Sind wir nicht alle Schildbürger? – Dezember

Plötzlich sind sie da, die Weihnachtsmärkte. Wir legen den Schalter um und genießen die Schmalzkuchen, die Poffertjes und den Glühwein. Und es gilt:

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Habt Spaß in der Vorweihnachtszeit.

Bitte bleibt neugierig.

Sind wir nicht alle Schildbürger – November?

Es „Luthert“ immer mehr

Am 31. Oktober 1517 brachte Martin Luther mit seinem Thesenanschlag am Tor der Schlosskirche zu Wittenberg die Reformation so richtig in Gang.

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Im Jahr 2017, dem 500. Jahr des Beginns der Reformation, war der 31. Oktober einmalig ein gesamtdeutscher gesetzlicher Feiertag. Davor gab es diesen Feiertag nur in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. Offensichtlich gefiel den norddeutschen Ländern die Idee vom „Luthertag“ so gut, dass der Reformationstag nun auch in Schleswig-Holstein, Bremen, Hamburg und Niedersachsen ein Feiertag ist.

Dass Luther eine Bedeutung hat, können wir auf unseren Radtouren in vielen Orten erkennen. Beispiele? Gerne.

Bestimmt gibt es noch viel mehr „Martins“, die unterschiedlich ein Buch halten. Da halten wir die Augen offen. Egal ob Feiertag oder nicht, habt einen schönen Tag.

Bitte bleibt neugierig.

politischer Ausrutscher

Vor dem Schlafen schaue ich oft im Internet nach Neuigkeiten. Gerichte urteilen: Fahrverbote müssen für „dreckige Dieselfahrzeuge“ ausgesprochen werden. Am 22. Oktober 2018 sagte unsere Kanzlerin dazu:

„Wir wollen hierzu das Bundesemissionschutzgesetz, also die entsprechenden Gesetze ändern, dass auf dieser Basis dann auch Fahrverbote unverhältnismäßig sein werden und deshalb in der Regel auch nicht ausgesprochen werden. … Wir glauben, dass in der Regel, Fahrverbote nicht verhältnismäßig sind, wenn es sich nur um Grenzwertüberschreitungen von geringerem Umfang … handelt“.

Ach so.

Kurz danach schlief ich ein und träumte, dass es künftig für Dopingsünder mit „geringen Grenzwertüberschreitungen“ keine Sperre mehr geben wird. Andere Fälle kamen mir in den Sinn. Der Parkschein ist abgelaufen, nur „geringfügig“. Wir zahlen eine Steuerschuld nicht zu 100% oder halt geringfügig später oder … .

Grenzen und Gerichtsurteile verlieren ihre Bedeutung, wenn man sie „geringfügig“ missachtet. Ich wachte auf und dachte, das ist doch bestimmt nur ein politischer Ausrutscher. Zukünftig macht unsere Politik ihre Hausaufgaben und nimmt die Verursacher eines Problems in die Pflicht, aber nicht nur „geringfügig“.

Bitte bleibt neugierig.

Wir stellen unsere GPX-Dateien gerne zum Download bereit.

Heute ist es wieder etwas technisch. Gelegentlich erhalten wir Anfragen nach GPX-Dateien unserer Touren. WordPress, unsere Blogsoftware, unterstützt das Dateiformat GPX nicht. Wir versenden die GPX-Dateien dann gerne per Mail.

Nun haben wir zu unserer Herbsttour durch Belgien und die Niederlande wieder eine Frage nach GPX-Daten erhalten. Wir haben etwas probiert. Gepackte ZIP-Dateien können wir gut in unseren Blog einbinden. Hinter folgendem Bild …

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… haben wir den Link zu einem Zipfile hinterlegt. In diesem Zipfile befinden sich die acht GPX-Dateien unserer Herbstradtour von Aaachen über Maastricht, Brüssel, Nimegen, Arnheim nach Osnabrück. Klickt ihr auf den Link, so wird die Datei auf euer Endgerät heruntergeladen. Nun könnt ihr die Dateien auspacken und sie auf eigene Navigationsgeräte oder für die eigene Tourenplanungen nutzen.

… und falls es Bedarf an GPX-Dateien zu weiteren Touren (Japan, Russland, Nordkap, …) gibt, eine Kommentar hier oder eine Mail an info(at)traumradeln.de und wir werden uns Mühe geben 🙂 .

Die GPX-Dateien zur Japan- und Russlandradtour sind inzwischen hinterlegt.

Bitte bleibt neugierig.

Sag mir wo die Blumen sind.

Tag 2 unserer Herbstradtour. Auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof von Margraten bei Maastricht liegen die sterblichen Überreste von etwa 8.800 Gefallenen. Mir fiel sofor das Lied von Marlen Dietrich ein.

Sag mir wo die Männer sind
Wo sind sie geblieben?
Sag mir wo die Männer sind
Was ist gescheh’n?
Sag mir wo die Männer sind
Zogen fort, der Krieg beginnt
Wann wird man je versteh’n?
Wann wird man je versteh’n?

Sag wo die Soldaten sind
Wo sind sie geblieben?
Sag wo die Soldaten sind
Was ist gescheh’n?
Sag wo die Soldaten sind
Über Gräben weht der Wind
Wann wird man je versteh’n?
Wann wird man je versteh’n?

Sag mir wo die Gräber sind
Wo sind sie geblieben?
Sag mir wo die Gräber sind
Was ist gescheh’n?
Sag mir wo die Gräber sind
Blumen wehen im Sommerwind
Wann wird man je versteh’n?
Wann wird man je versteh’n?

Sag mir wo die Blumen sind
Wo sind sie geblieben?
Sag mir wo die Blumen sind
Was ist gescheh!n?
Sag mir wo die Blumen sind
Mädchen pflückten sie geschwind
Wann wird man je versteh’n?
Wann wird man je versteh’n?

(This songtext is a cover of „Where Have All the Flowers Gone?“ by Pete Seeger.)

Bitte bleibt neugierig.

zum nächsten Beitrag 

Herbstzeit

Es ist wieder so weit. Wir finden überall an den Straßenrändern saftige Birnen und essen uns daran satt.

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Wespen naschen auch gerne von den Birnen. Das haben wir in einem Birnbaum noch nie gesehen, ein so großes Wespennest.

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Das Gedicht ist immer wieder schön.

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit

Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn’s Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: »Junge, wiste ’ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb ’ne Birn.«

So ging es viel Jahre, bis lobesam
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.

Er fühlte sein Ende. ’s war Herbsteszeit,
Wieder lachten die Birnen weit und breit;
Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab.«
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
Trugen von Ribbeck sie hinaus,
Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
Sangen »Jesus meine Zuversicht«,
Und die Kinder klagten, das Herze schwer:
»He is dod nu. Wer giwt uns nu ’ne Beer?«

So klagten die Kinder. Das war nicht recht –
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
Der neue freilich, der knausert und spart,
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
Aber der alte, vorahnend schon
Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,
Der wußte genau, was damals er tat,
Als um eine Birn‘ ins Grab er bat,
Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

Und die Jahre gingen wohl auf und ab,
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
Und in der goldenen Herbsteszeit
Leuchtet’s wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung‘ übern Kirchhof her,
So flüstert’s im Baume: »Wiste ’ne Beer?«
Und kommt ein Mädel, so flüstert’s: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick gew‘ di ’ne Birn.«

So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

Ein schöner Gedanke. Habt ihr dieses Jahr schon frische, saftige Birnen gegessen? Bitte bleibt neugierig.

 

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