NordTour 2014 – Tag 12 – Im Land des Wildling

Ist man auf so einer Tour immer gleich gut drauf? Nein. Ich kann mehrere Phasen beschreiben.

Es gibt die Phase 1, das sind die ersten zwei Tage. Ich nenne sie Wochenendmodus. Die Akkus sind voll. Man ist ausgeruht. Da kommt ein Hügel oder der Wind weht steif von vorn. Egal, man tritt etwas fester und alles ist schick. Nichts tut weh.

Dann kommt Phase 2, das sind die Tage 3 bis 7. Nennen wir sie Tourmodus. Die Akkus sind nicht mehr voll und es tut jeden Tag an einer anderen Stelle etwas weh. Nach Phase 1 haben noch nicht alle im Körper begriffen, dass es eben nicht gleich wieder in den Büromodus zurück geht. Bei mir haben diesmal Po und Knie angefangen zu diskutieren. Mit viel Niveacreme war der Eine zu besänftigen. Für das Knie musste schon mal Druck von der Pedale genommen werden. Am Ende der Phase 2 haben sich alle damit abgefunden, dass es kurzfristig kein Zurück in den Kuschelkomfortmudus gibt.

Bei einer so langen Tour ist es dann wichtig den Stoffwechsel so hinzugekommen,  dass man die Reserven nicht aufbraucht. Für uns bedeutet das viel Essen und Trinken.

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Heute trafen wir gleich zum Start ein radelndes holländisches Pärchen. Sie sind mit der Inlandsbahn, einer alten einspurigen Eisenbahnlinie, neben der wir schon seit Östersund herfahren, bis Gällivare gefahren und radeln nun zurück. Das ist auch eine tolle Urlaubsvariante. Sie wollen sich heute den Wildling in Storuman anschauen.

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Er ist wirklich groß und er ist das Wappensymbol von Lappland. Wir fuhren über Arvidsjaur bis Moskosel. Dort hatten wir uns wieder eine Stuga reserviert.

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Mal sehen, was der morgige Tag uns bringt.

Statistik:
Tageskilometer: 129
Gesamtkilometer: 1.588
Höhenmeter: 1.009
Gesamthöhenmeter: 11.495
Standort N 65° 52.991 E 19° 027.687
Spendenstand 134 Cent je Kilometer
Infos zur Idee unter: http://www.jedes-jahr-ein-treffer.de

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nächster Tag – weiter nach Norden

NordTour 2014 – Tag 11 – Wieviel Energie haben Blaubeeren?

Bei beinahe allen Rasten, und wir machen viele, fanden wir Blaubeeren.

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Mmmhh, lecker! Könnten wir uns  eigentlich nur von Blaubeeren ernähren? Mal überlegen.

Man benötigt für eine Stunde Radfahren ca. 700 kcal. Wir fahren täglich zwischen 5 und 8 Stunden. Nehmen wir 6 Stunden. So verbrennen wir 4.200 kcal.

In 100 Gramm Beeren sollen ca. 42 kcal sein. Wir bräuchten also 10 kg Beeren. Das passt ja prima ;-).

Wir pflücken vielleicht 100 Gramm Beeren in 10 Minuten. Wir hätten also die benötigten 10 kg in 1.000 Minuten, also gut 16 Stunden zusammen.

Ich glaube, nun ist es ganz klar, warum sich der Mensch neben den Beeren noch andere Energiequellen erschlossen hat. Elchfleisch wäre in dieser Gegend so eine Option. Wir fahren jedenfalls regelmäßig die Supermärkte der Region zum Energie nachtanken an.

Apropos nachtanken, da habe ich noch ein Bild.

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Inzwischen sind wir in Sorsele angekommen. Heute schlafen wir wieder in einer Stuga auf einem Campingplatz.

Mal sehen was der neue Tag uns bringt.

