Bremen

Wir radeln vom südlichsten Punkt zum nördlichsten Punkt Deutschlands und sind inzwischen bis Bremen gekommen. Die Bremer Stadtmusikanten und den Roland kennen alle.

Aber kennt ihr auch das Bremer Loch? Es ist unscheinbar und sieht aus wie ein Gullydeckel. Es ist auf dem Bremer Marktplatz unbedingt eine besuchenswerte Attraktion.

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Wirft man einen Taler in den Schlitz, hört man die Originalstimmen der Bremer Stadtmusikanten. Wir haben dieses Mal einen Taler eingeworfen und haben den Hund gehört.

Die Münzen kommen einem guten Zweck zu Gute. Das Bremer Loch ist eine Spendendose und sammelt Geld für Verbände der Freien Wohlfahrtspflege. Die helfen Bedürftigen.

„Komm, einen Taler haben wir noch. Ich möchte so gerne auch die Katze hören.“ Sehr cool.

Und einen Bremer Gullydeckel haben wir auch „discovert“.

Auf unserer Deutschlandtour haben uns unsere Fahrräder von Oberstdorf bis nach Bremen getragen. Puh, wir sind sehr gut voran gekommen. Man sieht schon was auf der Karte.

Den Rest bis nach Sylt schaffen wir bestimmt auch noch. Bitte bleibt neugierig.

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An den zwei Radtagen seit Münster kamen wir durch die sechs Land- und Stadtkreise: Steinfurt, Osnabrück Land und Stadt, Vechta, Diepholz und Bremen. Damit haben wir schon 38 Land- und Stadtkreise auf unserer Deutschlandtour beradelt.

Frieden

Wir radeln vom südlichsten Punkt zum nördlichsten Punkt Deutschlands und sind in Münster. In Münster und Osnabrück fand die erste große Friedenskonferenz statt. Dabei wurden gleich mehrere Frieden ausgehandelt.

Der Friedenssaal im Rathaus zu Münster verdankt seinen Namen dem Abschluss des Spanisch- Niederländischen Friedens.

Im Friedenssaal beschworen am 15. Mai 1648 feierlich die niederländische und die spanische Delegation den Frieden. Der Schwur beendete den Achtzigjährigen Krieg zwischen Spanien und den Sieben Provinzen und war gleichzeitig die Geburtsstunde der Niederlande.

Bekannter ist wohl noch der „Westfälische Frieden“. Er beendete den 30-jährigen Krieg.

An den 350. Jahrestag dieses Friedensschlusses erinnern in Münster Gullydeckel. Vor dem Rathaus liegt ein Besonderer.

Friedensdeckel in Bronze

In Magdeburg liegt übrigens ein Deckel mit gleichem Motiv.

Frieden ist das Wichtigste. Bitte bleibt neugierig.

Beinahe hätten wir es vergessen. Die „Wilsberg-Buchhandlung“ haben wir natürlich auch gesucht, gefunden und fotografiert.

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Radschnellweg 1 und Rhein-Herne-Kanal

Wir radeln vom südlichsten Punkt zum nördlichsten Punkt Deutschlands. In Mülheim, mitten in Nordrhein-Westfale wollen wir schon mal an der modernen Zukunft schnuppern. Der Radschnellweg 1, RS1, soll auf 101 Kilometer Länge Duisburg mit Hamm verbinden. Ein kleines Stück gibt es zwischen Mülheim und Essen bereits. Die Mindestbreite sind ungeteilte vier Meter.

So flutschen die ersten 10 Kilometer mit viel Spaß. Liebe Stadtplaner, wie weit seid ihr mit solchen Projekten in eurer eigenen Stadt? Bitte, bitte macht schneller.

Die Steinkohlevergangenheit ist nur noch an ganz wenigen Stellen zu erahnen.

Schacht Amalie

Weiter geht es am Rhein-Herne-Kanal entlang. Immer wieder sehen wir tolle Brücken.

Halbmond und Kreuz auf einem zugemauerten Bunker sind ein schönes Symbol.

Heute kommen wir noch nach Münster. Da war doch was mit dem „Westfälischen Frieden“.

Bitte bleibt neugierig.

Wir kamen an diesem Tag durch die sechs Landkreise: Essen, Gelsenkirchen, Herne, Recklinghausen, Coesfeld, Münster. Damit haben wir schon 32 Land- und Stadtkreise auf unserer Deutschlandtour beradelt.

