Elektrotechnik trifft Kunst #2

Es gibt tolle Graffiti. Übrigens kommt das Wort aus dem Italienischen. Zu oft sehen wir leider Farbschmierereien an Hauswänden, Straßenbahnen, Zügen oder auch auf Schildern. Ihr wisst, was ich meine.

Man kann diese Verschmutzung verurteilen, aber es bleibt die Frage, wie Städte, Gemeinden, Unternehmen oder auch Privatleute damit umgehen. Ein Ansatz ist, potentielle Flächen vor den Schmierfinken zu gestalten. Das tun zum Beispiel die Energieversorger. So sind viele Trafohäuschen, wie das auf dem Beitragsbild in Schöningen (Niedersachsen) mit ganz tollen Bildern bemalt.

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Da kommt in Nieps, in der Nähe von Klötze (Sachsen-Anhalt) ein Schäfer gemütlich mit Hund und Schafen des Weges.

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Bei Wandlitz (Brandenburg) hat jemand seinen Campinganhänger geparkt.

Trafohaus

In Haldensleben will man sich gleich anstellen, um auch auf ein paar Dosen zu werfen (Uta, danke für das Foto.).

Gibt es bei euch auch so toll gestaltete Trafohäuschen?

Bitte bleibt neugierig.

zu Elektrotechnik trifft Kunst #1

 

Unser Great Glen Way – Finale in Inverness

In sieben Tagen wanderten wir in 127 Kilometern den gesamten Great Glen Way. Es war einfach nur super!

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In unserem Reiseführer stand, dass es eine „leichte“ Wanderung wäre. Ganz ehrlich, wir fanden es nicht leicht. Der Weg war gut ausgeschildert und beeindruckend, aber wir waren auch jeden Tag froh, unser „Guesthouse“ erreicht zu haben.

Wir trafen eine junge Frau, die den Weg in vier Tagen lief. Viele gehen sechs Tage. Für uns waren sieben Etappen in Ordnung. Ein Blick auf den gesamten Great Glen:

Das Land ist karg.

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Neben den unvermeidlichen Schafen trafen wir auch einige andere Tiere.

Erstmals hatten wir uns für den Service des Gepäcktransportes durch „Abenteuer Wege“, das deutsche Brand von „Macs Adventure“ entschieden. Es ist sehr komfortabel, wenn man nur einen Tagesrucksack auf dem Rücken hat und abends sein Gepäck im Zimmer vorfindet. Wir haben den Service sehr genossen.

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unser Ziel, Castle of Inverness

Fazit:
Wir mögen Einsamkeit. Wir mögen Skandinavien. Wir mögen einfache, karge Landschaft. Wir können auch Regenwetter leiden. Wir mögen britische Pubs und „full english breakfast“. Wer das ebenfalls mag, für den ist Wanderurlaub in Schottland genau das Richtige.

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Zu Hause wartet jetzt aber wieder mein Fahrrad auf mich.

Bitte bleibt neugierig.

 

 

Unser Great Glen Way – Loch Ness

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Am Nachmittag unseres dritten GGW-Tages erreichten wir Fort Augustus. Dort übernachteten wir. In Fort Augustus steigt der Caledonian Canel wieder über mehrere Schleusen ab, bevor er in den sagenumwobenen Loch Ness mündet.

Tagsüber ist der Ort durch unzählige Touristen überfüllt. Wie überall auf der Welt wälzen sie sich durch die Souvenirshops, machen Fotos mit ihren Smartphones und sind mit Bussen angefahren worden.

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Aber abends kehrte Ruhe ein und wir konnten die Stimmung auf uns wirken lassen. (Wie üblich macht Klick die Fotos größer.)

Am nächsten Morgen ging es gleich an den See.

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Natürlich haben wir geschaut, ob wir das Seeungeheuer Nessi sichten.

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Yes, we did! Cool ;-).

Nach Wasservolumen ist der Loch Ness der größte See Schottlands. Der See ist 37 Kilometer lang und wir wanderten erst nach Invermoriston, wo wir im Bracarina House schliefen. Dann wanderten wir nach Drumnadrochit. Was für ein Name? Dort schliefen wir zwei Nächte im Kilmore Farmhous.

Der Great Glen Way hat manchmal eine „upper“ und eine „lower“ Variante. Die Ausblicke sind von der oberen Variante natürlich beeindruckender.

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Atemberaubend schön!

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Der Blick auf die weit entfernte Ruine von Urquhart Castle machte uns neugierig.

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Von Nahem betrachtet sieht man die Ruine einer seit 1692 verlassenen Burganlage. Das ganze passt aber toll in die Gegend und über allem weht voller Stolz die schottische Flagge.

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Morgen wandern wir von Loch Laide nach Inverness (Cavell Guest House). Bitte bleibt neugierig.

Unser Great Glen Way – United we conquer

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Glen, unser Guestfather in Spean Bridge, stoppte am Monument für die im 2. Weltkrieg gefallenen Männer der Kommandos.
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Hier in den schottischen Highlands war ihr Trainingsgebiet.

