Mündungsverschleppung?

Flüsse werden im Laufe ihres Seins, wie wir Menschen, bequem. Sind junge Flüsse noch quirlig und erodieren in der Gegend herum, ändert sich das mit zunehmender Existenz.

Flüsse gehen von turbulenten Strömungen in laminare, gleichmäßig lineare Strömungen über. Dann sinken die Partikel, die sie früher gesammelt haben, ab und es kommt zu einer Sedimentierung des Flussbettes und der Uferbereiche. Die Flüsse erhöhen also ihren Uferbereich mit einer Art Damm.

Durch diese nun entstandene Hürde bleibt dem dazu stoßendem Fluss, nennen wir ihn Havel, nichts weiter übrig, als dem größeren Fluss, nennen wir ihn Elbe, parallel zu folgen. Dieses parallele Nebenenanderfließen nennt man Mündungsverschleppung.

Links seht ihr die mündungsverschleppende Havel, in der Mitte einen traumhaften Radweg und rechts die nicht gestört werden wollende Elbe.

Erst nach ca. 20 Kilometern schafft es die Havel in die Elbe zu münden.

Auch wenn das Wetter sehr wechselhaft war, können wir eine Radrunde rund um Havelberg empfehlen. Die hübsche, kleine Hansestadt ist für ihren Dom berühmt.

Ihr verschleppt bestimmt nichts. 🙂 Bitte bleibt neugierig.

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