Statistik:
Tageskilometer: 140
Gesamtkilometer: 1.459
Höhenmeter: 965
Gesamthöhenmeter: 10.486
Standort N 65° 32.052 E 017° 31.525
Spendenstand 134 Cent je Kilometer (neue Spender: Kerstin und Jörg Maluche)
Infos zur Idee unter: http://www.jedes-jahr-ein-treffer.de

Tag11

nächster Tag – weiter nach Norden

NordTour 2014 – Tag 10 – Das erste Lapplandschild

Wenn man sich im Sommerhalbjahr nach Norden bewegt, so verlängert man seinen Tag. So ging für uns heute die Sonne in Strömsund um 3:11 Uhr auf. In Magdeburg tat die Sonne das erst um 5:56 Uhr. Jetzt sind wir in Vilhelmina und unsere Sonne geht um 22:02 Uhr unter …

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… während es in Magdeburg schon um 21:03 Uhr dunkel wird. Wir haben heute auf unserer NordTour also 224 Minuten länger Tageslicht als zu Hause. Dies erfahren wir uns im wahrsten Sinne des Wortes.

Und das Tageslicht ist hier verdammt schön.

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Nachdem wir heute früh unsere Stuga abgegeben haben, machten wir uns auf die Nahrungsuche. Im ortsansässigen Hotel, welches ausgebucht war, waren wir erfolgreich. Gegen ein paar Hand voll Kronen konnten wir unseren Hunger stillen. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, dass man auf solch einer Tour immer Hunger hat und demzufolge immer am Essen ist.

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Gegen Mittag trafen wir Nico aus Limburg. Er ist von Belgien in einem Monat bis hier her geradelt. Wir treffen relativ selten Radler, die so lange Touren machen. Woran das nur liegt?

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Lappland wir kommen :-).

Inzwischen sitzen wir bei herrlichem Sonnenschein im Hotelwintergarten und werden gleich Elch essen. Ja, da wäre noch ein Wunsch für unsere NordTour.

Mal sehen, ob wir das Glück haben und was der neue Tag uns bringt.

Statistik:
Tageskilometer: 133
Gesamtkilometer: 1.319
Höhenmeter: 900
Gesamthöhenmeter: 9.521
Standort N 64° 37.444 E 016° 39.334
Spendenstand 133 Cent je Kilometer (neue Spender: Uta Bäthge 1 Cent)
Infos zur Idee unter: http://www.jedes-jahr-ein-treffer.de

Tag10

nächster Tag – weiter nach Norden

NordTour 2014 – Tag 9 – Unsere erste Stuga

Man kann ja mal seine Küchenschränke leeren. Dann könnte man zählen, wie viele unterschiedliche Geräte man vor sich hat. Sie können mit oder ohne Schnur sein. Da gibt es Mixer, Wasserkocher oder auch Brotbackautomaten.  Manche haben auch Nudelmaschinen oder auch Salatschleudern. Die Zahl der unterschiedlichen Gerätschaften ist überraschen hoch.

Aber, habt ihr auch eine Tubenausdrückmaschine?

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Die könnte man bestimmt auch für Zahnpastatuben benutzen ;-). Wir mussten jedenfalls erst nach Schweden fahren, um diese absolut lebensnotwendige Gerätschaft kennen zu lernen.

Den Tag begannen wir mit einer Stadtrundfahrt durch Östersund. Im Jamtli kann man sich mit der Geschichte des Jämtlandes beschäftigen.

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Heute gab es neue Namen auf den Schildern.

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Wenn man bedenkt, dass im Jämtland im Durchschnitt 3 Einwohner auf dem Quadratkilometer leben und wir gerade Östersund mit 44.000 Einwohnern verlassen haben, dann kann man sich leicht ausrechnen, dass es Tausende völlig menschenleere Quadratkilometer gibt.

Heute schlafen wir in einer Stuga bei Strömsund.  Stuga ist der schwedische Begriff für ein Ferienhaus. Wir haben eine sehr einfache Stuga auf einem Campingplatz gemietet.

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Mal sehen, was der morgige Tag uns bringt.

Statistik:
Tageskilometer: 105
Gesamtkilometer: 1.186
Höhenmeter: 881
Gesamthöhenmeter: 8.621
Standort N 63° 50.677 E 015° 31.975
Spendenstand 132 Cent je Kilometer
Infos zur Idee unter: http://www.jedes-jahr-ein-treffer.de

