Mit Chongqing haben wir uns vor unserer Chinatour noch nie beschäftigt. Chongqing liegt ca. 1.500 Kilometer südwestlich von Peking. Wir fliegen dorthin mit dem Flugzeug und fahren mit der Bahn in das Stadtzentrum. Die Größe der Stadt, die zwischen 7 und 30 Millionen Einwohner zählt, überrascht uns.
Da ist Chaotianmen Pier 8 und da liegt auch unser Schiff, die Victoria Anna.
Wir werden die nächsten vier Tage Pauschaltouristen sein. Wir machen eine Kreuzfahrt auf dem Yangtze. Es wird unsere erste Kreuzfahrt im Leben sein.
In diesem Moment sind wir aber total übermüdet, so dass wir direkt nach Bezug unserer Kabine einschlafen. Als wir gut eine Stunde später wach werden, ist es dunkel und Chongqing überwältigt uns erneut mit seiner beleuchteten Skyline.
Gegen 22 Uhr laufen wir aus und werden ca. 600 Kilometer den Yangtze, den drittgrößten Fluss der Welt, flussabwärts fahren. Wir freuen uns darauf.
Am Montag, unserem dritten Tag in Peking fahren wir mit der U-Bahn zum Neuen Sommerpalast in Peking. Das U-Bahnsystem funktioniert. Es ist gut verständlich und günstig. Wir bezahlen 5 Yuan (ca. 65 Cent für ein Ticket). Das Onlinebezahlsystem Alipay funktioniert tadellos. Als wir aus der U-Bahnstation Beigongmen der Linie 4 treten und uns umsehen, spricht uns Damon, ein chinesischer Informatikstudent an, ob er uns helfen könne.
Wir bejahen und kurzerhand schließt er sich uns an und wir erkunden gemeinsam eine knappe Stunde die großartigen Gärten, die ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen.
An unserem vierten und letzten Tag in Peking feiert die VR-China ihr 75-jähriges Bestehen. Wir waren noch nicht auf dem Tian’anman Platz. Also reihten wir uns in die Reihe sehr vieler Tausend Chinesen ein.
Bei der Sicherheitskontrolle wurden natürlich unsere Rucksäcke geröntgt. Im Anschluss wurden wir eindringlich und auch unabhängig voneinander gefragt, ob wir Fahnen dabei hätten. Es ist den Chinesen offensichtlich sehr wichtig, dass an ihrem Feiertag, keine anderen Fahnen, als ihre eigene gezeigt wird. „Nein, wir haben keine Fahnen dabei.“
Schließlich schafften es auf den Platz des himmlischen Friedens.
Ein Weltkulturerbe geht noch, hier ist der Himmelstempel in Peking.
Zum Abend fahren wir mit der Metro zum Flughafen Daxing, in dessen Nähe wir schlafen, damit wir morgen nach Chonquing fliegen, wo ein Yangtze-Kreuzfahrtschiff auf uns wartet.
Wir landen Samstag gegen 5 Uhr auf dem Flughafen Peking-Hauptstadt. Wir benötigen ungefähr eine Stunde für den Einreisestempel im Reisepass. Dann geht es mit der Flughafen-U-Bahn zur Station „Dongzhimen“ und dann in das Stadtzentrum. Unsere Rucksäcke geben wir im Hotel ab. Zu Fuß geht es in Richtung verbotene Stadt. Wir sammeln erste Eindrücke.
FC Bayern ist schon daMcDonald’s in China
Gegen 9:30 Uhr machen wir uns auf den Weg zur verbotenen Stadt. Vor deren Eingang sind wir um 10 Uhr zu einem Geocacherevent angemeldet. Für die Gruppe, die wir dort treffen, ist es das Ende ihrer Reise. Wir tauschen uns aus und dann schauen wir uns die verbotene Stadt an.
„Auf dem Gelände befinden sich 890 Paläste mit unzähligen Pavillons mit 8.886 Räumen. Einer Legende nach sollen es eigentlich 9.999½ Räume sein. Der halbe Raum hat symbolischen Charakter. Danach durfte nur der Himmel einen Palast mit 10.000 Räumen besitzen, daher mussten sich die „Söhne des Himmels“ mit 9.999½ zufriedengeben.“ (Quelle 1)
Am Tag 2 organisierten wir uns für 700 Yuan ein Auto, natürlich mit Elektroantrieb und mit Fahrer, dann besuchten die Chinesische Mauer bei Mutianyu.
Zwei von sieben Weltkulturerbestätten in der Region Peking haben wir gesehen. Beide sind groß und beeindrucken. Zwei weitere Weltkulturerbestätten werden wir uns noch anschauen.
Außerdem wird schon Platz für den 75. Geburtstag der VR China geschaffen.
Seit dem 1. Dezember 2023 erlaubt China einseitig Bürgern aus Deutschland und 10 weiteren EU-Staaten für 15 Tage die visafreie Einreise. Inzwischen wurde sie bis zum 31. Dezember 2026 verlängert.
„Das ist super. Wollen wir das nutzen? Wir machen uns ein eigenes Bild von der Volksrepublik.“ – „Ja, das machen wir!“
China ist groß. Deshalb entscheiden wir uns gegen die Mitnahme von Fahrrädern. Wir reisen mit leichtem Gepäck.
1. Wir buchen drei Flüge für uns beide für insgesamt 1853,- Euro bei Hainan. Wir fliegen ab Berlin nach Peking und 15 Tage später fliegen wir von Hongkong via Peking wieder zurück nach Berlin. Damit steht der Reisetermin fest.
