Klosterwanderweg im Harz #2 – Quedlinburg, Gernrode, Thale

Pilgern liegt im Trend. Man muss dafür nicht unbedingt nach Santiago de Compostella laufen. Heute sammelten wir drei weitere Stempel auf dem 116 Kilometer langen Klosterwanderweges im Harz.

Unser Auto parkten wir im Schatten des Münzberges in Quedlinburg. Die Fahrräder montierten wir und radelten den knappen Kilometer bis zum ehemaligen Marienkloster auf dem Münzberg.

Danach ging es auf dem Klosterwanderweg direkt nach Gernrode zu unserem zweiten Tagesstempel.

Inzwischen hatten wir von Wander- und Feldwegen genug, so dass wir uns für die Straße nach Thale entschieden. Dort wartete am Kloster Wendhusen unser dritter Klosterwanderwegsstempel.

Dann fuhren wir zurück nach Quedlinburg. Die Strecke war ca. 32 Kilometer lang.

Wir waren mit Pausen, ein wenig Geocachen und Klöstergucken vier Stunden unterwegs. Die Tour hat uns sehr gefallen.

Bitte bleibt neugierig.

zum Klosterwanderweg #1

Von wann? Von wem? – Wandbild in der Jugendherberge Schierke – Schildersonntag #89

Im Speiseraum der Jugendherberge Schierke im Harz hängt ein großes Wandbild.

Das Bild stammt aus der Zeit der DDR und wurde auf einer Aluplatte erstellt. Es wurde zu Zeiten, als die jetzige Jugendherberge noch ein NVA-Erholungsheim war, aufgehängt. Das in Schierke neuerbaute NVA-Erholungsheim „An der Bode“ ist am 16. November 1977 eröffnet worden. Am Fuße des Brockens gelegen, bot es mit seinen 240 Betten jährlich mehr als 5000 Urlaubern Platz. Nach der „Wende“ wurde das NVA-Erholungsheim zur heutigen Jugendherberge.

Das Bild soll die vier Jahreszeiten darstellen. Auch ältere Mitarbeiter der Jugendherberge können nicht sagen, wer der Maler ist oder war. Es ist unbekannt, wann das Bild entstanden ist.

Es soll noch mindestens ein weiteres Bild in dieser Art geben. Dieses ähnliche Bild, vielleicht vom selben Künstler, soll sich in der Gegend von Oberhof in einem Hotel o.ä. befinden. Wo genau, wissen wir nicht. Diese Informationen erhielten wir von der Jugendherberge Schierke. Danke schön.

Weiß jemand von euch mehr? Wer ist der Künstler? Wo befindet sich das Bild in oder bei Oberhof? Hat jemand eine Idee, wo man nachfragen könnte?

Wir würden uns, auch über kleine Informationen, sehr freuen.

Bitte bleibt neugierig.

zurück zum Schildersonntag #88
vorwärts zum Schildersonntag #90

Pilgern, 3 Stempel auf dem Klosterwanderweg im Harz

Pilgern liegt im Trend. Man muss dafür nicht unbedingt nach Santiago de Compostella laufen. Wir haben uns heute für einen Teil des 116 Kilometer langen Klosterwanderweges im Harz entschieden.

Wir parkten an der Autobahnabfahrt in Vienenburg, montierten unsere Crossräder und radelten zum Kloster Wöltingerode bei Vienenburg.

Danach war die Stiftskirche Sankt Georg in Grauhof bei Goslar unser Ziel.

Eigentlich wäre die Neuwerkkirche im Stadtzentrum von Goslar die nächste Stempelstelle, doch wir hatten keine Lust auf den Auto-Stadtverkehr von Goslar.

So radelten wir gemütlich zum Auto zurück und genossen die ersten Frühlingssonnenstrahlen. Da wir am nächsten Tag mit Freunden wandern wollten, hatten wir Quartier in Ilsenburg genommen. So war uns der dritte Harzer Klosterwanderwegsstempel am Kloster Ilsenburg ein Leichtes.

Pilgern liegt im Trend. Die anderen Stempel des Harzer Klosterwanderweges holen wir uns auch noch.

Bitte bleibt neugierig.

zu unserem Youtube-Video
zum Klosterwanderweg #2

Im Schatten der Hexen

In und rund um Halberstadt gibt es die Wanderstempelrunde „Im Schatten der Hexen“. Blutrote Stempelkästen an Schauplätzen der Romane von Kathrin R. Hotowetz enthalten wunderschöne Stempel.

