Transfăgărășan mit Fahrrad

Kurz hinter Pitesti biegen wir rechts ab. Geografielehrer korrigieren, wir wenden uns nach Norden und radeln in die Karpaten.

Wir radeln eine der weltweit schönsten Passstraßen, die Transfăgărășan. Die Transfăgărășan wurde aus Angst vor der Sowjetunion durch unwegsames Hochgebirge gebaut. Sie durchquert die Karpaten auf 151 Kilometern und erreicht eine Höhe von 2042 Meter.

Am Dienstag fahren wir nachmittags die ersten 40 Kilometer bis auf gute 800 Höhenmeter und schlafen im Hotel Posada am Vidraru Stausee. Traumhaft.

Am Mittwoch geht es hoch zum Pass und dann geschwind hinunter, rein nach Transsilvanien bzw. Siebenbürgen.

Zwei Wiener sagten uns, dass sie die Transfăgărășan nicht fahren, da es dort so viele wilde Bären gibt.

Das bestätigen wir. Wir treffen insgesamt vier mal mit Bären zusammen. Einer kuschelt sich in den Straßengraben und schaut uns zu.

Die Transfăgărășan ist manchmal erst ab Juli offen. Dieses Jahr war sie es schon im Juni. Trotzdem lagen oben noch Schneereste.

Oben regnet es heftig. So rasten wir und essen in einem Zelt bei cooler Musik frisch vom Grill Fleisch mit einem großen Berg Bratkartoffeln.

Als die Sonne durch die Wolken lugt, macht sich Susanne auf die Abfahrt.

Die Talfahrt nach Norden ist atemberaubend.

Wir lassen es bis kurz vor dem ehemaligen Oberkerz rollen und schlafen wieder in einem Hotel, welches ein ganzes Schwimmbad nebenbei hat. Wir sind beim Relaxen alleine und genießen es.

Unsere nächsten Ziele sind Sibiu/ Hermannstadt und das Schloss Hunedoara.

Bitte bleibt neugierig.

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Rumänien 2024

Wo waren wir noch nicht in Europa?

1981 sind meine Eltern mit mir im Trabant auf dem Weg ans Schwarze Meer durch Rumänien gefahren. Kleines Auto, keine Klimaanlage, schlechte Straßen – verrückt. Daran habe ich nur wenige Erinnerungen. Susanne war noch nie in Rumänien.

Für 320 Euro fliegt uns WizzAir inklusive zweier Fahrräder am 23.06.2024 nach Bukarest.

Die Entscheidung ist gefallen. Wir radeln dieses Jahr durch Rumänien.

Direkt am Gepäckband des Flughafens in Bukarest montiere ich gegen 18:30 Uhr die Räder. Die Kartons stellen wir neben andere Pappabfälle. Dann verlassen wir den Flughafen Otopeni.

Abendliche Hitze schlägt uns auf dem Balkan entgegen. Wir radeln am Sonntagabend auf der extrem stark befahrenen Nationalstraße 1 ins Zentrum von Bukarest zu unserem Hotel. Gegen 21 Uhr checken wir ein. Wir sind müde und glücklich, dass alles geklappt hat.

Morgen wollen wir nach Petesti.

Es wird ein heißer Ritt durch die Walachei. Wir freuen uns darauf.

Bitte bleibt neugierig.

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Frauen haben immer recht – Schildersonntag #78

Bitte bleibt neugierig.

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Mai ’24 – Update Weltchallenge

Es ist cool, wenn wir zusammen neue Länder entdecken.

Wir haben einen neuen Mitspieler. Rudi, der Kilometermacher aus Österreich hat sich uns angeschlossen. Er ist die Via Regia 2024 gefahren und hat dabei an unsere Weltchallenge gedacht. Mit Polen gibt es den ersten Länderpunkt für ihn.

Rudi, willkommen auf Platz 8.

Und wir waren auch fleißig. 2012 haben wir achtlos ohne ein Fahrradfoto die Grenze zwischen Lettland und Estland in Valga gequert. Jetzt, kaum 12 Jahre später, haben wir diese Grenze wieder mit dem Fahrrad überquert und fotografiert.

Damit haben wir uns den alleinigen Platz 2 hinter Jesko gesichert.

Bitte bleibt neugierig.

Vielleicht kommt ihr ja auch an einem Grenzschild vorbei und möchtet an der Weltchallenge mitwirken. Wir würden uns freuen.

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Eesti Trip – Part 3

Am 10. Februar 2001 versteckte „enn“ bei Tõrva im Süden Estlands den ersten Geocache von Estland, HE-stash / HE-aare . Damals ahnte niemand, dass genau diese Dose uns 23 Jahre später in den estnischen „Landkreis Valga“ locken würde.

Wir stellten die Räder an einer alten Ordensburg ab und gingen zu Fuß. Die üblichen Mücken begleiteten uns. Das überraschte nicht. Aber der Schillergedenkstein überraschte doch. Aha, hier stand also, weit weg von seiner deutschen Heimat, das weltweit erste Schillerdenkmal.

Weimar, da seid ihr zu spät gekommen. Haben wir schon geschrieben, dass wir Superlative mögen?

Ab Viljandi brachte uns Elron, das estnische Eisenbahnunternehmen, wieder entspannt nach Tallinn. Dort hatten wir noch einen vollen Tag für Dinge, die Touristen tun.

Tallin ist eine schöne Stadt und auf jeden Fall einen Wochenendtrip wert.

Im Hotel warteten unsere Bikeboxen. Vor einem Longdrink auf unseren Easti-Trip verschwanden unsere treuen Räder in die luftfahrtgenehme Verpackung.

