Unsere salzige Tour

Gigantische Abraumberge des Kalibergbaus sind nördlich von Magdeburg als Landmarke weithin sichtbar. Die höchste Abraumhalde heißt Kalimandscharo. Der Kalimandscharo erhebt sich ca. 120 Meter über dem Gelände.

Mit Freunden erkundeten wir auf eine Führung diese Welt. Nach einem ca. 3 Kilometer langen Aufstieg erreichten wir das Gipfelplateau.


40.000 Tonnen neuen Abraum setzt der „Absetzer“ hier jeden Tag ab. So wird der Kalimandscharo bis auf ca. 150 Meter anwachsen. Verrückt.

Das geförderte Salzgestein hat im Durchschnitt 10,6 % Kalisalzanteil. Unter 8 % wäre es nicht mehr förderwürdig. (Danke Ronny für den Hinweis.) In riesigen Becken wird dann das Nutzsalz ausgewaschen. 4,2 Kilometer Förderband befördern ununterbrochen den Abraum auf die Halde.

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Zwei Kalikumpel führten uns. Einer zeigte uns, dass der Abraum nass ist. Diese Nässe ist auch die Antwort auf meine Frage, warum man den Abraum nicht wieder zum Verfüllen der geschaffenen Hohlräume unter Tage nutzt. Salz ist hygroskopisch und Feuchtigkeit ist der Untergang eines jeden Schachtes, erklärte der Kumpel.

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Nach ca. 3 Stunden kamen wir nach unserer „salzigen Tour“ wieder am Fuße der Halde an. Es war beeindruckend. Danke für das Zeigen.

Salz bedeutet Leben. Bitte bleibt neugierig.

Friedensfahrtmuseum – Salzländer Kulturstempel #36

Neulich brachte mich meine kleine Radrunde nach Kleinmühlingen. Wer kennt es nicht? Eigentlich wollte ich nur den „Salzländer Kulturstempel #36“ einsammeln.


In Kleinmühlingen gibt es den Kulturstempel wegen des Friedensfahrtmuseums. Ich stand verschwitzt vor dem Museum und wusste, es hat zu. Ich hatte keine Erwartung hinein zu kommen. Da ging die Tür auf und eine Frau bat mich herein. Sie hätte mich gerade auf der Landstraße überholt.

Was soll ich sagen, ich bekam eine Privatführung. Nebenbei erfuhr ich, dass die nette Frau aus Hamburg stammt und über eine ABM das Museum kennen und lieben gelernt hat. Nun ist die Leidenschaft so groß, dass sie heute im Ehrenamt das Museum weiter betreut.


Die Geschichte der Friedensfahrt begann 1948 in der Tschechoslowakai und Polen. Anfangs gab es jährlich zwei Radrennen und demzufolge zwei Sieger. Einmal ging es von Warschau nach Prag und dann umgekehrt. So konnten in beiden Hauptstädten Sieger geehrt werden.

1952 kam die DDR und damit Berlin hinzu. Abwechselnd waren Prag, Warschau oder Berlin die Start- oder Zielorte. Nach 1989 begann der Niedergang der Internationalen Friedensfahrt. 2006 fand nach 58 Austragungen die letzte Friedensfahrt statt.

Im Museum sind viele Radsportexponate zu bewundern. Früher wurden Felgen und Schutzbleche sogar aus Holz hergestellt.

Täve Schur war ein Held der Friedensfahrt. Offensichtlich schrieben auch ganz viele Menschen an Täve. Hier ist ein Blick in den Sack noch ungeöffneter Post. Verrückt.

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Täve ist übrigens immer noch mit dem Rennrad unterwegs. Wir treffen ihn immer wieder und wechseln ein paar Worte.

Wir erinnern uns auch noch sehr gut an die Friedensfahrt. Sie fand im Mai statt und ging über zwei Wochen. Um 19 Uhr gab es dann jeden Tag eine halbe Stunde Zusammenfassung der aktuellen Etappe. Die Friedensfahrthymne ist unvergessen. In manchen Jahren war Magdeburg Start- und Zielort. Dann waren wir Kinder natürlich an der Strecke und jubelten den Rennradsportlern zu.