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Männer aus vielen Nationen, auch Deutsche, trainierten unter anderem die Landung von See. Im Wald sahen wir die Reste eines Modells eines britischen Landungsschiffes. Die hölzernen Seitenwände gibt es heute nicht mehr. Es hatte 4 Mann Besatzung und konnte 36 Soldaten transportieren. Vor dem Modell gab es Wassergräben und es wurde Beschuss simuliert. Unter diesen Bedingungen wurde die Landungsklappe geöffnet und die Soldaten übten durch Wassergräben an Land zu stürmen. Realität wurden diese Übungen unter anderem bei der Landung in der Normandie.

Abends im Guesthouse saßen wir mit Glen und anderen Gästen aus Irland und England im Salon auf unverrückbar schweren Möbeln am knisternden Kamin. Es war exakt so, wie ihr es euch gerade vorstellt.

Wir unterhielten uns über Ergebnisse und Auswirkungen von Wahlen (Brexit, Bundestagswahl), separatistische Bestrebungen (Katalonien, Schottland) und „the biggest tank battle ever“. Wir waren uns einig, die Welt ist verrückt und es wäre gut, aus der Geschichte zu lernen.

Am Morgen empfing uns wieder der schottische Herbst.

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Nach dem Loch Lochy kamen Loch Oich und River Oich.

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Hotel/Guesthouse Nr. 3 war das Glengarry Castle Hotel. Sehr, sehr nobel.

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Wir  wanderten nach Fort Augustus zum Loch Ness. In Fort Augustus schliefen wir im Abbey Cottage.

Ob wir Nessi sehen werde?

Das verraten wir im nächsten Beitrag. Bitte bleibt neugierig.

Unser Great Glen Way – von Schleusen und Swingbridges

englisch Englisch?

Wir sind dann mal auf dem Weg!

Sieben Wandertage liegen vor uns. Wir werden jeden Tag zwischen 15 und 23 Kilometer durch Great Glen, das „Große Tal“ von Schottland wandern. Es wird großartig.

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Im Oktober gibt es noch blühende Blumen in schräggelegten Booten …

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… und auch schräggelegte Boote ohne Blumen.

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Der „Jacobite Steam Train“ (auch bekannt als Hogwartsexpress) fährt von Fort William nach Mallaig. Ich liebe so alte Dampfloks.

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Der Caledonien Canal ist eine ingenieurtechnische Meisterleistung und wurde in den Great Glen hineingebaut. Er ist 97 Kilometer lang und verbindet die schottische Westküste bei Inverness mit der Ostküste bei Fort William.

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Um die Höhenunterschiede auszugleichen, sind 27 Schleusen notwendig. „Neptun’s staircase“ mit 8 Schleusenkammern ist wohl die Bekannteste.

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Technisch sehenswert sind die 10 voll funktionstüchtigen „Swing Bridges“. Ich mag ihren Swing.

Unser Tagesziel war Gairlochy Lock. Als wir dort ankamen riefen wir das „Spean Lodge Country House“ an und Glen, der Besitzer holte uns mit dem Auto ab.

An den Seen, die hier Lochs heißen, ist eine ganz eigene Stimmung.

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Frau Traumradlerin blickt auf Loch Lochy. Zwei Tage sind wir jetzt auf dem Weg. Mal sehen, was wir noch entdecken.

Bitte bleibt neugierig.

Ben Nevis

Ein Urlaub ausnahmsweise ohne Fahrrad: Wir schliefen in Fort William (Myrtle Bank Guest House). Nach dem Frühstück brachen wir auf und erreichten nach ca. 4 Kilometern das Ben Nevis Visitors Center. Das Wetter war sehr windig und regnerisch. Die ersten Meter waren noch flach.

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Doch dann kamen die 1345 Höhenmeter. Wir sind bei diesem Berg ab Meereshöhe gestartet, verrückt.

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Ganz hinten auf dem Bild sieht man Loch Linnhe, die längste Meeresbucht Schottlands. In Norwegen würde man wohl Fjord sagen.

Die letzte Sitzgelegenheit gab es bei ca. 200 Höhenmetern. Danach gab es weder eine Hütte noch eine einzige Bank, aber überall Wasser.

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Die letzten 300 Höhenmeter gab es außer Nebel, Regen und Sturm gar nichts zu sehen.

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Was tut man aber nicht alles für ein Gipfelfoto?

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Für den Aufstieg benötigten wir 3,5 Stunden. Der Abstieg dauerte ebenfalls 3,5 Stunden.

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Bergab ist es oft genau so anstrengend wie bergauf. Wir hatten gut zu tun, uns keinen Fehltritt zu leisten.

Nass, müde und glücklich landeten wir gegen 18 Uhr bei Crofters, einem urigen Pub in Fort William. Guinness, Ale und Fish and Chips waren eine Wohltat. Was für ein toller Tag? Ab morgen erkunden wir den Caledonien Canel.

Bitte bleibt neugierig.

Kastanien

Kastanien liegen auf der Wiese. Unsere Fingerfesthalterin ist zu Besuch. War da was? Na klar, wir basteln Kastanientiere. Bitte suche einen kleinen Bohrer!

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Natürlich braucht eine so schwere Arbeit eine helfende Hand.

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Doch das Ergebnis ist alle Mühe wert.

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Willkommen Hund, Igel und Schlage!

Man sollte viel mehr Zeit mit dem Basteln von Kastanientieren verbringen. Wann habt ihr das letzte mal Kastanientiere gebastelt?

Bitte genießt den Herbst und bleibt neugierig.

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