Sind wir nicht alle Schildbürger? (Teil 3)- oder Es gibt keine „Kinder“ mehr.

Heute geht es um unsere Sprache. Früher gab es nur Tabletts. Das waren so flache Bretter, auf denen man Geschirr transportieren konnte. Heute ist klar, dass diese Dinger, die auch flach sind, allerdings auf der einen Seite ständig andere Bilder zeigen, einen neuen Namen benötigen. Da bietet sich dann das Wort Tablet an. So haben wir sogar noch ein „t“ gespart.

Wundern tue ich mich allerdings über so manch andere Entwicklung. In der Innenstadt schreiben die Händler etwas von SALE. Sind sie inzwischen in ihrer eigenen Sprache sprachlos?

Das schöne Wort Kinder scheint sich auch keiner mehr leisten zu können. So gibt es offenbar nur noch Kids.

Kids

Was treibt die evangelische Stiftung, sich von „Kindern“ ab- und „Kids“ zuzuwenden?

Unsere Stadt folgt diesem Trend ebenfalls. Vor ein paar Jahren tauchte plötzlich der CITYRING auf.

Cityring

Die Bezeichnung Stadtring wäre doch auch schön und verständlich gewesen. Vielleicht hatte Halberstadt Glück, dass es nicht auch gleich in HALFTOWN oder vielleicht HALFCITY umbenannt wurde.

Natürlich muss sich Sprache verändern und immer wieder der Gegenwart anpassen. Aber, wir haben eine schöne Sprache und wir sollten uns ihrer bewusst sein. Nutzen wir sie mit Spaß und Verstand. Wie seht ihr das? Kennt ihr auch solche Beispiele?

Immer schön neugierig bleiben.

Sind wir nicht alle Schildbürger #2? oder Straßenschilder!

Schilder und Hinweise am Wegesrand sind wichtig. Warum?

Schilder lösen Emotionen aus. Nehmen wir an, es gibt eine Brückensanierung. Die Stadt informiert in Presse und Internet, dass ab dem 23. Juni 2014 eine Brücke saniert wird. Über Monate ruht die Baustelle. Und dann plötzlich passiert sichtbar etwas.

iPhone 240

Der Starttermin der Sanierung wird auf dem Schild abgedeckt. Warum nur muss jemand nach mehr als einem halben Jahr eine Leiter nehmen um das Startdatum abzukleben? Ein Schelm, wer Böses denkt.

Wenn wir mit dem Rad durch Ostelbien fahren, freuen wir uns über das Schild „Achtung Biberkröte“.

Schild 2

Die Wortschöpfung Biberkröte ist übrigens nicht von mir. Ich finde sie aber prima. Und auch manches Hauptstraßenschild ist wirklich gelungen.

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Kennt ihr auch interessante Schilder?

Bitte bleibt neugierig :-).

Sind wir nicht alle Schildbürger? #1

Schilder am Wegesrand sind wichtig. Ich habe festgestellt, dass wir immer wieder Schilder fotografiert haben.

Warum?

Schilder lösen Emotionen aus.

Wenn man das erste Mal mit dem Rad in Russland hineinradelt ist das Emotion pur. Hinter einem ist die Grenzübergangsstelle, an der gerade noch ein Grenzer mit MPi neben einem stand. Dort war fotografieren verboten und als Radtourist hält man sich natürlich daran. Nun sieht man das erste Schild und wird begrüßt.

Transbaltica 083

Wenn man das erste Mal in Norwegen ganz weit oben im Norden, aus Finnland kommend, hineinradelt ist das Emotion pur.

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Aber es gibt natürlich auch Schilder, die einem aus anderen Gründen auffallen. Sie haben eine Botschaft.

Sommer 2010 142

Aber ihr müsst nicht immer weit wegfahren, um tolle Schilder zu finden. Wir fanden in der heimatlichen Börde, ihr erkennt das an den Windrädern im Hintergrund,  folgenden  „Fernwegweiser“. Ich musste schmunzeln und habe keinen Plan, wie wir da mit dem Rad hinkommen sollen.

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Wer auch tolle Schilder fotografiert hat, kann sich gerne melden. Wir wünschen euch, dass ihr immer neugierig bleibt.

Bitte bleibt neugierig :-).