Die chinesische Fluggesellschaft fliegt über Russland und damit „nur“ neun Stunden.
2. Wir planen in China die Route: Peking, Xi’An, Chongqing, Yangtze, Yichang, Hongkong, Taipeh (haben wir aus Sorge vor Visaverstoß zusätzlich geplant), Macao und dann die Rückflüge
3. Wir buchen eine 4-Tages-Yangtze-Kreuzfahrt. Wir buchen die ersten drei Übernachtungen in Peking.
4. Wir bereiten unsere Handys für die Chinatour vor und installieren wichtige Apps. Das wäre in China ungleich schwerer oder unmöglich.
5. Im Internet funktioniert die „große chinesische Mauer“. Wir richten uns erstmals ein VPN ein. Nur so haben wir die Chance einige amerikanische Apps in China zu nutzen, von denen es auf unseren Android-Handys nur so wimmelt.
6. Wir kaufen eine eSIM einer Telefongesellschaft aus Hongkong über das Portal von airalo.com für das Handy von Susanne. Ihr Handy ist e-SIM-fähig. Wir hoffen sofort nach Ankunft auf dem Flughafen im Internet recherchieren zu können.
7. Wir stellen fest, dass zu unserer Reisezeit der 75. Jahrestag der Volksrepublik China gefeiert wird und dass damit die „goldene Woche“, eine arbeitsfreie Woche für die Chinesen, in unsere Reisezeit fällt. Abermillionen Chinesen werden reisen und feiern.
8. Die Chinesische Eisenbahn stellt ihre Tickets jeweils 15 Tage im Voraus zum Verkauf bereit. Wir stellen fest, dass die Autorisierung in der App als Ausländer sehr schwer bis unmöglich ist. Außerdem haben wir in der „Goldenen Woche“ keine guten Chancen auf unsere Wunschtickets. Wir planen um. Wir verzichten auf Xi’An und buchen Inlandsflüge. Unsere Reiseplanung ist abgeschlossen.
Am 3. Oktober 1990 traten die extra für den Beitritt gegründeten fünf Bundesländer auf dem Gebiet der DDR dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland bei. Das war ein emotionaler Tag.
Heute feiern wir den 34. Jahrestag der deutschen Einheit. Die große Einheitsfeier richtet das Bundesland aus, welches die Bundesratspräsidentschaft inne hat.
Wann hat welches Bundesland die Feier ausgerichtet? Welches Bundesland richtet dieses Jahr die Einheitsfeier aus?
2 Euro Münze – 2024, Mecklenburg Vorpommern
2-Euro-Münzen sagen uns die Antwort.
Jedes Jahr gibt die Bundesbank eine 2-Euromünze mit einem Motiv aus dem Bundesland heraus, welches die Bundesratspräsidentschaft inne hat.
2007 hat Mecklenburg-Vorpommern auch schon die Einheitsfeier ausgerichtet.
2 Euro Münze – 2007, Mecklenburg Vorpommern
Hier zeigen wir euch noch Münzen aus den letzten vier Jahren.
Wir wünschen euch allen einen schönen Feiertag und bitte bleibt neugierig.
Eisenbahnstrecken sind so gebaut, dass es kaum Steigungen gibt. Auf alten Eisenbahnstrecken radelt es sich sehr gut.
Die Eisenbahnverbindung Wriezen- Godków (Jädickendorf) schloss eine Lücke zwischen den bestehenden größeren Eisenbahnstrecken Küstrin-Stettin und Frankfurt (Oder) – Eberswalde.
Karte der Bahnstrecke Wriezen–Godków, Author: Hbf878, license (CC-BY-SA 2.0)
Auf deutscher Seite wurde der Betrieb 1982 und auf polnischer Seite 1991 eingestellt.
Der Höhepunkt der Strecke ist die Überquerung der Oder über die Europabrücke Neurüdnitz-Siekierki.
Eine kleine Runde durch Westpommern wäre auch klasse gewesen.
Vielleicht machen wir das nächstes mal. Radelt ihr auch öfter auf stellgelegten Bahntrassen?
Wir wohnen in Sachsen-Anhalt und sind schon in allen Nachbarbundesländern geradelt. Aber wie sieht das aus Sicht unseres Nachbarn Brandenburg aus?
Die Nachbarbundesländer von Brandenburg sind Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, das komplett umschlossene Berlin sowie die polnischen Wojewodschaften Lebus und Westpommern.
In der Wojewodschaft Lebus (polnisch województwo lubuskie) ….
In der Województwo Zachodniopomorskie (Westpommern) sind wir noch nie geradelt. Das war der Grund, an einem verregneten Montag auf das Fahrrad zu steigen.
In Fürstenberg freute ich mich, dass eine alte Schule saniert wird. Sie behält offensichtlich auch ihren Namen, obwohl der Name einen russischen Kosmonauten ehrt.
Gegen Dienstagmittag radelte ich in Küstrin über die Grenze.
Nun ging es nordwärts. Einsame Dörfer säumten meinen Weg nach Westpommern. Kein Schild stand am Straßenrand. In Moryn verpflegte ich mich in einem Supermarkt zum Abend, bevor ich am See mein Zelt aufstellte.
Ein Bad im noch sehr warmen See ersetzte die Dusche.
Nur Frösche, die in der Nacht gegen mein Zelt sprangen, welches für sie überraschend auf ihrem angestammten Weg stand, störten meine Nachtruhe.
Am Mittwoch geht es auf der verlassenen Bahnstrecke Wriezen–Godków wieder Richtung Heimat.