Draußen am Museum zeigte mir die nette Frau noch das Bild mit Täve, den Siegern der Friedensfahrt und der zum Kult gewordenen steilen Wand von Meerane.

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Olaf Ludwig oder Jens Voigt sind deutsche Friedensfahrtsieger, die ihr vielleicht kennt.

Dieser Besuch in Kleinmühlingen war total schön und ich radelte glücklich und mit vielen schönen Eindrücken nach Hause. Habt ihr auch Erinnerungen zum Beispiel an die Friedensfahrt oder an andere Sportereignisse, die euch als Kinder total beeindruckt haben?

Bitte bleibt neugierig.

Drainspotting in Japan

Auf unser Radtour in Japan haben wir viele schöne Dinge fotografiert. Einige Fotos haben wir in unseren Japanberichten gezeigt. Überraschenderweise war kein Foto von einem japanischen Gullydeckel darunter. Das soll so nicht bleiben.

Wir sahen eine Japanische Feuerwehr. Starker Drill war deutlich zu erkennen. Einen passenden Gullydeckel sahen wir auch.

In Kyoto sahen wir Paläste und Tempel. Passende Gullydeckel sahen wir auch. Danke Tobias für das Foto.

In Yokohama sahen wir die Yokohama Bay Bridge. Einen passenden Gullydeckel sahen wir auch.

Ebenfalls in Yokohama sahen wir die Nippon Maru, eine Viermastbark. Einen passenden Gullydeckel sahen wir auch.

Durch ihre Farbigkeit sind einige Gullydeckel in Japan besonders schön.

Ach ja, beim Schreiben dieses Artikels wurden schöne Erinnerungen an die 2018-er Tour wieder lebendig. Mal schauen, was wir dieses Jahr noch erleben?

Bitte bleibt neugierig.

mehr Gullydeckel?

Auf nach Neuaskanien – Salzländer Kulturstempel #24

Am 11. August 1828 machten sich 25 Bauern mit 2.286 Schafen, zwei Stieren, acht Kühen und acht Pferden aus Anhalt auf den Weg nach Askania-Nova.

Askania-Nova ist eine Kolonie, die der Herzog von Anhalt-Köthen im Süden der Ukraine, über 2.000 Kilometer entfernt, erworben hat. Die Krim ist gleich in der Nähe. Bis auf 35 Schafe erreichten die Menschen und Tiere ihre neue Heimat. Beeindruckend.

Angekommen in Askania-Nova bauten sie Schafställe nach den Entwürfen des Architekten Bandhauer. Man spricht vom klassizistischen Nienburger Modell.

Auf unserer Saaleradtour lockte uns der Stempelkasten 24 des Salzländer Kulturstempels nach Grimschleben. Hier schauten wir uns den Schafstall von Christian Gottfried Bandhauer aus dem Jahr 1827 an.

Der Stall hat ein pagodenartig unterbrochenes Zeltdach, welches eine gute Lüftung ermöglicht.

Die Siedlung Askania-Nova mit dem Namensbezug zum Geschlecht der Askanier existiert bis heute in der Ukraine. Ohne den Stempelkasten hätten wir davon nie erfahren.

Bitte bleibt neugierig.

zum Kulturstempel #29

Klein sein

Kleinsein heißt Knie wund,
kleinsein heißt Sand im Mund,
kleinsein heißt Wasser spritzen,
kleinsein heißt barfuß flitzen,
kleinsein heißt Blumen pflücken,
kleinsein heißt Gras am Rücken,
kleinsein heißt insgeheim
der Erde
näher sein.
(Manfred Sestendrup)

… und
kleinsein heißt Erdbeermund.

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Bitte bleibt neugierig.

Was macht eigentlich unsere 5G-Auktion?

Am 20. Dezember 2018 hatte ich einen Beitrag über „Die Sache mit der Milchkanne und dem Internet“ veröffentlicht. Knapp ein halbes Jahr später frage ich mich, wie steht es eigentlich um unsere Frequenzversteigerung für 5G, dem „Internet der Zukunft“?