An der Geistmühle fanden wir unseren ersten Stempelkasten des Tage.

Nur 1,5 Kilometer entfernt erreichten wir die St. Laurentius Kirche. Sie wurde 1993 nach ihrer Zerstörung im 2. Weltkrieg in der Fernsehshow „Mach dich ran“ in nur 60 Stunden wiederaufgebaut.

Der Wassertortum war unsere nächste Station.

Am Burchardi Kloster lachte uns die Sonne und wir drückten heute den vierten Stempel in unser Stempelheft.


Seit dem 5. September 2001 wird hier im Burchardikloster das längste Musikstück der Welt aufgeführt. Für einen Besuch ist noch genügend Zeit, denn es endet erst im Jahr 2640 nach 639 Jahren.

Unsere Hexenstempelrunde hat Spaß gemacht. Es gibt viel zu entdecken und wir empfehlen die Tour.

Bitte bleibt neugierig.

zu weiteren Stempelstellen „Im Schatten der Hexen“

Wir sind Wanderkaiser.

Wir haben seit 2009 unsere Harzer-Wandernadel-Stempelhefte.

14 Jahre sind wir im Harz mit diesem Heft von Stempelstelle zu Stempelstelle Ski gefahren, gewandert und auch sehr viel geradelt. Wir sammelten nach und nach alle (!) Stempel.

Am 29. April 2023 stempelte Frau Traumradlerin ihre Stempel 218 bis 221. Wir haben über diese schöne Fahrradtour berichtet. Es fehlte nur noch der Barenberg, die letzte Stempelstelle zur Wanderkaiserin.

Irgendwie wollten wir, dass es nicht zu Ende geht. So ließen wir uns ganze fünf Monate Zeit. Am 23. September 2023 war es dann soweit. Wir erwanderten die letzte fehlende Stempelstelle auf dem Barenberg bei Elend.

HWN 020 – Barenberg

An diesem Samstag war tolles Wetter. So setzten wir uns auf unsere Fahrräder und fuhren von Wernigerode am Nordrand des Harzes entlang nach Blankenburg. In einer Mail hatten wir unser Kommen angekündigt und so lagen die zwei Urkunden für uns als neue „Majestäten“ bereit. Außerdem gönnten wir uns das Eherenabzeichen. Der Stein ist aus Echinodermen-Schuttkalk vom Hirschbrunnen bei Elbingerode.

Zwei neue Stempelhefte haben wir inzwischen auch. Wir wünschen euch viel Spaß beim Wandern.

Bitte bleibt neugierig.

zu mehr Wandernadelbeiträgen

Harzer- Wanderkaiser (fast)

Ein Samstag im Frühling 2023: Frau Traumradlerin fehlen von den 222 Stempeln der Harzer Wandernadel nur noch 5 Stempelstellen. Na dann, los. Wir parkten unser Auto in Ilsenburg am Bahnhof. Die Räder waren schnell montiert und dann starteten wir bei kühlem, sonnenlosen Wetter. Der steile alte DDR-Kolonnenweg hat uns wieder überrascht. Das Radeln darauf war anstrengend.

Die Taubenklippe hoch über dem Eckertal war unser Ziel.

HWN 004 Taubenklippe

Tote Bäume säumen überall unseren Weg. Nun bleiben noch vier Stempelstellen. Wir müssen auf die andere Seite des Ilsetals. Auf dem Weg dahin wäre ich fast über diesen Feuersalamander gefahren.

Nun geht es zum Ferdinandstein.

HWN 016 Ferdinandsstein

Da waren es noch drei. Auf zum Molkenhausstern.

HWN 023 Molkenhausstern

Jetzt fehlen noch zwei Stempelstellen. Heute kommen wir aber nur noch an der Wolfsklippe vorbei. Auf geht’s.

HWN 024 Wolfsklippe

Über einen echt steilen Abstieg, eigentlich nur was für echte Mountainbikes, machten wir noch einen Abstecher zur Plessenburg.

HWN 007 Plessenburg

Die Stempelstelle Plessenburg hatten wir zwar schon, aber die Erbsensuppe mit Bockwurst lockte uns. Dann ging es in rauschender Abfahrt, fast ohne treten, zum Auto. 850 Höhenmeter müssen ja auch spürbar sein. Wir hatten gar nicht mehr in Erinnerung, dass die Plessenburg so hoch über Ilsenburg liegt.

Nun hat Frau Deichbiber 221 Stempel in ihrem Heft. Viele davon haben wir erradelt.

