joas, Kettenpeitscher, schön, dass ihr Tschechien besucht habt.“

Wir waren bei unserem Nachbarn in Belgien. Lissa hat noch ein Nachbarland abgehakt und einen Abstecher nach Italien gemacht.

Takeshi ist in weiter entfernte Länder geradelt, um neue „Länderpunkte“ zu erhalten. Cool.

Und was ist mit unserem „Leader“? Jesko hat die Führung ausgebaut. Aber auch Rudi hat mit seinem Besuch in Slowenien den Abstand nicht größer werden lassen.

Ihr Lieben, vielen Dank für eure Fotos. Wir wünschen euch und allen, die noch nicht dabei sind, noch einen tollen Sommer und ganz viele tolle Erlebnisse beim Radeln.

Und falls ihr mal eine Grenze überradelt, vielleicht habt ihr ja ein Foto für uns (Spielregel hier). Liebe Grüße.

Bitte bleibt neugierig.

Wölfe sind überall – Schildersonntag #99

Nach einer Quelle vom Wildtierschutz e.V. gab es 2023 in Deutschland 1339 Wölfe. Das sind ziemlich viele. Hier ist unweit von Dessau wieder ein Warnschild.

Bitte bleibt neugierig..

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Der Jakobsweg verbindet Menschen – Jakobsweg #5

Am Tag 9 denken wir erstmals an unseren Heimweg. Paris wäre für uns ein realistisches Ziel. Paris liegt auch in der Richtung von Santiago de Compostela.

Aber, wir sind dieses Jahr schon mit Fahrrädern geflogen und wollen mit dem Zug fahren. Leider fanden wir in der App „SNCF Connect“ oder anderen Buchungsportalen keine Möglichkeit, akzeptabel Zugtickets mit Fahrradmitnahme zu buchen.

Das beeinflusst die weitere Planung. Ab Amsterdam buchen wir uns zwei „Super Sparpreis Europa Tickets“. Damit haben wir den Fahrradheimtransport abgesichert. Wir radeln von Namur nach Charleroi an der Sambre entlang.

Wir „pilgern“ nur noch bis Charleroi. In der dortigen Kathedrale warten wir bis der Pfarrer die Abendandacht beendet hat und fragen ihn nach einem Stempel.

Der Pfarrer hat den Stempel bei sich zu Hause, wohnt aber gleich in der Nachbarschaft. So sitzen wir kurze Zeit später bei ihm in der Küche und er stempelt für dieses Jahr den letzten Stempel in unseren Pilgerpass.

Die tollen Gespräche in der Pilgerherberge von Veltheim mit Sepp vom ersten Tag erscheinen uns schon ewig lange her. Seit dem hatten wir Regen. Wir hatten Hitze. Wir hatten Höhenmeter.

Geht oder fahrt einfach mal los. Wir haben es nicht bereut. … und vielleicht radeln wir irgendwann auch noch den Rest bis Santiago.

Bitte bleibt neugierig.

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Making summer memories in Roermond – Jakobsweg #4

Wir radeln immer weiter und kommen in die Niederlande. Limburg heißt uns willkommen und Roermond ist heute unser Ziel.

„Oh, hier sind die Unterkünfte aber teuer. Warum?“
„Ach so, in Maastricht, gleich um die Ecke, spielt André Rieu auf dem Marktplatz seine Sommerkonzerte und das treibt die Preise nach oben.“

Wir sind in Roermond. Auch hier ist auf den Plätzen Musik und Sommerfeststimmung. Wir fragen im Münster nach einer Pilgerunterkunft. Ja, so etwas gibt es. Wir sollten in der Kathedrale nachfragen. Auf zur Kathedrale.

In der Kathedrale sagten uns die Damen am Informationsschalter, dass es im Keller des Doms ein Refugio für Pilger gibt. Die Schlüssel müssten wir uns in einem Hotel holen. Wir radelten also zu dem Hotel und im Tausch gegen unseren Pilgerpass gibt es Schlüssel.

Durch eine Extrapforte erkunden wir unser Refugio.

Sechs Pilger könnten hier auf Schrankbetten schlafen. Wir haben Glück und müssen nicht teilen. Besser geht es gar nicht.

Übrigens besitzt die Kathedrale von Roermond eine Armreliquie vom Apostel Jakob dem Älteren. Wir sind immer noch auf dem richtigen Weg.

Morgen wollen wir weiter nach Belgien.

Bitte bleibt neugierig.

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