Am 19. März 2019 hat die Versteigerung der Frequenzen in den Bereichen 2 GHz und 3,4 bis 3,7 GHz in Mainz begonnen. Dazu hat unsere Bundesnetzagentur die Unternehmen Drillisch, Telefonica, Telekom und Vodafone eingeladen.

Bis zum 4. Juni 2019 gab es 471 Versteigerungsrunden. Am 4. Juni waren 6.240.715.000 Euro geboten. (Quelle: Webseite der Bundesnetzagentur)

Diese gigantische Summe werden die Netzbetreiber zahlen. Ach nein, das sind gewinnorientierte Unternehmen. Wir als Kunde werden diese Summe bezahlen. Mit diesem Geld sind dann noch keine Funkmasten gebaut.

Die Auktion dauert nun schon knapp drei Monate. Das erscheint zu lang und wenig geeignet, Deutschland schnell fit für die anstehenden Herausforderungen zu machen. Vielmehr scheint die Priorität darauf gerichtet zu sein, möglichst viel Geld einzunehmen.

Das Ergebnis nach der Runde 472 liegt am 5. Juni bei 6.253.715.000 Euro. Das sind 13 Millionen Euro mehr als einen Tag zuvor. Wir sind gespannt, wie viele Runden noch folgen und ob im Nachgang gegen das Verfahren geklagt wird.

Uns interessiert das Thema sehr, da wir auf unseren Fahrradtouren ein gutes und günstiges Internet genießen, auch an Milchkannen.

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Sind wir zu anspruchsvoll?

Bitte bleibt neugierig.

Ich habe eben noch mal auf die Seite der Bundesnetzagentur geschaut. Das Ergebnis nach der 480 Auktionsrunden liegt bei 6.357.715.000 Euro. Wieder 100 Millionen mehr. Update 11.06.19 Runde 484, Ergebnis: 6.409.715.000 Euro

„Rügen-Rund“ und Seebrücke #11

Wir fahren gerne mal eine geführte Radtourenfahrt. Frau Traumradlerin sucht da immer etwas Schönes raus. Für unser superlanges Christihimmelfahrtsbrückentagswochenende sollte es die „Rügen-Rund 2019“ sein. Mit fünf Strecken zwischen 35 und 205 Kilometern ist wohl für jeden etwas dabei. Als wir uns anmelden wollten, waren die 600 Startplätze vergeben und das Portal geschlossen.

Egal. „Insgesamt sitzt man zu wenig am Meer.“ Wir packten den Verbrenner und los ging es am Donnerstag nach Binz auf Rügen.

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Ich bin immer wieder überrascht, wie lang die Anreise nach Binz ist.

Am Freitag drehten wir dann eine sehr schöne Runde im Südosten der Insel. Wir trafen den „Rasenden Roland“, wir aßen Fisch in Lauterbach und saßen im Naturschutzgebiet Goor-Muglitz am Meer. Ihr wisst schon: Insgesamt sitzt man zu wenig …

Die drei Seebrücken von Binz, Sellin und Göhren durften natürlich nicht fehlen.

Die Strandkörbe sind gerade zum Appell angetreten.

Als wir von unserer Runde um kurz vor 19.00 Uhr wieder nach Binz kamen, stand ein Zelt auf dem Kurplatz und wir konnten uns doch gerade noch für die Rügen Rund anmelden.

Am Samstag ging es also doch zur „Rügen-Rund“. Leider wird es wohl die letzte ihrer Art bleiben. Der Veranstalter möchte nach 10 Jahren Engagement den Umfang und das persönliche Risiko der Organisation nicht mehr tragen. Trotz vieler hundert Teilnehmer stellt das Land zum Beispiel nur vier Streifenwagen zur Sicherung ab.

Wir drehten in netter Gesellschaft eine Schleife durch den Nordwesten der Insel. Danke für das tolle Event. Wir drücken die Daumen, dass sich ein Nachfolger findet.

Wann saßt ihr das letzte mal am Meer? Wart ihr schon mal auf Rügen, unserer größten Insel? Sie ist eine Reise wert.

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Bitte bleibt neugierig.

zu den Seebrücken #7,#8,#9,#10