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Von Koblenz nach Mülheim an der Ruhr

Wir radeln vom südlichsten Punkt zum nördlichsten Punkt Deutschlands. Es ist wieder kurz nach 9 Uhr. Wir haben in der Jugendherberge auf der Festung Ehrenbreitstein über Koblenz sehr gut geschlafen. Als wir die Festung über die steile Straße verlassen, sehen wir noch einmal unser Schlafzimmerfenster der letzten Nacht.

Natürlich haben wir in Koblenz den Schängelbrunnen und den Schängelgullydeckel fotografiert. Schängel ist der verniedlichte französische Jean. Echte Koblenzer Kinder dürfen sich Schängel nennen.

Wir fahren fast den gesamten Weg linksrheinisch mit ganz viel Flussblick.

Hier habt ihr einen Eindruck von der Wegqualität. Teilweise gibt es Schotter und teilweise glatten Asphalt.

Schon von Weitem sieht man ihn.

Wir schlafen wieder in der Jugendherberge mitten im Zentrum mit Domblick. Darauf trinken wir mit Freunden ein, zwei, drei … Kölsch.

Guten Morgen. Von Deutz geht es wieder rüber.

Heute fahren wir durch große Städte, was überraschend gut geht. Nach Köln kommt Düsseldorf.

Und irgendwann sind wir dann an der Ruhr.

Ein Mülheimer erzählte uns, dass es die Gänse inzwischen so toll in Mülheim finden, dass sie nicht mehr wegfliegen. Das Problem sei dabei deren Anzahl und deren Kot. So ist das wohl mit der klimatischen Erwärmung.

Wir kamen in diesen zwei Tagen durch die 10 Landkreise: Mayen-Kobenz, Ahrweiler, Rhein-Sieg-Kreis, Bonn, Rhein-Erft-Kreis, Köln, Rhein-Kreis-Neuss, Düsseldorf, Mettmann und Mülheim Ruhr. Damit haben wir schon 26 Land- und Stadtkreise auf unserer Deutschlandtour beradelt.

Wir wollen weiter nach Norden. Bitte bleibt neugierig.

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Von Mainz nach Koblenz

Wir radeln vom südlichsten Punkt Deutschlands nach Norden. Es ist kurz nach 9 Uhr. Wir haben in der Rhein-Main-Jugendherberge super geschlafen. Unsere Energiespeicher sind mit einem super Frühstück bis zum Bersten gefüllt.Wir rollen abwärts zum Dom von Mainz.

Ein stolzer Hahn am Eierstand hat schon was.Wir haben gerade genügend Eier zum Frühstück gegessen. Jetzt lass uns am Rhein weiter nach Norden radeln.

Gegenüber von Bingen taucht rechtsrheinisch das Niederwalddenkmal mit der Germania auf.

Die Loreley zieht uns in den Bann. Damit man sie nicht verwechselt, habe ich sie mit einem Pfeil markiert.

In Boppard treffen wir uns mit Freunden. Sie nehmen uns mitsamt Rädern zu sich mit und grillen für uns. Es könnte uns schlechter gehen. Danke schön!

Ein neuer Tag: Wir schummeln nicht. So geht es in rasender Abfahrt über Bad Ems und Lahnstein nach Boppard an den Pickup-Punkt von gestern. Wieder linksrheinisch geht es gen Koblenz. Schaut mal, auch hier haben die Preußen ihre Postmeilensäulen gesetzt und es sind nur noch 2 1/2 preußische Meilen bis zum Tagesziel.

In Koblenz lassen wir unsere Traumradelrösser für zusätzlich 1,50 Euro Seilbahn fahren und zeigen ihnen das Deutsche Eck von oben.

Auf der Festung Ehrenbreitstein gibt es wieder eine tolle Jugendherberge. Mit einem Bierchen und einem Aperolmix endet unser Tag über Koblenz.

Wir sind in diesen zwei Tagen durch die fünf Landkreise: Rhein-Hunsrück-Kreis, Weserwaldkreis, Rhein-Lahn-Kreis und Koblenz geradelt. Damit haben wir insgesamt schon 21 Land- und Stadtkreise beradelt.

Wie weit weit wir in unserem Urlaub wohl noch nach Norden kommen?

Bitte bleibt neugierig.

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Durch den unbekannten Südwesten

Von Hard kommen wir ganz schnell nach Bregenz.

