NordTour 2014 – Tag 9 – Unsere erste Stuga

Man kann ja mal seine Küchenschränke leeren. Dann könnte man zählen, wie viele unterschiedliche Geräte man vor sich hat. Sie können mit oder ohne Schnur sein. Da gibt es Mixer, Wasserkocher oder auch Brotbackautomaten.  Manche haben auch Nudelmaschinen oder auch Salatschleudern. Die Zahl der unterschiedlichen Gerätschaften ist überraschen hoch.

Aber, habt ihr auch eine Tubenausdrückmaschine?

image

Die könnte man bestimmt auch für Zahnpastatuben benutzen ;-). Wir mussten jedenfalls erst nach Schweden fahren, um diese absolut lebensnotwendige Gerätschaft kennen zu lernen.

Den Tag begannen wir mit einer Stadtrundfahrt durch Östersund. Im Jamtli kann man sich mit der Geschichte des Jämtlandes beschäftigen.

image

Heute gab es neue Namen auf den Schildern.

image

Wenn man bedenkt, dass im Jämtland im Durchschnitt 3 Einwohner auf dem Quadratkilometer leben und wir gerade Östersund mit 44.000 Einwohnern verlassen haben, dann kann man sich leicht ausrechnen, dass es Tausende völlig menschenleere Quadratkilometer gibt.

Heute schlafen wir in einer Stuga bei Strömsund.  Stuga ist der schwedische Begriff für ein Ferienhaus. Wir haben eine sehr einfache Stuga auf einem Campingplatz gemietet.

image

Mal sehen, was der morgige Tag uns bringt.

Statistik:
Tageskilometer: 105
Gesamtkilometer: 1.186
Höhenmeter: 881
Gesamthöhenmeter: 8.621
Standort N 63° 50.677 E 015° 31.975
Spendenstand 132 Cent je Kilometer
Infos zur Idee unter: https://www.jedes-jahr-ein-treffer.de/spendenprojekt2014.htm

Tag9

nächster Tag – weiter nach Norden

NordTour 2014 – Tag 8 – Plötzlich sind sie ganz nah, die Kriege der Welt

An diesem Sonntag standen wir früh auf. Wir duschten. Wer hätte gestern im Zelt am See gedacht, dass wir heute früh zu einer heißen Dusche kommen würden. Hassan hatte auf seiner Matratze im Flur direkt vor unserer Zimmertür geschlafen. Er wurde wach und sprang sofort auf. Er wollte uns unbedingt ein Frühstück organisieren. Wir lehnten ab. Wir erklärten ihm, dass wir nun genug Gastfreundschaft erfahren haben und dass wir nun weiter radeln wollten. Wir versuchten, ihm ein paar Kronen zu geben. Hätten wir gestern eine Pension mit einem freien Zimmer gefunden, so hätten wir dort ja auch bezahlt. Keine Chance. Hassan verweigerte die Annahme von Geld. Schließlich wussten wir uns nur so zu helfen, dass wir ein paar Geldscheine auf den Tisch legten und Hassan sagten, dass dieses Geld ausschließlich für die zwei kleinen syrischen Kinder wäre. Das ließ er unkommentiert zu.

image

Dann verabschiedeten wir uns von Hassan und fragten ihn, ob wir ein Foto von ihm machen könnten. Er nickte und verschwand im Haus. Er war doch etwas eitel. Wir mussten mehrere Minuten warten, bevor er gewaschen und mit neuem Shirt wieder heraus kam. Wir schmunzelten, bedankten uns herzlich bei ihm und wünschten ihm alles Gute auf seinem weiteren Lebensweg.

Auf einer so langen Radtour hängt man auch viel seinen eigenen Gedanken nach. Hier hatten wir wieder neuen Stoff.

Die Schweden schreiben gelegentlich recht wenige Informationen auf ihre Schilder. Das macht auch Sinn, denn es gibt oft nicht mehr zu berichten. Die nächste Stadt ist nun mal so weit weg.

image

Da der Wind es gut mit uns meinte, rollte es ganz passabel. So haben wir unser Tagesziel Östersund erreicht.

Ach ja, auf der heutigen Etappe schafften wir bei N 62 35.967 E 014 25.116 die 1.000 km- Marke.

image

Mal schauen, wie es weiter geht.

Statistik:
Tageskilometer: 156
Gesamtkilometer: 1.081
Höhenmeter: 1.028
Gesamthöhenmeter: 7.740
Standort N 63° 09.551 E 014° 40.319
Spendenstand 132 Cent je Kilometer (neue Spender: Angela und Stephan Franke 6 Cent – Danke)
Infos unter: http://www.jedes-jahr-ein-treffer.de

nächster Tag – weiter nach Norden

%d Bloggern gefällt das: