In eigener Sprache

Deutsch ist eine schöne Sprache. Natürlich werden oft Trends und Entwicklungen im amerikanischen und englischen Sprachraum gesetzt. Damit ist klar, dass Tablet und Laptop auch im deutschen Tablet und Laptop heißen.

Trotzdem finde ich es schön, wenn man nicht alle Anglizismen übernimmt und auch über Entsprechungen in der eigenen Sprache nachdenkt und sie vielleicht auch benutzt.

Für den „Coffee to go“ lasen wir auf unserer Reise durch Russland die russischen Worte für „Kaffee mit dir“.

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Bei uns wäre das wohl der „Kaffee zum Mitnehmen“.

Es ist schön, sich in der eigenen Sprache auszudrücken. Müssen es der „Summer sale“, die „Kids“ oder der „Coffee to go“ sein? Dazu kann man bestimmt unterschiedlicher Auffassung sein. Wie seht ihr das?

Bitte bleibt neugierig.

Bismarcktürme auf dem Weg von Prag nach Magdeburg #3

In Coswig trafen wir mal wieder auf einen Fotorahmen.

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Im Hintergrund seht ihr das sehr große Schloss von Coswig, welches seit 1998 leer steht und leider sehr marode ist.

Eine Tafel am Elbufer von Coswig machte uns auf einen Bismarckturm aufmerksam, der nur 5 Kilometer entfern ist.

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Wir wollten keine Umwege fahren, so dass der Bismarckturm heute unbesucht blieb. Ein paar Tage später holten wir uns dann aber doch die Bilder von diesem nicht so schönen Bismarckturm. Bitte schön.

Somit haben wir diesen Sommer vier Bismarcktürme am Rande des Elberadweges besucht.

Heute gibt es wohl keinen Politiker, dem das Volk mit privatem Geld Türme zum Gedenken bauen wird oder fällt euch so ein Politiker ein?

Bitte bleibt neugierig.

zur Lutherstadt Wittenberg?

Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute ein Apfelbäumchen pflanzen!

Dieser Tag begrüßte uns mit ordentlichem Regen. Etwas später als geplant starteten wir auf dem Elberadweg.

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An der heutigen Strecke gab es keine Bismarcktürme, aber alte kursächsische Postmeilensäulen sind doch auch ganz schön. Nachdem wir schon kursächsische Postmeilensäulen in Lübbenau, in Delitzsch und in Baruth festgehalten haben, kamen uns heute die Exemplare von Mühlberg/Elbe …

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… und Belgern …

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… vor die Linse. Von Belgern haben wir noch 32 Stunden bis Magdeburg.

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Na, da wollen wir doch mal schauen, ob wir mit modernen Rädern auf modernen Straßen schneller sind als im 18. Jahrhundert.

Unser Tagesziel war Lutherstadt-Wittenberg. In diesem Jahr feiern wir 500 Jahre Reformation und das ist in Wittenberg an jeder Ecke spürbar.

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Luther vor der Stadtkirche
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Himmelskreuz im Luthergarten

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute ein Apfelbäumchen pflanzen!“ Was für ein schöner Spruch, der Luther zugeschrieben wird.

Morgen geht es auf die letzte Etappe unserer Urlaubsradtour nach Magdeburg.

Bitte bleibt neugierig.

Zurück zur Etappe davor?  oder Weiter elbabwärts?

Bismarcktürme auf dem Weg von Prag nach Magdeburg #2

Wer nach Dresden kommt, der schaut sich die Frauenkirche,  die Semperoper oder die Brühlschen Terrassen an. Für uns sind heute zwei der drei Bismarcktürme von Dresden die architektonischen Hauptziele.

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Seht ihr, da hinten, am Rand der Neubaublocks, befindet sich unser erster Turm.

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N 51° 01.335 E 13° 44.122

Es ist die Bismarcksäule in Dresden-Räcknitz, die in den Jahren 1904 bis 1906 auf der Franzenshöhe auf 187 m über NN errichtet wurde.

Nur ein paar Kilometer weiter findet man den Bismarckturm in Dresden-Plauen. Dieser Bismarckturm wurde 1954 in Johann-Gottlieb-Fichte-Turm umbenannt. Er ist und bleibt aber ein schöner Aussichtsturm.

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N 51° 01.348 E 13° 42.730

Nach diesen zwei Türmen trafen wir uns mit unserer Tochter und landeten schließlich viel erzählend beim Italiener. Dann radelten wir wieder ins Elbtal und entdeckten diesen Fotorahmen.

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Entlang der Elbe haben wir ja schon mehrere Fotorahmen fotografiert: hier in Sandfurth und hier am Mittellandkanal.

Über Meißen …

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… radelten wir bis zum späten Nachmittag bis nach …

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… Diesbar-Seußlitz und übernachteten bei einem Winzer, der auch eine Pension direkt an der Elbe betreibt. Traumhaft.

Bitte bleibt neugierig.

Zurück zur Etappe davor? – oder – Morgen geht es in die Lutherstadt-Wittenberg.

Bismarcktürme auf dem Weg von Prag nach Magdeburg

Nach unserem Rückflug von Kasan, Abflug 3:35 Uhr nach Prag, Ankunft 6:25 Uhr, reisten wir problemlos in die EU ein. Die Räder haben die Reise in ihrem Foliencocon auch gut überstanden. Ich habe sie noch vor dem Zoll gleich neben dem Gepäckband montiert. Dann radelten wir nach …

Melnik ist eine sehr hübsche Stadt. Hier fließen Moldau und Elbe zusammen.

Abends machen wir die Planung für den nächsten Tag und mir kam die Idee nach Bismarcktürmen in der Gegend zu schauen.  „Gucke mal in Berggießhübel gibt es einen Bismarckturm. So nah kommen wir dem Turm bestimmt nicht noch mal. Lass uns doch morgen nach Berggießhübel radeln.“ Frau Traumradlerin stimmte zu und wir schliefen ein.

Am nächsten Tag ging es elbabwärts bis Usti nad Labem.

Burg Schreckenstein bei Ust

Dann wurde es mühsam. Es ging bei brütender Hitze über den Kamm des Erzgebirges hoch bis auf 700 hm.

Frau Traumradlerin schimpfte: „Nie wieder werde ich eine Etappe radeln, ohne vorher das Höhenprofil gesehen zu haben. Andere radeln schön gemütlich im Elbtal und ich muss hier über die höchsten Hügel.“

Irgendwann standen wir in einem dieser Grenzshops. Wir kauften für unter zwei Euro zwei Liter Milch, während vor und hinter uns die Einkaufswagenladungen mehrere Hundert Euro wert waren. Das hätten wir mit unseren Packtaschen gar nicht weg bekommen.

Wir übernachteten im Hotel Augustusberg zwei Kilometer vom Bismarckturm entfernt. Erst am nächsten Tag schauten wir uns den Turm an.

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N 50° 51.853 E 13° 57.136

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Und morgen werden wir in Dresden gleich noch zwei Bismarcktürme besichtigen.

Wart ihr schon mal in Berggießhübel. Schöne Gegend 😎.

Bitte bleibt neugierig.

noch mal zurück nach Russland oder weiter auf dem Elberadweg

Letzte Etappe in Russland

Stundenlang sind wir im starken Regen gefahren. Das Foto entstand in den besseren Minuten. Ich wollte meine Kamera nicht ruinieren.

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Zum Glück gibt es überall Cafés, an denen „24 часa“ steht. 24 Stunden kann man Soljanka, Piroggen, mmh immer mit leckerer Füllung und Kascha bekommen. Zeit für ein Schwätzchen ist dann auch.