„Warum habt ihr euch die Lichtgeschwindigkeit auf das Dach eures Kulturhauses geschrieben?“

„Das war schon immer so.“ sagte uns ein Bregenzer. „Na dann.“

„Warum können wir nicht zur Seebühne?“

„Weil hier gerade ein Krimi – Die Toten vom Bodensee – gedreht wird.“

Wir freuten uns über den legendären VW-Transporter.

Weiter ging es nach Sigmaringen.

„Wussten Sie, dass Sigmaringen die Hauptstadt Frankreichs war?“ war das erste, was wir dort hörten.

Nein, das wussten wir nicht. Es ist auch Interpretationssache. Als 1944 die französische Vichyregierung ins deutsche Exl ging, wurde das Schloss in Sigmaringen kurzerhand zu französischem Territorium und zum Regierungssitz erklärt.

Der ganze Spuk hatte sich dann ein halbes Jahr später erledigt. Trotzdem ist es ein schönes Schloss. Die Donau ist hier noch ziemlich klein.

Mit Schweiß geht es über die Schwäb’sche Alb wieder an den Rhein. Die drei Kaiserdome zu Speyer, Worms und Mainz wollen wir besichtigen.

So sieht unsere bisherige Route aus. GPX-Dateien fügen wir vom heimischen PC hinzu.

Wir sind in diesen Tagen durch die 15 Landkreise: Lindau, Bodenseekreis, Ravensburg, Sigmaringen, Zollernalbkreis, Tübingen, Böblingen, Enzkreis, Pforzheim, Karlsruhe, Rhein-Pfalz-Kreis, Worms, Alzey-Worms, Mainz-Bingen und Mainz geradelt. Man gibt es hier viele Kreise. Damit haben wir insgesamt schon 16 Land- und Stadtkreise beradelt.

Wie weit kommen wir noch nach Norden?

Bitte bleibt neugierig.

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Vier Länder an einem Tag

Dieses Jahr bleiben wir in Deutschland, haben wir gesagt.

Wir besuchen den südlichsten Punkt von Deutschland und dann radeln wir nach Norden, haben wir gesagt.

Wir fahren keine Tagesetappe über 100 Kilometer, haben wir gesagt.

Dann fing ich an, einen kleinen Bonus in die Tour zu basteln. Wir könnten doch Liechtenstein mit in die Tour einbauen und am Bodensee, als wir dort vor gaaanz vielen Jahren mit unserer großen Tochter waren, war es doch auch schön.

Dabei kommt dann so etwas heraus:

Wir waren erst unsicher, aber nehmt von Oberstdorf unbedingt das Tal der Sterzlach über Rohrmoos. Dort hat wohl ein Adliger eine Privatstraße gebaut und nimmt 5 Euro Maut.

Für uns Radler bedeutet das eine fast einsame Genusstour auf perfektem Asphalt.

Natürlich haben wir auch unsere Weltchallenge im Sinn. Deutschland und Österreich haben wir gestern schon besucht. Heute fügen wir Liechtenstein …

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… und die Schweiz hinzu.

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Und abends gibt es noch ein Bad im Bodensee, ein Eis, chinesisches Essen (ganz viel) und ein Bier und eine gute Nachtruhe.

„Aber ab morgen fahren wir wirklich nach Norden. „

„Ja, Schatz.“

Wir könnten ja auf unserer Tour beradelte Landkreise zählen. Wie viele das wohl werden? Bisher ist es nur ein einziger, Oberalgäu.

Bitte bleibt neugierig.

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Die großen Fächer der DHL-Packstation …

… sind wohl immer voll.

Heute radelten wir in das Kleinwalsertal nach Österreich. Da können wir unserem Konto für unsere Weltchallenge gleich mal die Republik Österreich …

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… und Deutschland hinzugefügt. Freu!

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In Riezlern stellten wir die Räder ab und verwandelten uns wieder in Wandertouristen. Mit der Kanzelwandbahn ging es ganz nach oben und wir wanderten auf dem Kammweg zum Fellhorn.

Am frühen Nachmittag ging es wieder ins Tal und mit der Hangabtriebskraft rollten wir ganz leicht zurück zur Jugendherberge.

Morgen soll sie beginnen, unsere Radtour durch Deutschland. Da brauchen wir keine Wanderschuhe, Stöcke und Rucksack. Lösung: Wir verpacken alles und schicken es mit der Post nach Hause. Was tun am Sonntag?

