Landung in Kuba

Am 27. oder 28. Oktober 1492 entdeckte Christoph Kolumbus Kuba auf seiner ersten Reise. Mit der Landung in der Bucht von Bariay im Nordosten der Insel nahm er Kuba für Spanien in Besitz. Gut 522 Jahre später landen wir auf auf dem internationalen Flughafen Jose Marti in Havanna.

Die Einreise mussten wir durch eine strenge Passkontrolle mit viel Personal. Man fragte uns, ob wir einen Stempel in den Pass haben wollten. Wir wollten. Die Kubaner nahmen so Rücksicht gegenüber den Reisenden, die vielleicht später noch in die USA einreisen wollten.

Unsere Fahrräder waren da und beim Verlassen des Sicherheitsbereiches hielt Juan, unser in Deutschland gebuchter Fahrer, ein Schild mit unserem Namen hoch. Zuerst mussten wir Geld tauschen. Juan führte uns zum Wechselschalter. Als Pärchen gemeinsam an den Schalter gehen und Geld über den Tresen schieben, unmöglich. Nur einer durfte vortreten und der Pass musste als erstes vorgelegt werden. Hier merkten wir schon, dass wir in eine andere Welt eintauchen.

Juan fuhr einen abenteuerlichen Lada. Keine Tür ging normal auf. Ein Fahrrad passte auf den Rücksitz und eines wurde schnell auf dem Dach vergurtet. Dann ging es in 30 Minuten durch hell erleuchtete Straßen zu unserer Casa Particular. Das ist eine cubanische Privatunterkunft. Emely öffnete uns und wir waren glücklich. So sieht das Haus von außen aus.

Nie und nimmer hätten wir in so einem Haus eine tolle Unterkunft vermutet.

In Kuba gibt es fast kein Internet, so dass wir voraussichtlich zeitversetzt berichten.

Unterkunft:

Casa de Mary, Marina No 61 apto 44, (4to piso), e/ Hornos y vapor, Centro Habana, Tel: (53) 7 8786366, marybet65@yahoo.es

Fliegen mit Fahrrad (Berlin- Havanna)

Unseren Flug nach Kuba am 31. Januar 2015 haben wir bei AirFrance gebucht. Wir fliegen von Berlin nach Paris und von dort nach Havanna. Für die Hin- und Rückflüge bezahlen wir für uns beide 2.118,18 Euro. Natürlich planen wir unsere Fahrräder mitzunehmen. Leider will uns die AirFrance erst 48 Stunden vor dem Flug verraten, ob das klappt. Hurra, die Air France hat auf telefonische Nachfrage bestätigt, dass sie unsere Fahrräder nach Kuba mitnimmt.

Die letzten Jahre sind wir einfach zum Check-in  geradelt, haben etwas Luft abgelassen, den Lenker quer gestellt, die Pedale nach innen gedreht und ab ging der Flug. Das hat geklappt. Dieses Mal, bei einem Flug über den Atlantik wollen wir nicht riskieren, dass unsere Räder nicht mitgenommen werden. Also haben wir die Beförderungsbedingungen für Sondergepäck gelesen und wollen uns auch daran halten. Die Maximalmaße bei Air France sind (175 cm x 21,5 cm x 86 cm). Wir haben zwei Fahrradtaschen, die mit 115 cm x 21,5 cm x 86 cm diese Maße sogar unterschreiten. Am letzten Wochenende habe ich mein Rad schon einmal Probe gepackt.

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Es war gar nicht einfach das Rad dort rein zu stopfen. Mal sehen, ob wir unsere Räder in Havanna auch komplett wieder aus den Taschen heraus holen. Morgen wird echt gepackt und dann geht es nach Berlin zu unserem Flieger nach Havanna.

Auf dem Flughafen Berlin-Tegel war es recht stressig. Als wir am Check-In dran waren, sagte man uns dass wir zuerst die Räder bei einem gesonderten Schalter abgeben müssten. Dazu ging es mit dem Fahrstuhl eine Ebene tiefer. Der Zeitdruck war nicht ohne. Als das erledigt war, durften wir für jedes Rad für die eine Strecke nach Havanna 100 Euro zahlen. Es war also auch nicht wirklich günstig, aber was tut man nicht alles für das eigene Rad.

Ob unsere Räder heile in Havanna ankamen und wie wir die ersten Tage in Havanna verbrachten könnt ihr in den nächsten Beiträgen lesen.

Bitte bleibt neugierig.