Holunderweg 2025 – Stempelstellen in jedem Dorf

2023 und 2024 sind wir schon auf dem wunderschönen Holunderweg westlich von Magdeburg durch die Hohe Börde geradelt. Heute kam die dritte Radtour in rot hinzu.

19 Stempelstellen locken und machen die Touren zusätzlich spannend. Unserer kleinen Radgruppe fehlen nur noch drei Stempelkästen. So legen wir die Route über Niederndodeleben und Eichenbarleben.

Nach unserem ersten Picknick vor der Kirche in Eichenbarleben war nun der Stempelkasten in Brumby unser Ziel. Die nötigen Infos fanden wir am Taubenturm in Brumby und dann rechnete das Team, um an den Code für den Stempelkasten zu kommen.

Wir haben es geschafft. Auf unserem Rückweg entdeckten wir den neuen „Ferkeltaxenradweg“, der heute noch im Bau ist.

Dieser neue Radweg wird auf der ehemaligen Eisenbahnstrecke Eilsleben-Haldensleben gebaut. Es ist bitter, dass unser Land diese Infrastruktur aufgegeben hat, aber immerhin entsteht dort nun ein Radweg. Unsere zweite große Rast fand dann in einem Pavillon im Holundertal statt.

In Groß Santersleben erhielten wir in der Pilzzucht „Bördepilz“ eine Führung. Limonenseitling, Kräuterseitling, Shiitake … . Unverhofft kommt oft.

Morgen gibt es bei uns frische Kartoffeln mit Shiitakepilzen. Auch wenn man glaubt alles in seiner „Homezone“ zu kennen, so stimmt das nicht. Wir haben heute viel Neues gesehen und hatten Spaß.

Bitte bleibt neugierig … auch in eurer „Homezone“.

zurück zum Holunderweg 2024

Kriegstüchtig? – Schildersonntag #95

17. Mai 2025: Es ist „Tag der offenen Tür im Gefechtsübungszentrum Heer“ in der Altmark. Dieser Tag ist unsere Chance die Stadt „Schnöggersburg“ zu sehen. Also los.

Wir waren mit dieser Idee nicht alleine. 10 Kilometer radeln wir am Stau auf der B71 vorbei.

Viele Autofahrer bestätigen uns, dass wir das bessere Verkehrsmittel gewählt haben. Während die Autos noch ein oder zwei Stunden brauchen, erreichen wir die im Normalfall unzugängliche Welt der Leopard- und Marder-Panzer hinter den Zäunen der Bundeswehr.

Vor unserem eigentlichen Ziel „Schnöggersburg“ lag aber noch ein zweistündiges Schlangestehen.

Offensichtlich war die Bundeswehr logistisch überfordert. Egal, wir wollten zur „Schnöggersburg“.

Die „Schnöggersburg“ ist eine Übungsstadt aus ca. 500 Gebäuden, mit Autobahn, einem Slumdistrikt, Gewerbegebiet, Chemiefabrik und Religionsgebäude. Es gibt auch einen künstlichen Fluß, die Eiser, dessen Brücken man „sprengen“ kann.

Es gibt sogar drei U-Bahnstationen.

Es ist krass, was hier alles möglich ist. Wir nehmen sehr viele Eindrücke mit.

Vor der Kaserne, auf dem Heimweg, sahen wir noch einmal die Transparente derer, die unsere grenzenlose Aufrüstung (Whatever it takes) kritisch sehen.

Bitte bleibt neugierig.

zurück zum Schildersonntag #94
vorwärts zum Schildersonntag #96

Tag des Sieges – Schildersonntag #94

Am 9. Mai 2025 wurde der „80. Jahrestag Tag des Sieges über Nazideutschland“ in Moskau und vielen anderen Städten gefeiert. Das Foto haben wir in Tiraspol gemacht.

Die Bedeutung dieses Tages wird klar, wenn man einen Blick auf andere Orte wirft.

Unvorstellbar war die Unmenschlichkeit.

Das Gedenken an diesen historischen Tag muss einen, darf nicht spalten.

Bitte bleibt neugierig.

zurück zum Schildersonntag #93
vorwärts zum Schildersonntag #95

Naturoase – Schildersonntag #93

Naturoasen oder keine Lust auf Rasen mähen? Egal, genießen wir die Sonne, die Bienen und die … Naturoasen.

Andreas, danke für dein Foto.

Wir wünschen einen schönen Schildersonntag und bitte bleibt neugierig.

zurück zum Schildersonntag #92
vorwärts zum Schildersonntag #94

Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt …

Sorrent, es ist Mittag und wir haben gerade die sehr steile Abfahrt zum Hafen hinter uns gebracht. Wir kaufen für 68 Euro Fährtickets für uns und unsere Fahrräder nach Capri.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Capri für viele Westdeutsche ein Symbol der Sehnsucht nach Freiheit, Lebensfreude und Reiselust. Besonders in den 1950er- und 1960er-Jahren prägten Schlager wie „Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt“ das Bild der Insel als romantisches Traumziel.

Wir haben unsere Übernachtung in Anacapri gebucht. Anacapri liegt auf 275 Höhenmetern. Das heißt, wir strampeln mal wieder ordentlich bergauf.

Auf den Monte Solaro, das ist mit 589 Höhenmetern der höchste Berg auf Capri, fahren wir früh am Morgen mit dem Sessellift. Wir sind so früh, dass wir ganz alleine die Aussicht genießen können.

Wir verlassen Capri in Richtung Positano an der Amalfiküste.

Ständig sehen wir das azurblaue Mittelmeer. Wir werden von Positano auf der Küstenstraße immer am Meer entlang nach Amalfi radeln.

Bitte bleibt neugierig.

zurück nach Pompeji

Wir wollten nie nach Neapel

Neapel liegt im Süden Italiens und ist nach Rom und Mailand mit einer Million Einwohnern die drittgrößte Stadt Italiens. Neapel ist die Hauptstadt Kampaniens. Und genau dorthin ging unsere Radtour im April.

Zählt man das Umland von Neapel hinzu, leben in Neapel ca. vier Millionen Menschen. Die Straßen sind voll mit hupenden Autos und gelegentlich ahnt man noch wie die römischen Legionen auf dem selben uralten Pflaster marschierten.

Wir flogen mit EasyJet ab Berlin nach Neapel. Unsere Fahrräder haben wir erstmals in echten Fahrradkoffern verpackt. EasyJet berechnete 61 Euro je Fahrrad und Flug. In Berlin druckten wir die Gepäckanhänger am Automaten aus, klebten sie auf die Koffer und gaben sie am Sperrgutgepäckschalter ab. In Neapel standen die Koffer schon am Gepäckband. Es klappte alles problemlos.

In Neapel nahm der Alibus unsere „großen“ Gepäckstücke ohne Murren mit ins Stadtzentrum.

Wir hatten uns im Palazzo Ferrara für die ersten zwei Tage unserer Tour und für den letzten Tag eingemietet.

Die Fahrradkoffer blieben während unserer Fahrradtour in der Garage des Palazzos.

Als wir am nächsten Tag durch Napoli radelten, sahen wir überall Spuren der Verehrung für Diego Armando Maradona.

Die Verehrung für Maradona in Neapel ist gigantisch, fast schon religiös. Man sieht in ihm einen Heiligen, der die ganze Stadt stolz macht. Es gibt Wandbilder, unzählige Trickotshops oder Altäre. Durch Maradona war es möglich, dass ein Außenseiterclub aus dem armen italienischen Süden Titel gewinnt. Das macht die Menschen in Neapel bis heute stolz.

