Sind wir nicht alle Schildbürger #9 – Florenz

Die Aufgabe von Verkehrsschildern ist die Regelung des Verkehrs durch Gebote, Verbote oder das Anzeigen von Gefahren. In Deutschland gibt es derzeit über 20 Millionen Verkehrsschilder (Quelle: www.verkehrszeichen-online.org).

Ähnlich sieht es auch in anderen europäischen Ländern aus. Wenn man in Florenz durch die Straßen spaziert, fallen einem einige Schilder ins Auge, die ganz eindeutig „Einfahrt verboten“ oder „Sackgasse“ anzeigen, jedoch noch eine zweite Botschaft enthalten. Je mehr man sich in dem feinen Gassennetz der Innenstadt verliert, umso mehr solcher Schilder scheint man zu finden.

2010 begann der französische Künstler Clet Abraham erst in Florenz, dann auch in anderen europäischen Metropolen, Verkehrsschilder „umzugestalten“. Mit seinem ganz besonderen Humor arbeitet er mit den Motiven, ohne dabei den Sinn des Schildes zu zerstören.

Habt ihr auch schon solche Schilder entdeckt?

Bitte bleibt neugierig :-).

Dieser Artikel ist von Franziska :-). Vielen Dank.

Sind wir nicht alle Schildbürger? (#8) – Nehmt Rücksicht!

Auf unserer letzten Brockenwanderung ist uns mal wieder ein interessantes Schild vor die Linse gekommen.

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Die Botschaft ist klar – bitte nehmt Rücksicht und freut euch auf die neue Fahrradsaison.

Auf dem Weg zum Gipfel gibt es noch mehr Schilder. Sie zeigen einem, dass man höher und dem Ziel näher kommt.

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Im nächsten Beitrag berichten wir über Baumbarts Verwandte, die wir heute auf einer Radrunde getroffen haben.

Bitte bleibt neugierig :-).

zum letzten Schildbürgerbeitrag

 

 

Sind wir nicht alle Schildbürger (#7) – Dönerbürger

Beim Jimbo Grill in Neubrandenburg auf dem Weg zur MSR haben wir folgendes Werbeplakat gesehen. Neben Döner, Schnitzel und Salat gibt es auch „Bürger“ – mmh lecker.

 

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Liebe Bürger, lasst euch nicht in einem Dönerimbiss verspeisen.

Habt ihr auch schon mal solche Schilder gesehen?

Bitte bleibt neugierig :-).

zu älteren Schildbürgerschildern

 

 

Sind wir nicht alle Schildbürger (Teil 6)

Vorgestern stand ich zufällig in einer Straße, die „Harz“ hieß.

Ihr könnt euch sicher sofort vorstellen, wonach ich dann Ausschau hielt.

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Die Adresse gibt es ja wirklich. Sicher, es fehlt ein „t“. Ich musste trotzdem schmunzeln.

Wer mag, kann sich hier noch einmal „Sind wir nicht alle Schildbürger (Teil 5)“ anschauen.

Bitte bleibt neugierig :-).

Sind wir nicht alle Schildbürger? (Teil 5)

Heute ist ja schon wieder Sonntag. Da kommt unser Samstagspost leicht verspätet. Es geht mal wieder um Schilder.

Schilder lösen Emotionen aus. Was sagt ihr zu der Ansage des Fitnesstudios, die uns in Oslo aufgefallen ist?

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Dann gibt es Botschaften, die einfach nur Spaß machen.

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Wetter ist immer ein Thema. Wir Deutschen stehen ja nicht immer für 100% Optimismus. So kommt es zu folgender Beschilderung.

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Zum Glück hat dieses Schild in diesem Jahr wirklich nicht gepasst. Schließlich gab es weltweit den heißesten Juli seit Beginn der Messungen. Die globale Durchschnittstemperatur lag laut amerikanischer Wetterbehörde bei 16,61 Grad Celsius. Das ist Hitzerekord. Bei uns in Deutschland gab es zwar schon 5 mal einen heißeren Juli, aber Platz 6 ist ja auch super.

Gibt es bei euch auch Schilder, die Spaß machen oder zum Nachdenken anregen?

Bitte bleibt neugierig :-).

zu Sind wir nicht alle Schildbürger? (Teil 4)

Elektrotechnik trifft Kunst

Es gibt tolle Graffiti. Übrigens kommt das Wort aus dem Italienischen. Einige Energieversorger haben ihre Trafohäuschen super gestaltet.


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Es wirkt total echt. Beim ersten Hinschauen habe ich dieses Häuschen gar nicht als Trafohaus erkannt. Als ich dieses Trafohaus der Avacon fotografierte, kam ich mit einer Schöningerin ins Gespräch. Sie meinte, dass diese Bemalung seit zwei Jahren bestehe und, dass es seit zwei Jahren keine Schmierereien mehr an diesem Trafohäuschen gegeben habe. Das zeigt, dass es Respekt vor dieser Kunst gibt. Das finde ich schön.

In Genthin fährt gerade die Feuerwehr vor 😉 .

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Gibt es bei euch auch so toll gestaltete Funktionsgebäude?

Bitte bleibt neugierig.

zu Elektrotechnik trifft Kunst #2

Sind wir nicht alle Schildbürger? (Teil 3)- oder Es gibt keine „Kinder“ mehr.

