Mit der Ferkeltaxe durch die Börde

Wer in der Magdeburger Börde unterwegs ist, denkt an endlose Felder, den fruchtbarsten Ackerboden Deutschlands, schnurgerade Straßen und Bördedörfer, die irgendwas mit „-leben“ heißen.

Genau hier entstand auf einer alten Bahnstrecke zwischen Eilsleben und Nordgermersleben ein wunderschöner Radweg, der Ferkeltaxenradweg.

Die „Ferkeltaxe“ war früher der liebevolle Spitzname der DDR-Schienenbusse mit runder Front. Diese Schienenbusse tuckerten über die Nebenstrecke zwischen Eilsleben und Haldensleben. Heute rollen auf der alten Bahntrasse keine Triebwagen mehr. Auf den ersten 15 Kilometern können wir seit Kurzem entspannt auf glattem, hellem Asphalt radeln.

Wir starten unsere Entdeckungstour auf dem Bahnhof in Eilsleben, den man stündlich mit dem Zug erreichen kann. Schon kurz hinter Eilsleben merkt man den Vorteil einer alten Bahnstrecke: kaum Steigungen, sanfte Kurven und ein entspanntes Dahinrollen. Der Weg führt vorbei an Feldern, alten Brücken und stillen Dorfansichten. Besonders toll sind die Rasthütten. Dort gibt es sogar zwei Sonderstempel der Harzer Wandernadel. Wie cool ist das denn?

Am Ferkeltaxenradweg gibt es keine großen Sehenswürdigkeiten. Stattdessen lebt er von dem besonderen Gefühl, mitten durch die Landschaft zu gleiten und den alten Bahnhofsgebäuden beim Verfall zuzuschauen.

Der Ferkeltaxenradweg ist eine kleine Zeitreise auf zwei Rädern mitten durch das Herz der Börde. Wenn ihr in der Nähe seid, probiert ihn aus.

Bitte bleibt neugierig.

Von Nordgermersleben kann man auf dem „Holunderradweg“ weiter radeln.