Wenn wir „Wanderkaiser“ werden, machen wir auf jeden Fall einen Beitrag.

Bitte bleibt neugierig.

zum Harzer-Spätsommer-Wandernadel-Sonntag

Tschüß, Brockenbenno

Kennt ihr Brockenbenno? Er war nach der Wende unter den ersten, die das Brockenplateau friedlich in Besitz nahmen. Fast täglich, über 9.000 mal, ist er in den folgenden Jahren auf den Brocken gewandert. Das ist Rekord.

Brockenbenno, so manches mal haben wir uns getroffen. Neulich erst hast du uns deinen Stempel ins Heft gedrückt.

Nun wirst du nie wieder den Brocken besteigen.

23. Dezember 2022 – Tschüß, Brockenbenno.

Wir wünschen schöne Festtage und bitte bleibt neugierig.

Waldsterben – Schildersonntag #56

Im Harz sehen wir Waldsterben in großem Umfang.

Wir müssen nicht nach Brasilien schauen. In einem Artikel der Zeitschrift GEO war am 22.02.2022 zu lesen, dass unser Waldverlust in Deutschland erheblich größer als bisher angenommen ist. Von Januar 2018 bis April 2021 haben wir rund 501.000 Hektar Fläche Baumbestände verloren, das entspricht fast fünf Prozent des Waldes.

Das Transparent sahen wir in Schierke.

Vielleicht sollten wir ganz einfach ein Tempolimit einführen oder die stark steigende Versiegelung von Naturflächen in unserem Land bremsen. Möge überall neuer und guter Wald gedeihen.

Wir wünschen einen schönen 3. Advent.

zurück zum Schildersonntag #55
vorwärts zum Schildersonntag #57

9.11. – Mauerfall – 33 Jahre später

Unser Land war geteilt. Auf der DDR-Seite gab es einen Kolonnenweg, daneben einen Grenzsignalzaun mit Spurenstreifen und ein Stück weiter wieder einen Kolonnenweg mit Spurenstreifen und einen drei Meter hohen Streckmetallzaun. Die Grenzanlage mit ihren 1.391,9 Kilometern Länge trennte die DDR von der BRD. Es war ein gigantisches und ungeheuerliches Bauwerk.

Blick auf ein Grenzsignalzauntor

Zum Glück merken wir davon heute fast gar nichts mehr. Im Harz können wir auf alten Kolonnenwegen an Resten der Grenzanlagen entlangradeln.

Grenzsignalzaun

Die Grenzöffnung verlief friedlich. Die Mächtigen haben auf den Einsatz ihrer Waffen verzichtet.

Im Rahmen der Harzer-Wandernadel gibt es einen Grenzweg. Hier sind die Stempelstellen, die sich direkt auf der ehemaligen Grenze oder in ihrer unmittelbaren Nähe befinden, zusammengefasst.

Kennt ihr schon die Harzer Wandernadel?

Wir wünschen euch einen schönen 9. November. Bitte bleibt neugierig.

zum Mauerfall – 29 Jahre später

Harzer-Spätsommer-Wandernadel-Sonntag

Nach unserer Tour gestern übernachteten wir in Benneckenstein. Dadurch hatten wir morgens eine kurze Anreise zum Parkplatz Wolfswarte, gleich hinter Torfhaus. Vom Parkplatz führte ein steiler Pfad zur ersten Stempelstelle. Wir schoben unsere Räder die komplette Strecke.

HWN 135 – Wolfswarte

Nach der Wolfswarte kamen wir auf den Gustav-Baumann-Weg. Unsere Räder rollten jetzt umso besser.

HWN 134 – Gustav-Baumann-Weg

Nun bogen wir nach rechts ab und kamen an den Dammgraben. Eben ging es immer entlang der Wasser.

HWN 149 – Kleine Oker
HWN 133 – Förster-Ludwig-Platz

„Haltet die Wasser hoch.“ Das kann man hier gut sehen. Über einen Bogen kamen wir schließlich zur letzten Stempelstelle des Tages.

HWN 221 – Jungfernklippen

Unsere Radrunde lag so hoch, dass wir fast den ganzen Tag in den Wolken und in leichtem Nebel unterwegs waren. Trotzdem luden wir die Räder zufrieden ins Auto und machten uns mit fünf neuen Stempeln auf den Heimweg.

Bitte bleibt neugierig.

zum Harzer-Spätsommer-Wandernadel-Samstag