Ich machte mich auf den zwei Kilometer langen und 100 Höhenmeter steilen Weg zur DHL-Packstation und klick sprang das größte freie Fach auf.

wp-15971474236125378948311056089112.jpgAlleine, es war zu klein für unser Wanderkrampaket. Die Packstation hätte auch nur zwei Fächer in ausreichender Größe. Vermutlich warten da zwei Rollkoffer auf ihren Transport. Es kann nicht alles klappen.

Müssen wir morgen noch einmal runter nach Oberstdorf? Nein, die Jugendherberge nimmt uns das Paket ab und gibt es dann gegen 12 Uhr dem Postboten mit. Danke schön liebe JH.

Wir freuen uns auf den ersten Radeltag und natürlich werden wir, wenn es uns so gut geht, auch wieder etwas spenden.

Bitte bleibt neugierig.

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Am südlichsten Punkt Deutschlands

Wir radeln vom südlichsten Punkt zum nördlichsten Punkt Deutschlands. Wo ist eigentlich der südlichste Punkt von Deutschland?

In Bayern, im Allgäu, irgendwo bei Oberstdorf?

Genau. Der südlichste Punkt Deutschlands liegt etwa 26 Kilometer südlich von Oberstdorf auf 1.881 Metern Höhe, weit oben in den Alpen genau am Grenzstein 147.

Unser Tagesziel ist klar. Wir haben in der Jugendherberge Oberstdorf Kornau geschlafen und starten gegen 9 Uhr mit unseren Fahrrädern.

Es geht im Tal der Stillach immer an der Stillach entlang.

Irgendwann ist die Straße für den Autoverkehr gesperrt und wir radeln auf einem perfekt ausgebautem Alpweg bis zu seinem Ende.

Dann radeln, naja schieben wir noch bis zur Speicherhütte auf ca. 1.400 Höhenmetern. Dort dürfen sich unsere Alurösser ausruhen. Wir wechseln das Schuhwerk und machen uns auf die Bergwanderung zum südlichsten Punkt Deutschlands.

Nach vier steilen Kilometern haben wir es geschafft. Wir haben unser Tagesziel erreicht. Wir stehen am Grenzstein 147.

Am Grenzstein 147 treffen sich auch die Bundesländer Bayern, Vorarlberg und Tirol. Glücklich marschieren wir durch die traumhafte Bergwelt zurück ins Tal.
Nun waren wir am südlichsten Punkt Deutschlands. Lasst uns doch nach Norden radeln.

Bitte bleibt neugierig.

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Radeln auf der Königlich Preußischen Militäreisenbahn

Heute sind wir im Landkreis Teltow-Fläming. Nach dem verlorenen Krieg von 1871 leistete Frankreich Reparationszahlungen. Damit baute die Königlich Preußische Militäreisenbahn die Eisenbahnstrecke Berlin- Kummersdorf. Die Strecke wurde 1875 eröffnet. 1897 wurde die Strecke bis Jüterbog verlängert.

Wir trafen uns um 10 Uhr mit Freunden am Bahnhof Zossen. Ein junger Mann erklärte uns unsere Draisine und schon „radelten“ wir auf der 25 Kilometer langen Strecke.

1902 bis 1903 fanden hier ein elektrischer Versuchsbetrieb mit 10 kV Drehstrom und Schnellfahrversuche statt. Hier wurde sogar ein Geschwindigkeitsweltrekord mit 210.2 km/h aufgestellt, der für 28 Jahre ungebrochen blieb.

Wir ließen es auch nicht gemütlich angehen. Unser Team Damen sorgte für Vortrieb, während wir Herren Geocaches der „Geotour Land-Luft-Schiene-Geschichte“ am Rande der Strecke einsammelten. Nach 20 Kilometern Radeln auf Eisenbahngleisen wurden wir in Schönefeld mit einem tollen Finale belohnt.

Am 22. Mai 1998 fuhr auf der Strecke Zossen- Sperenberg der letzte Personenzug.

Heute lädt eine Trinkhalle an den Gleisen zum Verweilen ein.

Es ist toll, dass es diese Eisenbahnstrecke noch gibt. Übrigens gab es am Wegesrand viele verlassene Militärgelände, aber das ist eine andere Geschichte. Wir hatten sechs Stunden Spaß.

Bitte bleibt neugierig.