Tag9

nächster Tag – weiter nach Norden

NordTour 2014 – Tag 8 – Plötzlich sind sie ganz nah, die Kriege der Welt

An diesem Sonntag standen wir früh auf. Wir duschten. Wer hätte gestern im Zelt am See gedacht, dass wir heute früh zu einer heißen Dusche kommen würden. Hassan hatte auf seiner Matratze im Flur direkt vor unserer Zimmertür geschlafen. Er wurde wach und sprang sofort auf. Er wollte uns unbedingt ein Frühstück organisieren. Wir lehnten ab. Wir erklärten ihm, dass wir nun genug Gastfreundschaft erfahren haben und dass wir nun weiter radeln wollten. Wir versuchten, ihm ein paar Kronen zu geben. Hätten wir gestern eine Pension mit einem freien Zimmer gefunden, so hätten wir dort ja auch bezahlt. Keine Chance. Hassan verweigerte die Annahme von Geld. Schließlich wussten wir uns nur so zu helfen, dass wir ein paar Geldscheine auf den Tisch legten und Hassan sagten, dass dieses Geld ausschließlich für die zwei kleinen syrischen Kinder wäre. Das ließ er unkommentiert zu.

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Dann verabschiedeten wir uns von Hassan und fragten ihn, ob wir ein Foto von ihm machen könnten. Er nickte und verschwand im Haus. Er war doch etwas eitel. Wir mussten mehrere Minuten warten, bevor er gewaschen und mit neuem Shirt wieder heraus kam. Wir schmunzelten, bedankten uns herzlich bei ihm und wünschten ihm alles Gute auf seinem weiteren Lebensweg.

Auf einer so langen Radtour hängt man auch viel seinen eigenen Gedanken nach. Hier hatten wir wieder neuen Stoff.

Die Schweden schreiben gelegentlich recht wenige Informationen auf ihre Schilder. Das macht auch Sinn, denn es gibt oft nicht mehr zu berichten. Die nächste Stadt ist nun mal so weit weg.

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Da der Wind es gut mit uns meinte, rollte es ganz passabel. So haben wir unser Tagesziel Östersund erreicht.

Ach ja, auf der heutigen Etappe schafften wir bei N 62 35.967 E 014 25.116 die 1.000 km- Marke.

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Mal schauen, wie es weiter geht.

Statistik:
Tageskilometer: 156
Gesamtkilometer: 1.081
Höhenmeter: 1.028
Gesamthöhenmeter: 7.740
Standort N 63° 09.551 E 014° 40.319
Spendenstand 132 Cent je Kilometer (neue Spender: Angela und Stephan Franke 6 Cent – Danke)
Infos unter: http://www.jedes-jahr-ein-treffer.de

nächster Tag – weiter nach Norden

NordTour 2014 – Tag 7 – Gewitter und Zelt am See

Wir hatten heute unser erstes heftiges Gewitter. Es gab keine Unterstellmöglichkeit. So hatten wir die Wahl zwischen stehen bleiben und nass werden oder weiterfahren und nass werden. Wir entschieden uns für die Variante zwei. Zum Glück wurde es nach dem Regen wieder richtig warm.

Bilder vom heutigen Tage reiche ich bei Gelegenheit später nach, da die aktuelle Infrastruktur Luft nach oben lässt.

Heute ist eingetreten, worauf wir vorbereitet waren, was wir aber nicht unbedingt wollten.

Wir radelten nach Sveg in der Provinz Jämtland und versuchten vergeblich eine Unterkunft zu buchen. Am Samstag in der schwedischen Urlaubszeit hatten wir hier keine Chance. Also ab in den nächsten Supermarkt und Proviant gebunkert. Wir geben uns noch 20 km. Da werden wir schon was finden. Nööö, da war nichts.

„Susanne, rechts ist ein See. Da könnten wir uns wenigstens waschen.“ Ich bekam nur ein unglückliches: „Waschen wird überbewertet zurück“.

Trotzdem bogen wir ab und siehe da, es gibt ein Saunahäuschen mit Holzveranda. Ein idealer Platz für Plan B. Plan B ist unser Zelt.

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Sicher, die Heringe bekomme ich nicht so gut in den Boden, aber die Holzplanken sind eben und trocken.Susanne hat sich dann doch noch im See gewaschen.

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Ein Tag ist zu Ende, wenn ein Tag zu Ende ist. Ich will sagen, erst jetzt nach 20:00 Uhr wird uns das Aufregendste an diesem Tag passieren. Ich saß auf der Bank und schaute auf den See, da stand plötzlich Hassan auf der Holzveranda. Zu dem Zeitpunkt wusste ich natürlich noch nicht, wer er war. Hassan lud uns ein, bei ihm zu schlafen. Es entspann sich der übliche Dialog:

Hassan: „Ich habe ein Zimmer, da könnt ihr schlafen.“

Ich: „Nein, vielen Dank, es ist für uns kein Problem. Wir wollen im Zelt zu schlafen und es ist schön hier.“

Hassan: „Es regnet bestimmt gleich wieder. Ich habe ein sauberes Zimmer. Das Zimmer ist leer. Ihr könnt das Zimmer wirklich haben.“

So ging es noch eine Weile hin und her.

