Es gibt Sehnsuchtsorte. Für uns gehört Andorra dazu.
Am 15. Juli 1997 gewinnt Jan Ulrich die Königsetappe der damaligen Tour de France von Luchon nach Arcalis in Andorra.
Das Fürstentum Andorra hoch oben in den Pyrenäen, von Frankreich und Spanien umschlossen, ist mit einer Fläche von 468 Quadratkilometern der größte der sechs europäischen Zwergstaaten.
Als wir im nassen, kalten und regnerischen März 2018 Andorra mit dem Auto besuchten, fanden wir in Andorra la Vella wenig Sehenswertes. Gesichtslose Hotelbauten prägten das Stadtbild.
Einzig die surreale, am Flussufer stehende Bronzeskulptur von Salvador Dalí mit einer dahinschmelzenden Uhr und Engeln hat es uns angetan.
Heute dürfen wir euch ein Schilderfoto von Christian präsentieren. Christian schreibt:
„Anbei noch ein kleines Schmankerl…ich habe das Alphabet mit Ortsschildern, die ich bei meinen Touren erwischt habe, nachgebastelt, … Da ist alles dabei, vom (alphabetisch) ersten bis zum letzten Ort der Republik, manch‘ Internationales, Wortspiele, Himmelsrichtungen etc…. „
Von Aach bis Zyfflich kann man also in Deutschland dem Alphabet nach radeln. Danke lieber Christian und viele Grüße nach Oberfranken.
Wir wünschen einen schönen „Schildersonntag“ und bitte bleibt neugierig.
Seit Mai hat sich viel in unserer Weltchallenge getan. Die Challenge hat zwei neue Mitspieler. Lissa und Christian K.. Herzlich willkommen.
Beide habt ihr schon die Niederlande „discovert“. Wir freuen uns riesig.
… und beide habt ihr uns gleich sechs bzw. sogar neun Länderfotos gesendet. Ihr seid gut unterwegs. Respekt.
Wir freuen uns natürlich über jedes einzelne Foto. So ergänzte Goradzilla seine Ländersammlung am 5. Juni um Polen und auch Kettenpeitscher radelte am 29. Juli mit seinem roten Flitzer in unser Nachbarland.
Wir selber radelten auf unserer Sommerradtour durch Rumänien, Ungarn und die Slowakei.
Unser Führender Jesko „finishte“ das „Transcontinental Race No 10“ (herzlichen Glückwunsch dafür). Dabei fügte er das Kosovo und die Türkei zu seiner stattlichen Ländersammlung hinzu.
Schließlich gab es gestern noch eine Mail von Rudi. Er meldete die Slowakei und Tschechien als besucht.
Auf dem EuroVelo 6 führt unsere letzte Etappe in unsere dritte Hauptstadt.
Der Fahrradweg auf der nördlichen Donauseite ist perfekt asphaltiert und führt topfeben in die slovakische Hauptstadt Bratislava.
Einen Tag erkunden wir per pedes die Stadt. Natürlich besuchen wir Cumil, den Gaffer. Der Kanalarbeiter schaut neugierig mit spitzbübischem Lächeln dem Treiben in der Innenstadt zu. Er hat sogar ein Schild.
„Man at work“ und schon haben wir den Song „Down under“ im Kopf. Wir kommen nicht aus Australien, entdecken aber trotzdem viele schöne Orte.
An unserem letzten Abend in Rumänien, in Arad, haben wir unsere Rückreise geplant und zwei Zugtickets inclusive Fahrradstellplätzen von Bratislava für 160 Euro gebucht. Morgen geht unsere 17-tägige Fahrradtour mit gut 1.000 Kilometern von Bukarest nach Bratislava mit vielen Eindrücken zu Ende.
Auf sehr gut ausgebauten Radwegen radeln wir auf der östlichen Donauseite auf dem EuroVelo 6 nach Norden. Nach dem Donauknie, einem beinahe rechtwinkligen Knick durch das Visegrader Gebirge, bahnt sich die Donau ihren Weg nach Westen.
