Drainspotting im Sommer 2019

Ja, wir gucken gerne nach unten und ihr ja auch. So haben sich wieder einige schöne Fotos von Gullydeckeln angesammelt, als da wären:

Vielen Dank an Monika, Jürgen und Andreas für die Fotos. Wir freuen uns immer darüber, also gerne mehr davon. Es gibt so viele Gullydeckel zu entdecken …

… und Landkreisschilder …. und Seebrücken … und so viel mehr. Wir freuen uns darauf.

Bitte bleibt neugierig.

Ich wollte dich nicht wieder sehen!

Vor ziemlich genau einem Jahr schrieben wir über diesen Hungerstein.

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Der Elbepegel stellte am 1. August 2019 beinahe einen neuen Minusrekord auf. Der Pegel an der Strombrücke in Magdeburg zeigt 45 cm. Einen Zentimeter weniger als 2018. Anders als beim Hochwasser zählt dieser Wert noch nicht als Rekord. Beim Niedrigwasser, muss dieser Wert mindestens einen Tag Bestand haben. Egal, wir dachten, das passiert so bald nicht wieder. Weit gefehlt. 

Den Hungerstein entdeckten wir tatsächlich etwas verblichen auch wieder.

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Ich wollte dich doch nicht wieder sehen. Was kommen noch für Rekorde?

Bitte bleibt neugierig.

zum Artikel über Hungersteine

 

 

Fahrradfahren in Kanada

Auf den vielen Kilometern, die wir durch Kanada (Alberta und British Columbia) geradelt sind, hatten wir beinahe immer eine breite „Schulter“ am Straßenrand, auf der wir ohne Schlaglöcher und unbedrängt radeln konnten.

Auffällig und sehr gut fühlbar war, dass es zwischen dem Randstreifen und der Fahrbahn oft eine eingeprägte Struktur gibt.

Somit fällt es den Autofahrern, aber auch uns Radfahrern sofort auf, wenn man unbeabsichtigt in den anderen Bereich kommt.

In Kanada darf man maximal 110 km/h, in manchen Provinzen auch nur 100 km/h fahren. Die Limits sind in Kilometer je Stunde ausgeschildert. Obwohl die Geschichte britisch ist und der große Nachbar in Meilen ausschildert sind die Limits in Kilometer je Stunde ausgeschildert. Das hat uns überrascht. Weiß jemand, warum das so ist?

Die Autofahrer halten sich an die Limits und halten auch ganz überwiegend Abstand zu uns Radfahrern. Das ist sehr beruhigend.

In Deutschland erleben wir die Einhaltung von Tempolimits, angemessenen Abstand und Rücksichtnahme leider oft anders. Deutschland ist übrigens neben Afganistan und Nordkorea eines der wenigen Länder ohne Tempolimit.

Highway speed limits europe with indicator colors

Die Rücksichtnahme haben wir nicht nur in den dünn besiedelten Weiten, sondern auch im dichten Verkehr von Millionenstädten erfahren.

In Vancouver haben wir mehrfach erlebt, dass ein bloßes Halten von uns am rechten Straßenrand den Verkehrsfluss auf einer vierspurigen Straße gestoppt hat. Wir wollten uns am Straßenrand klein machen und stille vor der nächsten Kreuzung orientieren. Die kanadischen Autofahrer dachten, dass wir Radfahrer zwischen zwei Blocks die Straße überqueren wollten und hielten höflich an.

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Stellt euch vor, in Berlin, Köln oder Hamburg halten die Autofahrer 80 Meter vor einer Ampel um rücksichtsvoll Fußgängern oder Radlern das Queren der Straße zu ermöglichen. Sehr cool.

Das absolute Stadtzentrum von Vancouver ist für den Autoinduvidualverkehr gesperrt. Hier ist Platz für den ÖPNV, Fußgänger und Fahrradfahrer.

Wie schon berichtet, können die Bürger ihre Räder kostenfrei an den Bussen mitnehmen. Ebenfalls sehr cool.

Fazit: Wir haben uns als Radler in Kanada immer sicher und gut beachtet gefühlt. Es war halt nur manchmal verdammt weit bis in das nächste Dorf.

Bitte bleibt neugierig.