In christmas time, there is a cycling quest. Through frost and wind, we gave our very best.
Nach 2023 haben wir uns wieder einmal an die #Festive500 gewagt. 500 Kilometer waren an 8 Tagen vom 24. bis zum 31. Dezember zu radeln. Das sind im Durchschnitt 62,5 Kilometer jeden Tag. Puh.
Einsam drehten wir bei Frost und Glätte unsere Kurbeln.
Alleine auf dem Deich. Das Jahr passiert noch einmal Revue. Im Juli pilgerten wir auf der B1 nach Westen. Jetzt im Dezember kamen wir in entgegengesetzten Richtung zum Brockenblick.
Wir sind dankbar für das alte Jahr und freuen uns auf das neue Jahr. Wir hoffen auf Frieden.
Wir wünschen euch im neuen Jahr tolle Begegnungen und perfekte Momente. Hallo 2026!
Der Main mündet bei Rheinkilometer 496,63 in den Rhein. Die Mündung befindet sich in der Nähe von Mainz-Kostheim.
Auf dem Foto seht ihr links den Main, wie er in den Rhein mündet. Im Hintergrund seht ihr die Südbrücke Mainz, eine Eisenbahnbrücke über den Main.
Spannend ist, dass man von hier per Schiff bis ins Schwarze Meer fahren kann. Das liegt „nur“ 2.967 Schifffahrtskilometer entfernt.
Dabei erklimmen die Schiffe über den Rhein-Main-Donau-Kanal eine Höhe von 406 Höhenmeter und überqueren die Fränkische Alb. Das müssen wir uns bei Gelegenheit auch noch anschauen. Dann gelangen die Schiffe in die Donau und können beim rumänischen Constanza in das Schwarze Meer fahren.
Dieses Mal wollen wir aber nur ein Stück den Main aufwärts radeln, um einen weiteren Bismarckturm zu „discovern“. Von einer Landstraße umschlungen, auf einer kleinen Verkehrsinsel grüßt uns der Bismarckturm von Hanau.
Auch dieser Bismarckturm ist vom Typ „Götterdämmerung“. Der Entwurf stammt vom Architekten Heinrich Wilhelm Kreis aus Dresden. Zirka 50 weitere Bismarcktürme wurden nach dem selben Typentwurf gebaut.
Das war unser 37. Bismarckturm. Es gilt noch so viele zu entdecken.
Der Totensonntag wird am letzten Sonntag vor dem ersten Advent begangen. Der Totensonntag lädt uns zu Stille, Besinnung und dem Gedenken an unsere Verstorbenen ein. Falls man sonst dazu im Leben nicht kommt, wäre dieser Sonntag eine Gelegenheit.
Wir wünschen einen schönen Sonntag und bitte bleibt neugierig.
Der Zipfelbund ist ein loser Zusammenschluss folgender vier Gemeinden Deutschlands: List auf Sylt (nördlichster Punkt), Selfkant in Nordrhein-Westfalen (westlichster Punkt), Görlitz in Sachsen (östlichster Punkt) und Oberstdorf in Bayern (südlichster Punkt).
Der Zipfelbund wurde 1999 gegründet, um die Vielfalt und Einheit Deutschlands symbolisch zu betonen. Die Kommunen fördern gegenseitige Besuche, kulturellen Austausch und gemeinsame Aktionen wie den jährlichen Zipfelpass für Reisende.
Wir haben alle vier „Zipfel“ mit dem Fahrrad besucht. Beim südlichsten Punkt geben wir einschränkend zu Protokoll, dass unsere Räder auf den letzten Metern nicht dabei waren, aber es fast geschafft haben.
Egal, ob Norden, Süden, Westen oder Osten, eart ihr schon an einem der vier Punkte? Ist so der Besuch so eines Punktes eine Idee für euch?
8. Tag Der Name Tbilisi bedeutet „warme Quelle“. Heute war der Tag, an dem wir ein Schwefelbad ausprobieren wollten. Die Wahl fiel auf das Chreli-Abano Bad.
Wir waren ziemlich früh dort und bekamen ohne vorherige Reservierung eine private Kabine für eine Stunde (146 Lari, 47 Euro). Ich wollte außerdem das Kisi scrub ausprobieren und musste mir dafür einen Handschuh zum Abrubbeln aussuchen. Ich nahm den etwas weicheren.
Dann ging es ins über 40 °C warme Wasser, nach einigen Minuten ging es unter die kalte Dusche, wieder ins heiße Wasser. Dann kam die Masseurin. Brav legte ich mich auf die Steinliege, wurde mit 2 Eimern heißem Wasser übergossen und dann zog die Frau Masseurin den Handschuh an und waltete ihres Amtes. Das war die Stelle, an der ich ganz froh war, nicht den ganz so harten Handschuh ausgesucht zu haben. Als gefühlt keine Haut mehr vorhanden war, wurde ich tüchtig eingeseift und alle alten Hautschuppen abgewaschen. Mir ging es gut.
Schnell zogen wir uns an. Wir machten uns auf zur Friedensbrücke, denn heute war es an uns, ein kurzes Geocacher-Event auszurichten. Drei Gäste aus Åalborg in Dänemark folgten unserer Einladung und wir erzählten über Ausflugsziele in Georgien, das Cachen und natürlich über Handball, denn unser SC Magdeburg hat derzeit einen Spieler aus Åalborg im Kader und beide Mannschaften hatten schon diverse Spiele gegeneinander bestritten. Nach einer halben Stunde trennten sich unsere Wege und wir mieteten uns für die nächsten beiden Tage ein Auto. Das wird spannend.
9. Tag Ausschlafen, frühstücken, runter in die Stadt, Auto holen. Kurz vor 10 Uhr saßen wir in unserem Mazda3, Automatik. In Tbilisi fahren sie wild auf den Spuren, die man teilweise gar nicht als solche erkennt. Es wird dicht aufgefahren und oft gehupt. Ohne google maps nur ganz schwer machbar. Nach etwa 30 Minuten hatten wir den Stadtverkehr gemeistert und die Straßen waren freier, der Verkehr weniger. Wir fuhren nach Norden. Nach etwa 1,5h erreichten wir die 65 km entfernt liegende Festung Ananuri.
Die Festung Ananuri ist zugleich Burg und georgisch-orthodoxes Kloster und befindet sich auf einer Anhöhe über einem großen Stausee an der Georgischen Heerstraße. Die Georgische Heerstraße ist eine mehr als 200 Kilometer lange Fernstraße durch den Großen Kaukasus. Hier zogen schon vor tausenden von Jahren Händler und Soldaten von Wladikawkas nach Tbilisi und andersherum.
Unseren nächsten Stopp hatten wir in Gudauri geplant. Gudauri ist ein Skiort auf etwa 2200m Höhe, hier gibt es etwa 35 km Skipisten aller Schwierigkeitsstufen und 17 Lifte, mit denen man sie erreichen kann. Aber es lag ja noch gar kein Schnee. Wir waren nicht wegen des Skifahrens hier, sondern um den ältesten Cache von Georgien zu finden. „Georgia on my mind“ heißt er und liegt an seinem Platz seit dem 27. März 2006. Erst 220 Cacher haben ihn gefunden und jetzt wir auch.
Die Heerstraße führt fast ausnahmslos durch unwirtliches Gebiet und erreicht ihre höchste Höhe am Ivaripass oder Kreuzpass, der sich auf knapp 2.400 Metern über dem Meer befindet.
Steil war es, die Sicht war wegen aufliegender Wolken sehr eingeschränkt und ich war ganz froh, als es nun wieder bergab ging.
150 Kilometer nördlich von Tbilisi und nur noch 50 Kilometer vor der russischen Grenze entfernt erreichten wir Stepantzminda am Fuße des etwa 5.050 Meter hohen Kasbek im Großen Kaukasus. Oberhalb des Ortes, auf dem 2.170 m hohen Kwemi Mta, liegt die im 14. Jahrhundert erbaute Gergeti Dreifaltigkeitskirche.
