Was macht denn die Nilgans im Elbeeis?

Bevor ich mich endlich den warmen Frühlingswettern widme, möchte ich noch einen Beitrag zu den wunderschönen klaren und kalten Wintertagen schreiben. Auf der Elbe schwamm „Pfannkucheneis“. Den Begriff gibt es wirklich. Frei nach Wikipedia: Als Pfannkucheneis, engl. Pancake Ice oder Tellereis wird ein Eis bezeichnet, welches aus vorwiegend kreisförmigen Eisstücken mit einem Durchmesser von 30 cm bis 3 m besteht. Das passt doch, oder?

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Es war also bitterkalt und da watschelte mir am Elbestrand ein buntes Vogelpärchen vor die Linse.

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Ich rückte immer näher. Natürlich blieb das Pärchen nicht stehen. Was ist das denn für ein Vogelpaar?

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Zu Hause lernte ich, die Ente, die da gerade um die Scholle schwimmt, ist eine „Egyptian goose“ oder Nilgans.

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Die Nilgans hat ihr Verbreitungsgebiet in fast ganz Afrika, außer den wirklichen Wüstengebieten. Ok, ist denn die Elbe ein afrikanischer Fluss?

Nein, die Nilgans wurde von uns Menschen als Ziervogel im 18. Jahrhundert nach Europa gebracht. Irgendwann sind in Holland einige Exemplare ausgebüxt und deren Nachkommen haben sich über das Rheinland bis zu uns ausgebreitet. Die Nilgans ist ein Neobiota, eine Art, die sich selbstständig in einem Gebiet etabliert, in dem sie vorher nicht heimisch war.

Willkommen Neobiota-Nilgans! Habt ihr auch schon mal eine Neobiota-Art getroffen?

Bitte bleibt neugierig.