Irgendwann fragte ich dann Susanne im Zelt. Da sprach mein Zelt: „Dann lass uns doch in einem schönen, sauberen Zimmer schlafen.“ Ok, die Entscheidung war gefallen.

Ein bisschen traurig war ich ja schon. Wenn ein Mann ein Zelt aufgebaut hat, dann ist das ein Nest und so ein selbst gebautes Nest hat schon etwas. So baute ich also das Zelt etwas widerwillig und traurig wieder ab.

Jedenfalls trabten wir ein paar Minuten später Hassan hinterher. Es standen vier Häuser am See und unser Weg führte uns zur Nummer 4A. Ganz ehrlich, wir hatten Bammel. Wo gehen wir hin? Werden wir ausgeraubt? Ist das ein Trick mit dem Zimmer? All diese Gedanken waren 100% unbegründet.

Hassan kommt aus Pakistan. Im Haus wohnten 6 Flüchtlinge. Wir lernten eine syrische Familie (Mama mit Tochter und zwei Söhnen) und einen Palästinenser kennen. Wir waren in einem schwedischen Asylantendurchgangslager. Alle entschuldigten sich, dass sie kein schwedisch sprechen. Das war für uns ok, denn wir sprachen ja auch kein schwedisch.

Hassan zeigte uns das Zimmer. Das Zimmer war im Obergeschoss. In ihm standen zwei Doppelstockbetten. Und dieser ganze Raum sollte wirklich leer sein? Nein, Hassan hatte geschwindelt. Er zog eine Matratze heraus und legte sie im Treppenraum vor dem Zimmer auf den Boden. Jetzt hatten wir das Zimmer für uns allein. Wir wussten nicht, was wir sagen sollten. Alles war perfekt.

Können wir jetzt einfach ins Bett gehen? Nein, das wäre unhöflich. Wir durchsuchten unsere Satteltaschen. Ja, eine Tüte schwedischer Lakritz und Gummibärchen können wir mit in den Gemeinschaftsraum nehmen. Wir gingen unsicher die Treppe herunter. Der Fernseher lief und Hassan und ein Palästinenser schauten fern. Wir setzten uns zu ihnen und hörten ihre Geschichten. Wir verstanden nicht alles, aber vermutlich wären wir auch ohne Sprachbarriere nicht in der Lage, ihre Schicksale zu verstehen. Hassan kommt aus Pakistan und seine Familie ist im Zusammenhang mit dem Kaschmirkonflikt getötet worden. Der junge Palästinenser war aus Gaza-Stadt und ist 17 Jahre. Er wusste nicht, ob seine Angehörigen noch leben. Er zeigte uns auf seinem Handy Fotos die nach Luftangriffen auf Gaza-Stadt aufgenommen wurden. Stellt euch das Schlimmste vor! Denkt dabei an Männer, Frauen und kleine Kinder nach Bombenangriffen. Genau das war auf den Fotos zu sehen. Unglaublich. Wikipedia wird unter dem Suchbegriff „2014“ dazu schreiben:

  • Ab 8. Juli: Israel unternimmt eine Militäroffensive, ab Mitte Juli unter Einschluss einer Bodenoffensive, im Gazastreifen. Bei schweren Bombardierungen und Beschießungen werden bis zum 25. August 2014 mehr als 2100 Palästinenser getötet und mehr als zehntausend verletzt, die meisten davon Zivilisten.

Wir schauten uns also gerade Fotos von einigen dieser 2.100 getöteten Palästinensern an. An einem einsamen See im schwedischen Jämtland war plötzlich die brutale Weltpolitik ganz nah. Auf meinem internen Notizzettel steht: Uns geht es sehr, sehr, sehr gut. Da kam wieder ein dicker Haken hinter.

Die syrische Familie beteiligte sich nicht an der Unterhaltung. Sie hatte währenddessen Essen gekocht. Plötzlich reichte man uns Teller mit warmem Essen und Tee. Natürlich hatten wir gesagt, dass wir schon gegessen hatten, aber das zählte nicht. Es wäre unhöflich dieses Abendessen abzulehnen.