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eine unserer Köchinnen

So hörten wir, dass auch die Einheimischen die 7-Tage-Regen-Prognose bestätigten. Wir werden zum Warmduscher und schauen nach einem Direktflug (unsere Räder sollen möglichst nur einmal verladen und entladen werden) in unsere „Home Zone“. Unsere Wahl fällt auf den Nachtflug von Kasan nach Prag für 181,20 Euro je Person inclusive Fahrradtransport. In Dresden wohnt unsere kleine Tochter, da sollte doch ein Besuch drin sein. Flug gebucht!

Auf dem Weg zum Kasaner Flughafen kamen wir mehrfach in schwere Gewitter, letztendlich aber doch an. Unterwegs haben wir uns eine große Rolle Folie aus einem Baumarkt besorgt.

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Dann haben wir auf dem Flughafen den Folientanz mit Radel aufgeführt. Einer hält das Rad hoch und der andere läuft drumherum. Das Ergebnis:

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Ich finde den Kokon total super :-).

11 Tage Radeln in Russland über knapp 1100 Kilometer waren ein tolles Erlebnis, aber auch Herausforderung. Hier noch ein Foto von den Talons unserer Registrierungen. Jeder Gastgeber muss seine ausländischen Gäste beim  Reisende beim förderalen Migrationsdienst (FMS) registrieren. Verrückt.

Was mühen sich die Herbergen damit ab? Psst, wir haben auch mal schwarz geschlafen.

Was nehme ich nur als letztes Bild? Vielleicht dieses:

Es ist toll, wenn wichtige Worte aus unserer schönen deutschen Sprache Eingang in andere Sprachen finden. Schlagbaum ist offensichtlich solch ein Wort. „ACHTUNG AUTOMATISCHER SCHLAGBAUM“

ШЛАГБАУМ müssen wir nicht übersetzen. Dir Russen haben für SCH einen Buchstaben das Ш. Alle anderen Buchstaben sind mit der deutschen Schreibweise von SCHLAGBAUM identisch.

Die Blogbeiträge aus Russland sind alle auf einem Tablet geschrieben. Wenn wir wieder Zeit und einen PC haben, ergänzen wir noch Karten und etwas Statistik.

Wir hatten eine tolle Zeit in Russland. Bitte bleibt neugierig.

noch einmal zurück nach Kasan

​Kasan #2

Mein Rad hat am hinteren Freilauf einen Schaden und es hat Spiel. Ich rollte steil bergab auf die Wolgabrücke zu, traute mich gar nicht das Rad frei laufen zu lassen und trat wie ein Hamster. Also haben wir nach einem Fahrradladen gegoogelt. Ein Laden namens Veloliga hatte gute Bewertungen. Sieben Tage in der Woche hat dieser Laden bis 21 Uhr offen. Wir stellten wieder fest, dass die Arbeitszeiten der Angestellten wohl sehr lang sein müssen.

Jedenfalls kamen wir gegen 10 Uhr bei Veloliga an und Pawel und ein Mechaniker kümmerten sich sofort um mein Problem. Schnell war klar, die Nabe ist nicht mehr zu retten. Ich entschied mich für ein neues Laufrad, doch die Bremse passte nun nicht mehr. Mein Rad hatte nicht die passende Aufnahme. Mehr als 3 Stunden konstruierte mir der Mechaniker eine Lösung. Gemeinsam testeten wir die Konstruktion und befanden sie für gut. Danke, dass ihr das Problem gelöst habt.

Nun war wieder Zeit, die Stadt zwischen Okzident und Orient zu genießen.

Auch die Russen warten wohl auf den Start der 7. Staffel von „Game of thrones“.

Da Kasan immer noch die Moskauer Zeit hat, wird es schon um 21 Uhr dunkel. Da gelang uns dieses Foto.

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Die ganze Stadt strahlte eine freundliche und positive Stimmung aus.

Ach ja, und …

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Bitte bleibt neugierig.

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