Die zwei Flüge von Berlin nach Tallinn und zurück haben uns bei AirBaltic 173,- Euro pro Person zzgl. 90 Euro für ein Fahrrad gekostet. Für uns beide kosteten die Flüge zusammen 526 Euro. Wir stellten uns am AirBaltic-Schalter auf dem Flughafen in Tallinn an, erhielten die Gepäckaufkleber und stellten die zwei Boxen (Pappkarton, 155x87x27) zwischen den Schaltern 9 und 10 ab. In Berlin klappte auch alles.

Wir hatten eine tolle Woche. Das Radeln auf einsamen Straßen, die alle einen breiten Seitenstreifen für uns Radler hatten, war ein Riesenspaß.

Bitte bleibt neugierig.

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Eesti Trip – Part 2

Ohne Frühstück radelten wir 15 Kilometer nach Virtsu. Dort fährt die Fähre nach Muhu. Schnell war das Returnticket auf dem Handy gebucht. Auf der Fähre gab es dann lecker Frühstück, Bohnen, Ei, Würstchen, Kaffee.

Von Muhu kommt man über einen Damm nach Saaremaa. Dort genossen wir zwei Tage die Gastfreundschaft unserer Freundin.

Auf unseren Freund tranken wir bei perfekt blauem Himmel direkt am Ostseestrand eine letzte Flasche Wein.

Die Zeit verging und schon bald standen wir wieder am Fähranleger.

„Wir sind zwei Fähren zu früh hier.“

„Bei der Mail zum Ticket ist ein Link dabei. Ich klicke mal drauf. Gut, ich habe für 0 Euro umgebucht.“

Wir radeln nach Pärnu. Pärnu ist die viertgrößte Stadt in Estland und ein Ostseebad mit superbreitem Sandstrand.

Nach gutem Frühstück mit Blick auf die Ostsee ist es Zeit unser Ziel B) zu erreichen. Wir radeln auf der Landstraße von Pärnu in Richtung Valga. Dabei nähern wir uns der Grenze zu Lettland auf nur fünf Kilometer. Natürlich machen wir den Abstecher bei Mõisaküla.

Zwei Punkte für die Weltchallenge sind der Lohn. Jetzt wollen wir noch den ältesten Geocache in Estland C) finden.

Bitte bleibt neugierig.

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Eesti Trip – Part 1

Wir haben neun Tage Zeit und drei Gründe für unseren Trip nach Estland. A) Ein Freund wird bestattet. B) Wir haben noch kein Foto mit einem estnischen Grenzschild für die Weltchallenge. C) Wir haben den ältesten Geocache von Estland noch nicht gefunden.

Die Flüge sind bei AirBaltic gebucht. Nehmen wir die Fahrräder mit? Ja, sonst klappt B) die Weltchallenge nicht.

Das Hotel am Flughafen Tallinn Lennujaam versprach unsere Fahrradboxen während unseres Eesti Trips aufzubewahren. Perfekt.

Die Route war klar, erst A) dann B) und dann C). Da wir nicht mehr um jeden Preis Kilometer machen, planen wir am Anfang und am Ende zwei Bahnreisen, Tallinn-Turba und Viljandi-Tallinn.

Auf dem Bahnsteig in Tallinn buchte ich auf dem Handy für 9,36 Euro das Zugticket nach Turba. Die Fahrräder kosten nichts. So muss das … .

Die Sonne strahlte und der Himmel war blau. Wir sammelten Eindrücke.

Die Kasari-Brücke war 1904 bei ihrer Fertigstellung die längste Stahlbetonbrücke Europas. Wir mögen Superlative.

Außer in den Tourihotspots ist die touristische Infrastruktur in Estland dünn. Wir hatten zwei Kilometer von der Hauptstraße entfernt in Voose ein Quartier gebucht. Als wir ankamen begrüßten uns Tausende Mücken sonst nichts. Mit dicker weißer Farbe war ein Telefonnummer an das Haupthaus gepinselt.

„Wie ist die Vorwahl von Estland? Ich rufe da jetzt an.“

In deutsch: „Entschuldigung, ich bin in Tallinn. Gehen Sie am Holzhaus vorbei und suchen Sie eine braune Tür. Die Tür ist nicht abgeschlossen.“

„Gefunden.“

„Da können Sie schlafen. Gute Nacht.“

So haben wir es dann gemacht und am nächsten Morgen radelten wir weiter in Richtung Saaremaa, der größten estnischen Insel.

Bitte bleibt neugierig.

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Elchreim – Schildersonntag #77

Vom Elch haben wir noch kein Bild,
wir sahen ihn nur auf einem Schild.

Bitte bleibt neugierig.

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Holunderweg 2024 – Stempelstellen in jedem Dorf

Wir trafen uns am 1. Mai 2024 zu unserer Start-in-den-Mai-Radtour. Wir waren wieder auf Holunderentdeckungstour durch die hohe Börde. Unseren ersten Holunderwegstempel erhielten wir an der Autobahnkirche in Hohenwarsleben.

Über Hermsdorf und Ackendorf ging es zur Hundisburg. Dort rasteten wir ausgiebig.

Auch an der Veltheimsburg machten wir Pause und freuten uns über das Klavier.

Unser Holunderwegstempelheft kann sich nach dem heutigen Tag sehen lassen.

Wir hatten einen richtg tollen Tag mit euch. Dankeschön Jörg, Annerose, Matthias und Simone.

Hier seht ihr in grün unsere 55 Kilometertour auf dem Holunderradweg.

Wir wünschen euch einen schönen Mai. Bitte bleibt neugierig.

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Alles blüht – Schildersonntag #76

Das Bild ist vom vorletzten Sonntag. Genießt den Frühling.

Wir wünschen euch ein schönes Wochenende.

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