Die Herzlichkeit, die wir erfahren durften, hat uns tief beeindruckt und berührt. Irgendwann gingen wir in das Zimmer, welches nun unseres war. Wir schliefen schlecht.

Statistik:
Tageskilometer: 157
Gesamtkilometer: 925
Höhenmeter: 1.338
Gesamthöhenmeter: 6.712
Standort N 62° 02.386 E 014° 53.235
Spendenstand 126 Cent je Kilometer (neue Spender: Hans-Werner Breunig 4 Cent, Annerose und Lothar Domröse 1 Cent, Andreas Kohlmann 1 Cent)
Infos unter: www.jedes-jahr-ein-treffer.de

nächster Tag – weiter nach Norden

NordTour 2014 – Tag 6 – Was ist Vansbrosimningen?

Gestern war übrigens das B&B noch zu, als wir ankamen. Davor stand Joachim, ein junger Schwede. Er hatte gerade die Telefonnummer vom Schild im Fenster angerufen. Die Betreiberin des B&B gab uns dann einen Code, der ein kleines Schlüsselschließfach öffnete. So kamen wir hinein. Joachim war ebenfalls mit dem Rad unterwegs. Seine Tour begann in Tromsø, oben in Norwegen und er hatte es fast geschafft.  Denn er wollte „nur“ noch die letzten ca. 600 km bis zum südlichsten Punkt Schwedens radeln.

Es ist schön zu wissen, dass wir nicht alleine mit derartigen Ideen sind. Wir tauschten uns über die besten Strecken aus und hatten dann eine gute Nacht. Nach dem Frühstück wünschten wir uns eine gute Fahrt.

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Wir setzten unsere Fahrt auf dem Inlandsvägen 26 fort. Alle 10 bis 15 km machten wir eine Rast. Der Verkehr war überschaubar.

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Was ist das hier in Vansbro für ein Start? Das Vansbrosimningen ist ein jährlich stattfindender Wettbewerb im Langstreckenschwimmen in Schweden. Mit mehr als 4.000  Teilnehmern ist es eine der größten Schwimmveranstaltungen weltweit. Nöö, heute ist das nichts für uns.

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Beim Stichwort Rotes Pferd kann man an einen sehr simplen Partysong von Markus Becker denken. Das ist aber hier in Mora nicht angebracht. Denn hier in Dalarna handelt es sich um das weltbekannte Dalapferd. Das Dalapferd ist das häufigste Souvinier, welches von Touristen in Schweden gekauft wird. Leider sind unsere Taschen voll.

Hat sich schon jemand gefragt, wo unsere Räder schlafen?

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Heute sind sie in Gesellschaft von Startnummern des Wasa-Laufes.

Der Wasa-Lauf war eine Idee des Zeitungsredakteurs Anders Pers. Damit wollte er an die historische Flucht von Gustav I. Wasa auf Skiern vor den Soldaten des dänischen Königs Christian II. im Jahr 1521 erinnern. Der  schwedische Adelsmann Gustav Eriksson Wasa rief offen zum Widerstand gegen Dänemark auf und wurde daraufhin gefangengenommen. Doch ihm gelang die Flucht. So gelangte er in die Provinz Dalarna. Von Mora floh Gustav nach Westen. Das Volk bereute inzwischen seine Zurückhaltung gegenüber Gustav Wasa und schickte die zwei besten Skiläufer des Ortes los, um Gustav einzuholen. Im Gebiet von Sälen hatten sie nach 90 Kilometern ihr Ziel erreicht. Sie überredeten Gustav Wasa, zurückzukehren und den Kampf zu leiten. Nach mehr als zwei Jahren Krieg machte sich Schweden von Dänemark unabhängig (sinngemäß aus Wikipedia).

Heute schläft regelmäßig eine Gruppe von Teilnehmern in dem Hotel, wo wir heute schlafen und sie lassen Jahr für Jahr ihre Startnummer hier.

Statistik:
Tageskilometer: 121
Gesamtkilometer: 768
Höhenmeter: 805
Gesamthöhenmeter: 5.374
Standort N 61° 05.606 E 014° 37.499
Spendenstand 120 Cent je Kilometer

Nächste Etappe – weiter nach Norden!