Heute geht es um unsere Sprache. Früher gab es nur Tabletts. Das waren so flache Bretter, auf denen man Geschirr transportieren konnte. Heute ist klar, dass diese Dinger, die auch flach sind, allerdings auf der einen Seite ständig andere Bilder zeigen, einen neuen Namen benötigen. Da bietet sich dann das Wort Tablet an. So haben wir sogar noch ein „t“ gespart.

Wundern tue ich mich allerdings über so manch andere Entwicklung. In der Innenstadt schreiben die Händler etwas von SALE. Sind sie inzwischen in ihrer eigenen Sprache sprachlos?

Das schöne Wort Kinder scheint sich auch keiner mehr leisten zu können. So gibt es offenbar nur noch Kids.

Kids

Was treibt die evangelische Stiftung, sich von „Kindern“ ab- und „Kids“ zuzuwenden?

Unsere Stadt folgt diesem Trend ebenfalls. Vor ein paar Jahren tauchte plötzlich der CITYRING auf.

Cityring

Die Bezeichnung Stadtring wäre doch auch schön und verständlich gewesen. Vielleicht hatte Halberstadt Glück, dass es nicht auch gleich in HALFTOWN oder vielleicht HALFCITY umbenannt wurde.

Natürlich muss sich Sprache verändern und immer wieder der Gegenwart anpassen. Aber, wir haben eine schöne Sprache und wir sollten uns ihrer bewusst sein. Nutzen wir sie mit Spaß und Verstand. Wie seht ihr das? Kennt ihr auch solche Beispiele?

Immer schön neugierig bleiben.

Kommunikation – des Kaisers Handy

Wenn wir durch unsere Umgebung radeln, treffen wir immer mal wieder auf Schilder, die auf die preußische optische Telegrafenlinie hinweisen.

Schild

Die Preußen waren sich ihrer westlichen Provinzen am Rhein nicht sicher. Da ist es gut, eine schnelle Kommunikation zu besitzen. So bauten die Preußen durchschnittlich alle 11 Kilometer von Berlin bis Koblenz auf erhöhten Stellen optische Telegrafenstationen. Das heißt es musste Sichtkontakt zwischen den Stationen bestehen.

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Oben auf den Stationen gab es ein Holzgestell mit sechs Armen. Jede Stellung der Arme hatte eine Bedeutung; diese wurde von Station zu Station optisch weitergegeben. So konnte der Kaiser in nur 1 1/2 Stunden eine Nachricht von Berlin nach Köln übermitteln. Es war das Handy der damaligen Zeit. Ich finde das großartig.

Auch damals war es schon so wie heute. Nach ein paar Jahren gab es eine neue Handygeneration. Das morsen kam auf. Wo das alles hingeführt hat, wisst ihr. Das wichtigste ist, wir kommunizieren, egal über welches Medium. Wir wünschen einen schönen Karfreitag.

Bitte bleibt neugierig.

Sind wir nicht alle Schildbürger #2? oder Straßenschilder!

Schilder und Hinweise am Wegesrand sind wichtig. Warum?

Schilder lösen Emotionen aus. Nehmen wir an, es gibt eine Brückensanierung. Die Stadt informiert in Presse und Internet, dass ab dem 23. Juni 2014 eine Brücke saniert wird. Über Monate ruht die Baustelle. Und dann plötzlich passiert sichtbar etwas.

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Der Starttermin der Sanierung wird auf dem Schild abgedeckt. Warum nur muss jemand nach mehr als einem halben Jahr eine Leiter nehmen um das Startdatum abzukleben? Ein Schelm, wer Böses denkt.

Wenn wir mit dem Rad durch Ostelbien fahren, freuen wir uns über das Schild „Achtung Biberkröte“.

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Die Wortschöpfung Biberkröte ist übrigens nicht von mir. Ich finde sie aber prima. Und auch manches Hauptstraßenschild ist wirklich gelungen.

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Kennt ihr auch interessante Schilder?

Bitte bleibt neugierig :-).

Sind wir nicht alle Schildbürger? #1

Schilder am Wegesrand sind wichtig. Ich habe festgestellt, dass wir immer wieder Schilder fotografiert haben.

Warum?

Schilder lösen Emotionen aus.

Wenn man das erste Mal mit dem Rad in Russland hineinradelt ist das Emotion pur. Hinter einem ist die Grenzübergangsstelle, an der gerade noch ein Grenzer mit MPi neben einem stand. Dort war fotografieren verboten und als Radtourist hält man sich natürlich daran. Nun sieht man das erste Schild und wird begrüßt.

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Wenn man das erste Mal in Norwegen ganz weit oben im Norden, aus Finnland kommend, hineinradelt ist das Emotion pur.

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Aber es gibt natürlich auch Schilder, die einem aus anderen Gründen auffallen. Sie haben eine Botschaft.

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Aber ihr müsst nicht immer weit wegfahren, um tolle Schilder zu finden. Wir fanden in der heimatlichen Börde, ihr erkennt das an den Windrädern im Hintergrund,  folgenden  „Fernwegweiser“. Ich musste schmunzeln und habe keinen Plan, wie wir da mit dem Rad hinkommen sollen.

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Wer auch tolle Schilder fotografiert hat, kann sich gerne melden. Wir wünschen euch, dass ihr immer neugierig bleibt.

Bitte bleibt neugierig :-).