Warum flogen wir mit den Rädern ausgerechnet nach Neapel? Wir hatten schon viele Jahre eine Einladung von einem Freund. Er wohnt in Pontone, einem Dorf bei Amalfi. Jetzt ist Zeit, diese Einladung anzunehmen. Sorrent, Capri, Positano oder Amalfi machten uns neugierig. Morgen geht es auf den Vesuv.

Bitte bleibt neugierig.

vorwärts auf den Vesuv

Era Fascista – Schildersonntag #92

Diese Woche lernten wir eine uns unbekannte Zeitrechnung kennen. Ab 1922, dem Jahr der Vereidigung von Mussolini  in Italien, ersetzten die Italiener die Zeitrechnung nach dem Gregorianischen Kalender durch eine neue Zeitrechnung, die Era Fascista, E.F..

Wir entdeckten an einem Wasserreservoir die Jahreszahl Anno 12 Era Fascista. Das bedeutet Anno 1934. Verrückt.

Wir fanden die Tafel an der Amalfiküste südlich von Neapel. Mehr dazu gibt es hier.

Bitte bleibt neugierig.

zurück zum Schildersonntag #91
vorwärts zum Schildersonntag #93

Klosterwanderweg im Harz #2 – Quedlinburg, Gernrode, Thale

Pilgern liegt im Trend. Man muss dafür nicht unbedingt nach Santiago de Compostella laufen. Heute sammelten wir drei weitere Stempel auf dem 116 Kilometer langen Klosterwanderweges im Harz.

Unser Auto parkten wir im Schatten des Münzberges in Quedlinburg. Die Fahrräder montierten wir und radelten den knappen Kilometer bis zum ehemaligen Marienkloster auf dem Münzberg.

Danach ging es auf dem Klosterwanderweg direkt nach Gernrode zu unserem zweiten Tagesstempel.

Inzwischen hatten wir von Wander- und Feldwegen genug, so dass wir uns für die Straße nach Thale entschieden. Dort wartete am Kloster Wendhusen unser dritter Klosterwanderwegsstempel.

Dann fuhren wir zurück nach Quedlinburg. Die Strecke war ca. 32 Kilometer lang.

Wir waren mit Pausen, ein wenig Geocachen und Klöstergucken vier Stunden unterwegs. Die Tour hat uns sehr gefallen.

Bitte bleibt neugierig.

zum Klosterwanderweg #1

Obacht – Schildersonntag #86

Bitte gebt Obacht auf eure Umgebung und bitte bleibt neugierig.

zurück zum Schildersonntag #85
vorwärts zum Schildersonntag #87

Im Schatten der Hexe II

In und rund um Halberstadt gibt es die Wanderstempelrunde „Im Schatten der Hexe“. Rote Stempelkästen an Schauplätzen der Romane von Kathrin R. Hotowetz enthalten wunderschöne Stempel. Vier Stempelkästen haben wir euch hier schon gezeigt. Auf geht’s zu den nächsten roten Stempelkästen.

Der Halberstädter Domschatz soll der größte Domschatz außerhalb des Vatikans sein. Daher passt es, dass sich ein Stempelkasten in Domnähe, auf dem Gelände eines Seniorenheimes, befindet.

Der Halberstädter Stadtpark ging aus einer Maulbeerbaumplantage für die Seidenraupenzucht hervor. Am Rande das Parks befinden sich das Polizeirevier und ein weiterer Stempelkasten.

Im Stadtzentrum kann man das Wohnhaus der Fabrikantenfamilie Schraube besichtigen. Ein weiterer Stempelkasten lockt.

In Halberstadt ist ein sehr schönes jüdisches Viertel mit schöner Fachwerksubstanz erhalten. Auch hier lohnt ein Blick.

Unsere Hexenstempelrunde hat Spaß gemacht. Es gibt viel zu entdecken. Wir empfehlen die Tour.

Für die nächsten Hexen-Stempelkästen werden das Halberstädter Umland beradeln. Bitte bleibt neugierig.

Die roten Tropfen auf der Karte zeigen euch die Standorte der Stempel „Im Schatten der Hexe“.