Der Wallfahrtsort ist durch eine Straße und einen Pilgerweg mit Stepanzminda verbunden. Zu Sowjetzeiten gab es eine Seilbahn zwischen Ort und Kirche, jedoch Ende der 1980er Jahre wurde sie abgebaut, da sie von Gläubigen als Entweihung des Wallfahrtsortes empfunden wurde. Pilger bevorzugen den Aufstieg zu Fuß. Man kann aber auch mit dem Trabi fahren.
Wir machten uns wieder auf den Weg zurück nach Tbilisi. Inzwischen war es etwa 15 Uhr und wir würden es wohl nicht mehr im Hellen schaffen, unser Hotel zu erreichen. Schließlich hatten wir uns auch noch einen Stopp für den Rückweg aufgehoben.
Das Gudauri Panorama, auch bekannt als Russisch-Georgisches Freundschaftsdenkmal, ein markantes Bauwerk aus dem Jahr 1983. Die runde, aus Beton und Stein gefertigte Struktur ist mit beeindruckenden sowjetischen Mosaiken geschmückt, welche Helden, Märchen und Alltagsszenen darstellen. In der Mitte hält Mütterchen Russland ihre schützenden Arme um Georgien, in Form eines unschuldigen Knaben.
Erst im Dunklen stellte Frank den Motor vor unserem Hotel ab. Georgien ist ein zerrissenes Land. Hier stehen sich die Machtansprüche von EU und Russland, von China oder der NATO, vom Iran oder der Türkei auf kleinstem Raum gegenüber. Wir haben das sehr kleine Land bereist und hoffen, dass es sich weiter im Frieden entwickeln darf.
5. Tag 17:00 Uhr Nach 9 Stunden Fahrt in einer übervollen Marschrutka stehen wir am Hauptbahnhof von Tbilisi.
Da wir in den nächsten Tagen den öffentlichen Nahverkehr in Tbilisi viel nutzen wollen, kaufen wir an einem Schalter direkt am Metroeingang eine MetroMoney Card.
Für 90 Minuten mit der Metro oder dem Bus bezahlt man pro Person 1 Lari, ca. 30 Cent. Das finden wir preiswert. Es geht abwärts zur Metro. die bis zu 60 m tief unter der Erde fährt. Avlabari heißt unsere Haltestelle und von dort aus sind es noch 400 Meter bis zum Gallery Inn, welches die nächsten Tage unser Hauptquartier sein wird.
Da die lange Fahrt doch recht anstrengend war, endet unser Tag mit einem kurzen Gaststättenbesuch, bei dem wir erstmals Chinkali, Frank mit Beef, ich mit Cheese probiert haben. Chinkali sind leckere, gefüllte und leicht gedrehte Teigtaschen, die wohl auch Katzen schmecken.
6. Tag Heute konnten wir ausschlafen, auch mal sehr schön. Um 8 Uhr waren wir beim Frühstück ganz allein. Offensichtlich startet in Georgien der Tag später als bei uns. Dann ging es los zum Sightseeing. Wir besuchten die Mutter Georgiens, die mit ihren 20m über Tbilissi wacht. Zu ihr hinauf fuhren wir mit der Seilbahn.
Hinunter sind wir gelaufen. Viele Häuser, die wir dabei sahen, würden wir bei uns als Ruinen bezeichnen.
Pünktlich um 12 Uhr standen wir vor dem schiefen Uhrturm.
Zu jeder vollen Stunde schlägt ein kleiner Engel mit einem Hämmerchen die Stunde an einem Glöckchen an. Um 12 Uhr und um 19 Uhr öffnet sich ein weiteres Fenster und man sieht den Kreislauf des Lebens als Puppenspiel. Das Stück zeigt die Entwicklung einer Familie: ein Mann lernt eine Frau kennen, sie heiraten, bekommen Kinder, die selbst erwachsen werden, während die Eltern älter werden und schließlich sterben und dann beginnt alles von vorn.