Wir bleiben auf der nördlichen Seite der Donau und erreichen so die Slovakai. Zwei mal überqueren wir die Grenze auf unserem Weg nach Esztergom. Kennt ihr schon unsere Weltchallenge?
Die Sankt-Adalbert-Kathedrale von Esztergom ist der größte Kirchenbau Ungarns. Er ist einer der größten Dome weltweit, ein riesen Möbel.
Morgen geht es auf die zwei letzten Etappen. Über Komarno radeln wir nach Bratislava.
Auf unserer Fahrradtour durch Südosteuropa erreichen wir die Donau. Auf dem EuroVelo 6 radeln wir in die schöne ungarische Hauptstadt Budapest.
erstes EuroVelo-SchildBlick auf das Parlament
In Budapest gibt es sehr viel zu sehen. In diesem Post zeigen wir euch Graffiti, die uns im historischen jüdischen Viertel von Pest ins Auge fielen.
In diesem Viertel gibt es auch ganz tolle Kneipen.
Es ist heiß. Morgen baden wir auf der Margareteninsel in einem „fürdő“, einem Freibad. Danach geht es, der Donau folgend, weiter nach Norden und Westen.
Rumänien ist im Sommer heiß. Rumänien ist groß. Wir fahren eine Etappe von Deva nach Arad mit der Eisenbahn.
Bahnhof Arad
Unser Zug fährt langsam, aber direkt nebenan bauen die Rumänen eine komplette neue Bahntrasse. Rumänien entwickelt sich.
Wir schlafen in Arad. Nun geht es auf die letzte Etappe in Rumänien. Wir fahren auf der leeren Nationalstraße 7 in Richtung Ungarn nach Nadlac.
An der rumänisch ungarischen Grenze wird noch kontrolliert. Wir drängeln uns an das Wachhäuschen und zeigen unsere Personalausweise. Wir sind Deutsche und dürfen passieren. Die Rumänen scannen unseren Ausweis und dokumentieren unsere Grenzpassage. Die Ungarn dokumentieren unsere Einreise nicht.
Klasse, jetzt haben wir zwei neue Länder für unsere Weltchallenge.
Wir haben uns in Rumänien von den Menschen immer willkommen gefühlt. Wir haben am ersten vollen Tag in Bukarest Bargeld am Automaten geholt. Das wäre nicht nötig gewesen. Selbst kleine Lebensmittelläden auf den Dörfern oder auch Eisdielen akzeptieren Kartenzahlung. Radwege gibt es fast gar nicht, aber die Straßen sind sehr gut asphaltiert, glatt und gut zu radeln.
Rumänien hat uns positiv überrascht. Jetzt schauen wir uns in Ungarn um.
MarktplatzGulli Augen von HerrmannstadtLügenbrücke
Die „Lügenbrücke“ ist eine der Sehenswürdigkeiten in Sibiu. Eigentlich ist es eine Liegebrücke. Der Volksmund machte daraus eine „Lügenbrücke“. Sie macht Geräusche, wenn jemand lügt. Ob die Braut wohl noch Jungfrau sei, wäre eine Frage aus der Legende.
Da wir nur ein mal über hohe Berge radeln wollen, verzichten wir auf das „Draculaschloss“ bei Bran. Ein transilvansches Kultschloss wollen wir aber sehen. Wir entscheiden uns für die Burg der Corviner in Hunedoara, ehemals Eisenmarkt.
Schon der Blick von unserem Hotel ist toll. Wir duschen und los.
Das historisch Vorbild des Grafen Dracula, Vlad III. Drăculea hat sich hier nur für kurze Zeit aufgehalten.
Wir finden die Burg trotzdem cool.
Ein Rumäne ist mit der Sanierung der Mauer sicher etwas länger beschäftigt.
Wir trinken unsere Limonade im Schatten der Burg. Nein, Schatten gibt es hier nicht. Mal schauen was wir morgen machen.