Nun wartete ein weiteres Monument darauf, von uns entdeckt zu werden. Mit Metro und Bus fuhren wir zum nördlichen End des Tiflissees. Dort kann man schon von Weitem die Chroniken von Georgien erkennen.
Das sind 16 Säulen, die 30 bis 35 Meter hoch mit monumentalen Bronze-Reliefs ausgestattet sind. Die untere Hälfte stellt Geschichten aus dem Neuen Testament dar. Die obere Hälfte der Säulen zeigt Könige, Königinnen und Helden aus der georgischen Geschichte.
Den Tag ließen wir in einem rooftop-Restaurant mit Lachs in Spinat mit grünem Spargel ausklingen.
7. Tag Bereits gestern hatten wir über Gamarjoba Georgia Tours einen Tagesausflug ins Nachbarland Armenien gebucht. Frank besuchte um 7:30 Uhr noch ein kurzes Geocacher-Event, welches von tschechischen Geocachern nur 200 Metern vom Hotel entfernt stattfand. Um 8.30 Uhr gingen wir zum vereinbarten Treffpunkt an der Avlabari Metrostation. Um die gleiche Zeit trafen sich dort fast alle Tagesausflügler und jeder suchte seinen Minivan. Gabriel war unser Guide für den heutigen Tag. Die 1,5 Stunden bis zur armenischen Grenze vergingen wie im Flug, da Gabriel unheimlich viel über Georgiens und Armeniens Geschichte erzählte und uns so hervorragend auf die Reise einstimmte.
Die Grenzformalitäten dauerten etwa 1h und 20 Minuten später standen wir vor dem Kloster Akhtala, einem christlich apostolischen Wehrkloster, welches im 10. Jahrhundert erbaut wurde.
Nach einer kurzen Führung hatten wir etwas freie Zeit und konnten sogar einen Multicache finden, obwohl die Informationen der einzelnen Stationen zum Teil nicht ermittelbar waren; dem Spoilerbild sei dank.
Der nächste Klosterkomplex wartete auf uns. Das Kloster Hagphat, zu deutsch, „Das Größere“ gehört mit seinem Schwesterkloster zu einer der drei UNESCO-Welterbestätten, die es in Armenien gibt.
Zu unserem Tagesausflug gehörte auch ein Mittagessen in einer armenischen Familie. Wir durften in der guten Stube an zwei Tischen Platz nehmen. Wir aßen mit einem Ägypter, einem Singalesen und zwei Schweizern in einem armenischen Haus. Das nenne ich international.
Wer wollte, konnte Granatapfelwein probieren, ansonsten gab es diverse Salate, hausgemachtes Brot, gebratenes Geflügel mit Kartoffelspalten, panierte Gurkenscheiben, mit Reis gefüllte Weinblätter, alles sehr reichlich und sehr lecker.
Nun begaben wir uns langsam auf den Rückweg. Den nächsten Stopp legten wir ein bei einer MiG 21 ein, denn Artjom Mikojan, einer der zwei MiG-Konstrukteure wurde hier in Sanahin geboren.
Gleich um die Ecke stand das letzte Kloster auf dem Programm unseres Tagesausflugs, das Kloster Sanahin, zu deutsch „Das Ältere“. Es wurde im 10.Jh. vom Vater des Erbauers des Klosters Hagpath erbaut und gehört mit ihm zusammen zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Ein Blick noch auf eine seit dem Ende der Sowjetzeit stillgelegten Kupferhütte deutete die harte Realität des Lebens in Armenien an.
Wir fuhren wieder zurück über die Grenze nach Georgien. Tblissi erreichten wir nach unserem 11-stündigem Ausflug im Dunkeln. Auf dem Weg zum Hotel holten wir uns noch ein paar Weintrauben und ließen den Tag im Zimmer ausklingen. Um die vielen Eindrücke zu verarbeiten, benötigen wir noch Zeit.
Was machen wir an den drei Tagen, die uns noch verbleiben? Der Kaukasus lockt uns und wir hätten auch noch gerne einen Geocache in Aserbaidschan gefunden. Sollten wir uns dafür ein Auto mieten?